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Herzogin Meghan: Sie kämpfte um ihre Privatsphäre – und bekam Recht

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Von: Annemarie Göbbel

Herzogin Meghan siegt in Berufung im Kampf mit der britischen Presse um den Abdruck eines Briefes an Vater Thomas Markle. Erste Worte nach dem Urteil stimmen nachdenklich.

Update vom 27. Dezember, 12:43 Uhr:  „Mail on Sunday“ druckt eine Entschuldigung an die Herzogin von Sussex (40) auf der Titelseite, wie es in mehreren Urteilen gefordert wurde. Die Privatsphäre von Herzogin Meghans wurde verletzt, indem sie Teile eines fünfseitigen Briefes abdruckten, den sie kurz nach ihrer königlichen Hochzeit mit Prinz Harry (37) im Mai 2018 an ihren Vater schrieb.

„Die Herzogin von Sussex gewinnt ihren Rechtsstreit gegen Associated Newspapers wegen Urheberrechtsverletzungen für Artikel, die in der ,Mail on Sunday‘ veröffentlicht und auf ,Mail Online‘ gepostet wurden“, hieß es jetzt auf der Titelseite.

Herzogin Meghan Nahaufnahme mit offenen Haaren und leichtem Lächeln (Symbolbild).
Herzogin Meghan hat ihr Recht vor Gericht durchgesetzt (Symbolbild). © Yui Mok/dpa

„Nach einer Anhörung am 19. und 20. Januar 2021 und einer weiteren Anhörung am 5. Mai 2021 hat das Gericht ein Urteil zugunsten der Herzogin von Sussex in ihrer Klage wegen Urheberrechtsverletzung gefällt. Das Gericht stellte fest, dass Associated Newspapers ihr Urheberrecht durch die Veröffentlichung von Auszügen ihres handgeschriebenen Briefes an ihren Vater in ,The Mail on Sunday‘ und auf ,Mail Online‘ verletzt hat. Es wurde eine finanzielle Entschädigung vereinbart“, heißt es in der öffentlichen Entschuldigung auf Seite 3.

Erstmeldung vom 3. Dezember, 11:06 Uhr: London – Die Herzogin von Sussex (40) hat einen langwierigen Rechtsstreit mit den Herausgebern der „Mail on Sunday“ zu ihren Gunsten entscheiden können. Sie errang den Sieg bei ihrer Klage gegen „Associated Newspapers“ wegen Verletzung der Privatsphäre und des Urheberrechts vor dem Berufungsgericht in London. Teile eines privaten Briefes an ihren Vater Thomas Markle (77) waren abgedruckt worden.

Die frühere „Suits“-Darstellerin hatte ihren Sieg hartnäckig verfolgt und mühsam durchgefochten.

Herzogin Meghan: Sie kämpfte um ihre Privatsphäre – und bekam Recht

Es sei nicht nur ihr Sieg, sagte Herzogin Meghan nach der Urteilsverkündung. Es sei ein Sieg „für alle, die je gezögert hätten, für ihr Recht einzutreten“.

Herzogin Meghan strahlt vor Freude (Symbolbild).
Herzogin Meghan hat Grund zur Freude: Ihr Durchhalten hat sich gelohnt (Symbolbild). © Paul Marriott/Imago

Konkret bedeutet die Entscheidung, dass der Fall nicht vor Gericht verhandelt wird und Meghan nun mit einer beträchtlichen finanziellen Entschädigung von der Zeitungsgruppe sowie mit einer Entschuldigung auf der Titelseite und der Homepage von „Mail Online“ rechnen kann.

Sie hoffe, ihr Präzedenzfall helfe, um den Boulevardjournalismus umzugestalten, der Menschen dazu brächte, grausam zu sein und von Lügen und Schmerz zu profitieren, die sie selbst verursachten, fuhr sie fort.

Herzogin Meghan: Sie will die Boulevard-Industrie verändern

In ihrer Erklärung warf die Ehefrau Prinz Harrys (37) der Presse vor, den Fall verkompliziert zu haben, um aus Profitgier mehr Schlagzeilen zu erzeugen. „In den fast drei Jahren, die seit Beginn dieser Angelegenheit vergangen sind, habe ich Täuschung, Einschüchterung und kalkulierte Angriffe geduldig ertragen“, teilte sie mit.

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Aus einer SMS, die Meghan an den ehemaligen Kommunikationssekretär Jason Knauf schickte, geht ihre Motivation für den Brief an den Vater hervor. „Selbst nach einer Woche mit seinem Vater [Prinz Charles] und einer endlosen Erklärung der Situation scheint seine [Prinz Harrys] Familie den Kontext zu vergessen – und bleibt bei: ‚Kann sie nicht einfach zu ihm [Meghans Vater] gehen und dafür sorgen, dass es aufhört?‘“ Sie hätte Prinz Harry zur Seite stehen wollen.

Herzogin Meghan: Berufungsrichter Vos behält den Fokus im Blick

Sir Geoffrey Vos bestätigte Richter Warbys Entscheidung, „dass die Herzogin eine angemessene Erwartung an die Privatsphäre in Bezug auf den Briefinhalt gehabt hätte“ und erklärte damit jene „Beweis“-SMS zum Nebenschauplatz.

Der Fall wird nun an den High Court zurückverwiesen, um Schadenersatzansprüche zu klären. Mit dem Urteil ist das Gerichtsverfahren aber abgeschlossen.

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