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Marie-Chantal von Griechenland: Brände bedrohen Familiengrab

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Von: Annemarie Göbbel

In den letzten Tagen rücken die Flammen immer näher an den griechischen Königspalast Tatoi heran. Die königliche Familie im Exil muss erschüttert zusehen, wie die Brände wüten.

Dekeleia – Griechenland wird aufgrund einer Hitzewelle von Waldbränden ungeheuren Ausmaßes heimgesucht. Die Flammen nähern sich auch dem griechischen Königspalast Tatoi, 20 Kilometer nördlich von Athen gelegen. Die Lage ist akut. Abgesandte des Kultusministeriums und Prinz Nikolaos von Griechenland (51), der Bruder des Kronprinzen Paul von Griechenland (54), brechen laut royalcentral zum Palast auf. Doch auch sie können nur hilflos zusehen, wie die Flammen auf den Schlosspark übergreifen.

Marie-Chantal von Griechenland: Brände bedrohen Familiengrab

Kronprinzessin Marie-Chantal von Griechenland (52), ihr Mann Kronprinz Pavlos und ihren fünf gemeinsamen Kinder bleibt nichts anderes übrig, als das Wüten der Brände in den Nachrichten zu verfolgen. „Wir sind alle so furchtbar erschüttert und beten für alle, die von diesen tragischen Bränden betroffen sind. Unser herzlicher Dank gilt unseren großartigen Feuerwehrleuten, die unermüdlich kämpfen, um zu retten, was sie können“, postet Marie-Chantal von Griechenland bei Instagram.

Marie Chantal Miller schaut angespannt auf etwas im Kreise zweier ihrer Kinder (Symbolbild, 2014)
Marie-Chantal von Griechenland kann die Brände nur aus der Ferne beobachten (Symbolbild). © Wassilis Aswestopoulos/Imago

Das Inferno kommt gefährlich nahe an den Palast heran. Nikolaos von Griechenland weiß genau, welche Werte im Schloss schlummern. Kultur ist sein Steckenpferd, er selbst hat kürzlich als Fotograf in London ausgestellt. Das griechische Kulturministerium beschließt zu handeln: Die vollständige Evakuierung der gesamten historischen Sammlungen des Palastes sowie von Dokumenten und anderen wertvollen Gegenständen wird angeordnet, um sie vor dem Feuer zu retten.

Marie-Chantal von Griechenland: Die Feuerwehr kämpft unermüdlich

Keine Sekunde zu früh: Nur wenig später wird gemeldet, dass das Feuer auf den Friedhof von Tatoi übergegriffen hat. Nach Angaben des Vorsitzenden des Vereins der Freunde von Tatoi ist die Lage zu diesem Zeitpunkt äußerst kritisch. Von den von Pinien und Zypressen bewaldeten Hügeln wird nichts übrig bleiben. 21 Gräber zählt der chronologisch angeordnete Grabhain, fünf griechische Könige sind hier bestattet.

„Die Familiengräber meines Mannes sind dort und auch die Gräber seiner Großeltern“ postet Marie-Chantal weiter auf Instagram. Grauen und Panik sind ihren Worten zu entnehmen, dazu zeigt sie Bilder und ein Nachrichten-Video der verheerenden Zerstörung vor Ort. Friedhofskreuze stehen in Flammen, der Boden besteht nur noch aus glühenden Kohlen.

Marie-Chantal von Griechenland: Um 4 Uhr morgens dreht der Wind

Ein Bataillon von Feuerwehrleuten wird in die Anlagen des Palastes entsandt. Sie bekämpfen das Feuer die ganze Nacht hindurch. Doch umsonst, ihre Bemühungen sind ein Tropfen auf den heißen Stein. Gegen vier Uhr Ortszeit dann die unerwartete Rettung: Der Wind dreht, das Feuer bewegt sich nun weg vom Schloss. Die Feuerwehr geht vorsichtig davon aus, dass der Palast nun nicht mehr in unmittelbarer Gefahr ist. Die königliche Familie um Marie-Chantal dürfte sich zu diesem Zeitpunkt erleichtert in den Armen liegen.

Marie-Chantal von Griechenland: Liegt die Rettung der Kulturschätze am Herzen

Auch wenn zum Glück kein Leben bedroht ist,– unter dem kulturellen Aspekt geht es um unersetzliche Zeitdokumente. Der Palast beherbergt mehr als 100.000 registrierte wichtige historische Objekte. Die evakuierten Objekte werden erst zurückgebracht, wenn der Palast völlig außer Gefahr ist. Es ist noch nicht abzusehen, wie groß der Schaden am königlichen Friedhof ist, aber Zeugen haben griechischen Medien berichtet, dass große Teile des königlichen Parks um den Palast herum vollständig niedergebrannt sind.

Der Tatoi-Palast war die Sommerresidenz der ehemaligen griechischen Königsfamilie und später der Hauptsitz. Das Gebiet ist ein dicht bewaldeter, nach Südosten ausgerichteter Hang des Berges Parnitha. Im Juni 2007 erklärte die griechische Regierung, sie beabsichtige, den ehemaligen Palast und das Gelände in ein Museum umzuwandeln. Der Palast wird derzeit umfassend restauriert.

„Diese Wälder sind der Sauerstoff unseres Landes und wir müssen sie schützen und lieben. Griechenland ist immer in meinem Herzen ♥️ #prayingforgreece“, schließ Marie-Chantal ihren Instagram-Post, die nach 26 glücklichen Ehejahren mit ihrem Mann leidet, als lägen ihre Ahnen in den abgebrannten Gräbern.

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