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Die Kronjuwelen – funkelnde Insignien des Königshauses von Dänemark

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Von: Jasmin Pospiech

Die dänischen Kronjuwelen bestehen nicht nur aus drei Kronen. Das sind die funkelnden Geheimnisse der Schatzkammer von Schloss Rosenborg.

Kopenhagen – Die dänischen Kronjuwelen bestehen aus drei Kronen, dem Reichszepter, dem Reichsapfel, dem Staatsschwert und der Ampulla sowie dem Salbungsgefäß. Es sind die Insignien (lat. insignia: Zeichen, Symbol) des Königshauses von Dänemark, die Symbole der dänischen Monarchie.

Das Zepter aus dem Jahr 1648 gilt als Zeichen für die geistliche Autorität. Der Reichsapfel, der im gleichen Jahr gefertigt wurde, ist das Symbol für das Universum und die Erde, die weltliche Autorität. Aus der Ampulla, wurde traditionell das Öl zur königlichen Salbung gegossen. Das älteste Objekt der Krönungsinsignien ist das Reichsschwert, das 1551 für König Christian III. (56, †1559) angefertigt wurde.

Zu den dänischen Kronjuwelen gehören drei Kronen:

Die dänischen Kronjuwelen: Das gehört zur Schatzsammlung des Königshauses von Dänemark

Die älteste Krone der dänischen Kronjuwelen wurde von 1595-1596 für Christian IV. angefertigt. Die offene Krone des Goldschmieds Dirich Fyring ist aus Gold mit Emaille und üppig besetzt mit Tafelsteinen und Perlen. Dargestellt sind zahlreiche Figuren, die die Tugenden eines guten Herrschers symbolisieren. Mehrfach ist ein Pelikan zu sehen, der mit seinem Blut seine Jungen ernährt. Diese sinnbildliche Darstellung für den Opfertod Christi steht hier für den König, der gewillt ist, sein Volk mit seinem Blut zu verteidigen. Außerdem gehören zu den dargestellten Tugenden Tapferkeit, Gerechtigkeit und Nächstenliebe.

Königin Margrethe II. von Dänemark besichtigt die Schatzsammlung im Schloss Rosenborg.
Königin Margrethe II. von Dänemark besichtigt die Schatzsammlung im Schloss Rosenborg. © dpa/Wolfgang Kumm

Die Krone von Christian V. fertigte von 1670-1671 Poul Kurtz an. Besetzt ist die Krone mit Saphiren und Granaten. Auf dem Kreuz ist ein Korund. Auf der darüberliegenden Palmette ist ein Blockstein zu sehen. Verziert ist die Krone weiterhin durch ein goldenes Monogramm von Christian V. Zur Fertigung verwendete Kurtz vermutlich ältere Edelsteine: Der Erzählung nach war der dominierende Saphir auf der Vorderseite ein Geschenk des Herzogs von Mailand an das dänische Königshaus im 15. Jahrhundert.

Die Königinnenkrone fertigte 1731 der Hofjuwelier des dänischen Königshauses Frederik (I) Fabritius für die Ehefrau Christians VI., Sophie Magdalene, an. Die eingearbeiteten Tafelsteine dieser Krone stammen wahrscheinlich aus der Krone von Sophie Amalie (56, † 1685) aus dem Jahr 1648. Angefertigt wurde sie der Sage nach, weil sich Sophie Magdalene weigerte, die Krone von Anna Sophie Reventlow (49, † 1743) aufzusetzen. Verwendet wurde die Königinnenkrone bis 1840.

Zum Einsatz kamen die Königskronen nur bei der Krönung oder Salbung der dänischen Monarchen. Mit der Verfassung 1849 wurden diese Zeremonien abgeschafft. Eine Krone wurde lediglich nach dem Tod auf den Sarg aufgesetzt. Aufbewahrt werden die dänischen Kronjuwelen in der Schatzkammer von Schloss Rosenborg.

Das ehemalige Lustschloss von König Christian IV. in Kopenhagen ist heute ein Museum. Bereits im Jahr 1838 machte es Friedrich VI. inklusive der dortigen Sammlungen der Öffentlichkeit zugänglich. Das Museum präsentiert anschaulich die Geschichte des Königshauses von Dänemark ab der Amtszeit von König Friedrich I. (53, † 1588) bis zur Amtszeit Friedrich VII. (55, † 1863).

Von Heike Waskow

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