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Polizei schaltet sich ein: War Herzogin Kates Besuch bei der Mahnwache für Sarah Everard illegal?

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Von: Eva-Maria Moosmüller

Vor wenigen Wochen hat Herzogin Kate an einer Mahnwache für die getötete Britin Sarah Everard teilgenommen. War ihr Besuch auch Corona-konform?

London – Mit ihrer Teilnahme an der Mahnwache für Sarah Everard bewies Herzogin Kate (39) Herz, Mitgefühl und Nahbarkeit. Kurz nach der Veranstaltung stand aber plötzlich die Frage im Raum, ob die Ehefrau von Prinz William (38) mit ihrem Erscheinen gegen die geltenden Corona-Regeln verstoßen habe.

Polizei schaltet sich ein: War Herzogin Kates Besuch bei der Mahnwache für Sarah Everard illegal?

Anfang März wurde in einem Wald in Ashford die Leiche der jungen Britin Sarah Everard (33, † 2021) gefunden. Everard war nach einem Besuch bei einer Freundin nicht mehr nach Hause gekommen. Nach einer erfolglosen Suche war wenig später klar, dass sie auf gewaltsame Weise aus dem Leben gerissen wurde. Bekundungen der Trauer und des Entsetzens über den schrecklichen Vorfall beherrschten über Tage die internationale Presse und die sozialen Medien.

In der britischen Hauptstadt fand am 13. März im Park Clapham Common eine Mahnwache für die Verstorbene statt. Hunderte Menschen hatten, trotz Beschränkungen und Verboten aufgrund der Corona-Pandemie, daran teilgenommen – darunter auch Herzogin Kate. Die Ehefrau von Prinz William war unangekündigt bei der Veranstaltung erschienen und hatte Blumen zum Andenken an Everard niedergelegt.

Herzogin Kate trägt ein weißes Oberteil, darüber einen dunklen Blazer und sie schaut zur Seite (Symbolbild).
Diskussionen um die Anwesenheit von Herzogin Kate bei der Mahnwache für Sarah Everard: Jetzt spricht die Polizei (Symbolbild). © dpa/PA Wire/Chris Jackson

Polizei schaltet sich ein: Hat sich Kate an die Corona-Regeln gehalten?

Bei der Mahnwache kam es später zu einem größeren Polizeieinsatz, bei dem mehrere Menschen festgenommen wurden. Scotland Yard sah sich zu dem Eingreifen gezwungen, da die Veranstaltung nicht mit den zu diesem Zeitpunkt geltenden Corona-Bestimmungen und Abstandsregeln konform war. Seither steht die Behörde für ihr hartes Durchgreifen schwer in der Kritik*.

Hat nun also auch Herzogin Kate gegen das Gesetz verstoßen und muss mit Konsequenzen rechnen? Die Polizei sagt nein! Wie „Royal Central“ schreibt, gehe man davon aus, dass der Besuch der Herzogin als Arbeit zu verbuchen sei. „Sie war im Rahmen ihrer königlichen Pflichten unterwegs, sie hat also gearbeitet“, zitiert das Online-Portal die Kommissarin Cressida Dick.

Weitere Folgen wird Kates Anwesenheit bei der Mahnwache demnach nicht haben – obwohl seitens des britischen Königshauses kein offizieller Termin für die Herzogin an diesem Tag angesetzt war. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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