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Königin Margrethes Naasut-Diadem: Infos zur Geschichte des kostbaren Geschenks

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Königin Margrethe mit dem Naasut-Diadem
Königin Margrethe mit dem Naasut-Diadem © Imago

Die dänische Königin Margrethe gilt als extravagant und unkonventionell. Zu besonderen Anlässen trägt sie gern ihr Naasut-Diadem aus glänzendem Gelbgold.

Oslo - Seit fast 50 Jahren repräsentiert Königin Margrethe II. Dänemark – würdevoll, aber immer ein bisschen anders als viele Royals in Europa. Bekannt ist sie auch durch ihre künstlerische Ader. Die Königin von Dänemark malt, sie entwirft Theaterkostüme und Bühnenbilder. Auch ihr Kleidungsstil spiegelt ihre Kreativität wider: Oft sind ihre Outfits kein bisschen konservativ, sondern farbenfroh und im besten Sinne ungewöhnlich. Auffällige Akzente setzt sie gern mit dazu passendem Schmuck.

Königin Margrethes Naasut-Diadem: Ein besonderer Blickfang

Ein Schmuckstück, das erst seit 2012 die Schmuckschatulle von Königin Margrethe bereichert, ist das Nasuut-Diadem. Es ist eine moderne Tiara aus Gelbgold, die ein stilisiertes Blumengebinde zeigt. Fünf der größten Blüten können als Broschen getragen werden. Das Motiv gab der filigran gestalteten Tiara ihren Namen: „Naasut“ bedeutet nichts anderes als „Blumen“.

Auffällig und ungewöhnlich an der Tiara ist: Sie besticht vor allem durch das Design und viel Edelmetall. Kleine Diamanten und Rubine fügen sich geradezu unauffällig in das romantische Blumenmotiv ein. Das unterscheidet Königin Margrethes Naasut-Diadem von zahlreichen prächtigen Schmuckstücken der Royals, die mit funkelnden Diamanten, Perlen und geschliffenen Edelsteinen ins Auge fallen. Berühmte Diademe im Besitz europäischer Adelshäuser sind zum Beispiel:

Eine gelungene Ergänzung zum Naasut-Diadem bilden die passenden Ohrringe, die ebenfalls mit einem Blumenmotiv daherkommen: Im Mittelpunkt stehen dabei jeweils zwei goldene Glockenblumen, zu denen sich vier kleinere Blüten hinzugesellen. Sie sind an Goldfäden befestigt. Zusammen bilden das Diadem aus viel Gelbgold und die Ohrringe eine wunderschöne Demi-Parure (Halb-Set). Das Ensemble soll einen Goldwert von mehr als 40.000 Euro haben.

Zum noch größeren ideellen Wert trägt auch die Entstehungsgeschichte des Kopfschmucks bei: Das Gold, das für die Erstellung des Sets verwendet wurde, stammt ursprünglich aus einer Mine in Südgrönland. Anlässlich des Internationalen Polarjahrs wurden aus dem Gold Münzen geprägt.

Königin Margrethes Naasut-Diadem: Die passenden Ohrringe

Einige dieser Sondermünzen blieben im Tresor der Nationalbank. Anlässlich des 40. Thronjubiläums des Oberhauptes der dänischen Königsfamilie schmolzen die Grönländer davon ein Kilogramm ein, um daraus ein Geschenk fertigen zu lassen. Der Entwurf dazu stammt von dem Goldschmied Nicholas Appel.

Es entstand zunächst ein goldener Blumenstrauß mit fünf abnehmbaren Blumen. Dank der Ideen von Margrethe wurde daraus später das Naasut-Diadem und zwei passenden Ohrringe gefertigt. Während einer Zeremonie auf Schloss Amalienborg überreichte es ihr der Präsident des Parlaments von Grönland. Beobachter berichten, dass sich die Regentin sehr über das individuelle und nachhaltige Geschenk gefreut hat.

Wie gut es ihr gefällt, sehen Beobachter auch daran, dass sie es oft zu besonderen Anlässen trägt: Seinen ersten großen Auftritt hatte das goldene Naasut-Diadem zum Neujahrsbankett, das Königin Margrethe II. am 1. Januar 2013 gab. Ebenfalls trug sie es zur runden Geburtstagsfeier ihres Sohnes. Die Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag von Kronprinz Frederik fanden 2018 auf Schloss Christiansborg statt. 340 geladene Gäste wurden dort Zeuge der bewegenden Worte, die die dänische Königin an ihren Erstgeborenen richtete. Die Naasut-Tiara leuchtete dabei gelbgolden in ihrem weißen Haar.

Von Heike Waskow

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