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Sussex-Baby Lilibet Diana: Wird sie später eine Prinzessin sein?

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Von: Annemarie Göbbel

Herzogin Meghan und Prinz Harry sorgen einmal mehr für Verwirrung, dabei ist das königliche Protokoll zwar nicht leicht zu durchschauen, aber eindeutig.

Montecito – Vor wenigen Tagen hat die kleine Lilibet Diana das Licht der Welt erblickt. Wie ihr Bruder Archie Harrison (2) hat sie keinen offiziellen Titel, beide Kinder des Herzogspaares Sussex haben den wohlklingenden aber einfachen Nachnamen: Mountbatten-Windsor.

Eine komplizierte royale Regel, die auf George V. (70, † 1936) zurückgeht, hat jedoch viele Diskussionen darüber ausgelöst, ob den Kindern nicht doch ein HRH-Titel zusteht.

Sussex-Baby Lilibet Diana: Wird sie später eine Prinzessin sein?

In dem von König Georg V., dem Großvater der Queen (95), unterzeichneten Patentschreiben von 1917 heißt es, dass nur königliche Nachkommen, die in der direkten Erbfolge stehen, zu Prinz oder Prinzessin ernannt werden können und den Titel „Seine oder Ihre Königliche Hoheit“ (HRH) erhalten.

Herzogin Meghan steht neben Prinz Harry.

Inzwischen hat sich geklärt, ob die Tochter Herzogin Meghans und Prinz Harrys einen Titel tragen darf. © dpa/Dominic Lipinski

Im Wortlaut (dt.) von damals werden die alten Zeiten spürbar: „… die Enkelkinder der Söhne eines solchen Souveräns in direkter männlicher Linie (außer dem ältesten lebenden Sohn des ältesten Sohnes des Prinzen von Wales) sollen bei allen Gelegenheiten den Stil und Titel haben und genießen, den die Kinder der Herzöge dieser unserer Reiche genießen.“

Nach diesen Regeln wäre nur der älteste Sohn von Prinz William (38) und Herzogin Kate (39), Prinz „Georgie“ George (7), als Urenkel der Monarchin in direkter Thronfolge berechtigt, ein Prinz zu sein.

Das fand Königin Elizabeth II. nicht zeitgemäß, sodass sie 2013 vorausschauend noch vor Georges Geburt ein Patentschreiben erließ, um sicherzustellen, dass alle Kinder ihres Enkels Prinz William, dem zukünftigen Monarchen, einen angemessenen Titel erhalten werden.

Aber selbst nach den strengen Regeln von George V. hätte Archie das Recht, ein HRH oder ein Prinz zu sein, wenn sein Großvater Charles, der Prinz von Wales (72), der Queen auf den Thron folgt. Nur durch den Erlass der Königin steht der kleinen Lilibet Diana später das gleiche Recht zu.

Lilibet Diana: Eine Andeutung ihrer Eltern stiftete Verwirrung

Die Kontroverse ausgelöst hatte eine Aussage Herzogin Meghans (39) und Prinz Harrys (36) im Interview mit Oprah Winfrey (67) mit der Andeutung, dass „die Regeln geändert wurden“ und sie dadurch herabgestuft worden seien.

Prinz Harrys und Meghans neugeborene Baby-Tochter ist also nicht von Geburt an eine Prinzessin, aber sie hat das Recht eine zu werden, wenn die Königin stirbt.

Als die Herzogin von Sussex der Talkshow-Moderatorin sagte: „In diesen Monaten, als ich schwanger war, also ungefähr zur gleichen Zeit, hatten wir immer wieder die gleiche Konversation darüber, dass wir keine Sicherheit und keinen Titel bekommen würden. Es wurden auch Bedenken geäußert und Gespräche darüber geführt, wie dunkel seine (Archies) Haut sein könnte, wenn er auf die Welt kommt.“

Der letzte Satz war Sprengstoff, da er einen Rassismusvorwurf an das Königshaus darstellt, sodass Winfrey dort einhakte und der erste Teil der Aussage Meghans zur Titelvergabe nicht sofort hinterfragt wurde.

Am Schluss aller Kontroversen gibt es nur ein Ergebnis und eine Antwort: Ja, sowohl Archie, als auch Lilibet Diana werden zu Prinz und Prinzessin, wenn Charles König wird.

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