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Prinz Henrik von Dänemark: Das bewegte Leben des verstorbenen Prinzgemahls

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Von: Jasmin Pospiech

Prinz Henrik von Dänemark war nicht nur Gemahl der dänischen Königin Margarethe II., sondern er war auch karitativ tätig und machte sich als Künstler einen Namen.

Kopenhagen – Prinz Henrik von Dänemark kam am 11. Juni 1934 als Henri de Laborde de Monpezat im französischen Talence zur Welt. Sein Vater war André de Laborde de Monpezat, seine Mutter war Renée Doursenot. Die Familie Laborde de Monpezat gehört seit dem 17. Jahrhundert dem gehobenen Bürgertum in Frankreich an und ist durchaus wohlhabend. Kurz nachdem Henri geboren wurde, zog er mit seiner Familie nach Indochina. Im Jahr 1939 kehrte die Familie nach Frankreich zurück, wo Henri die Schule besuchte.

Von 1950 bis 1952 besuchte er allerdings das französische Gymnasium in Hanoi. Anschließend schrieb er sich an der Sorbonne in Paris ein, um Jura und Staatslehre zu studieren. Parallel dazu lernte er Chinesisch und Vietnamesisch an der École Nationale des Langues Orientales. Im Jahr 1957 setzte er sein Sprachstudium an der Universität Hongkong fort, 1958 studierte er in Saigon weiter. Von 1959 bis 1962 nahm Henri seine Wehrpflicht in Algerien wahr. Anschließend wurde er Sekretär in der französischen Botschaft in London.

Henri de Laborde de Monpezat wurde durch seine Hochzeit Prinz Henrik von Dänemark

Im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit lernte Henri de Laborde de Monpezat Mitte der 1960er-Jahre Kronprinzessin Margrethe von Dänemark kennen. Das Paar heiratete im Juni 1967 in der Holmens Kirke in Kopenhagen. Dafür wurde Henri Staatsbürger von Dänemark, zudem wurde sein Name in Prinz Henrik von Dänemark geändert.

Henrik von Dänemark, Prinzgemahl von Margarethe II. war karitativ sehr engagiert und beim Volk beliebt.
Henrik von Dänemark, Prinzgemahl von Margarethe II. war karitativ sehr engagiert und beim Volk beliebt. © Jens Büttner/dpa

Margrethe und Henrik bekamen zwei Söhne:

Im Januar 1972 starb Margrethes Vater Frederik IX., woraufhin sie zu Königin Margrethe II. von Dänemark gekrönt wurde. Damit wurde Henrik zum Prinzgemahl. Weil Margrethe die erste Königin in der Geschichte ihres Landes war, waren seine Aufgaben zunächst ungewiss. Mehrfach kritisierte er öffentlich, dass die Ehemänner von Königinnen Diskriminierungen ausgesetzt wären.

Henrik war Vorsitzender oder Schirmherr zahlreicher wohltätiger Organisationen. So war er unter anderem Präsident von WWF Dänemark sowie Schirmherr vom dänischen Roten Kreuz und der dänisch-französischen Handelsgesellschaft. Zudem gehörte er dem Vorstand der Stiftung Dronning Margrethes og Prins Henriks Fond an.

Prinz Henrik von Dänemark und seine karitativen und künstlerischen Aktivitäten

Neben seinen zahlreichen repräsentativen Tätigkeiten ging Prinz Henrik von Dänemark verschiedenen künstlerischen Hobbys nach. So schrieb er Gedichte, die er von 1982 bis 2013 in mehreren Büchern veröffentlichte. Zudem betätigte er sich als Bildhauer, nachdem er die Kunst in den 1970er-Jahren bei Poul Holm Olsen studiert hatte.

Einige seiner Skulpturen sind öffentlich ausgestellt, wie etwa „Torso“ im Park des königlichen Schlosses Marselisborg und „Torso Maskulin“ in der dänischen Kleinstadt Tondern. Mitte 2015 fand zudem eine Ausstellung der Werke von Henrik in der Galerie Augustiana im Schloss Augustenborg statt.

Darüber hinaus spielte Henrik sehr gut Klavier und sammelte Kunstwerke aus Jade. Im September 2017 wurde bekannt, dass er an Demenz litt. Daher konnte er seinen Tätigkeiten und künstlerischen Aktivitäten nicht mehr nachgehen. Anfang 2018 wurde bei einem Krankenhausaufenthalt ein gutartiger Tumor in seiner Lunge festgestellt. Henrik von Dänemark, geboren als Henri de Laborde de Monpezat, starb am 13. Februar 2018 auf Schloss Fredensborg. Die Trauerfeier fand in kleinem Kreis der dänischen Königsfamilie statt

Von Alexander Kords

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