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Der Hochzeitsschmuck von Lady Di: Ihre Spencer-Tiara und ihre Ohrringe

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Der Hochzeitsschmuck von Lady Di war teilweise eine Leihgabe ihrer Eltern. Während die Spencer-Tiara im Besitz ihres Vaters stand, stammten die Ohrringe von ihrer Mutter.

London – Am 29. Juli 1982 wurden der britische Thronfolger Prinz Charles und Lady Diana Spencer in der St. Paul’s Cathedral getraut. Auf der ganzen Welt verfolgten Fernsehzuschauer die Hochzeit des Jahrzehnts am Bildschirm. Neben dem opulenten Brautkleid im typischen Stil der 80er-Jahre lag das Hauptaugenmerk auf dem Hochzeitsschmuck von Lady Di. Dabei fiel sofort auf, dass die Prinzessin im Vergleich zu anderen royalen Bräuten nur wenige Schmuckstücke trug. Ihr Hochzeitsschmuck war auch vom Design her zurückhaltend. Auf diese Weise kam das von Modekritikern als sensationell gefeierte Brautkleid optimal zur Geltung.

Der Hochzeitsschmuck von Lady Di: Die Spencer-Tiara

Lady Diana stammte aus der Spencer-Familie, einem alten englischen Adelsgeschlecht. Zu deren Besitz gehört die Spencer-Tiara, die Lady Di während der Trauungszeremonie trug. Dabei handelte es sich um ein Diadem, dessen Geschichte bis weit ins 18. Jahrhundert zurückreicht. Das Stück wurde jedoch mehrfach umgearbeitet, auch Juwelen als anderen Schmuckteilen wurden in die Spencer-Tiara integriert. Ihre heutige Form erhielt die Tiara erst im Jahre 1935. Das Diadem zeigt die folgenden Schmuckelemente:

Obwohl Diana von ihrer Schwiegermutter Queen Elizabeth II. mehrere Diademe als Leihgabe erhalten hatte, trug sie auch in den folgenden Jahren bevorzugt die Spencer-Tiara. Sie schätzte neben dem Design vor allem deren geringes Gewicht. Sogar über mehrere Stunden konnte sie die Tiara ohne Schwierigkeiten tragen.

Prinz Charles küsst die Hand seiner Braut Prinzessin Diana.
Prinzessin Diana und Prinz Charles zeigen sich nach ihrer Hochzeit dem Volk. © Imago/ United Archives International

Der Hochzeitsschmuck von Lady Di: Die Ohrringe

Für ihre Hochzeit lieh sich Diana die Ohrringe ihrer Mutter, Frances Shand Kydd Sie bestehen aus jeweils einem großen Diamanten in Birnenform, der von 50 kleineren Diamanten eingerahmt wird. Nach ihrer Trauung trug Lady Di diese Stücke nie wieder. Stattdessen zeigte sich ihre Mutter bei verschiedenen Gelegenheiten mit diesem Ohrschmuck, unter anderem bei der Beerdigung von Prinzessin Diana im Jahre 1997. Nachdem Frances Shand Kydd im Jahre 2004 verstorben war, erbte ihre älteste Tochter, Lady Sarah McCorquodale, den ehemaligen Hochzeitsschmuck von Lady Di.

Der Hochzeitsschmuck von Lady Di: Ihr Verlobungsring

Lady Di trug darüber hinaus ihren Verlobungsring, den Charles ihr im Februar 1981 geschenkt hatte. Er besteht aus einem großen, 12-karätigen, ovalen Ceylon-Saphir in strahlendem Blau, der von 14 Diamanten gerahmt wird. Der Ring ist in 18-karätigem Weißgold gefasst.

Nach Dianas Tod teilten ihre Söhne Prinz William und Prinz Harry die Schmuckstücke untereinander auf. Dabei entschied sich Harry für den Verlobungsring als Andenken an seine verstorbene Mutter. Als sich William im November 2010 mit Kate Middleton verlobte, überließ Harry seinem Bruder den Verlobungsring, den dieser seiner Verlobten schenkte. Herzogin Kate schätzt ihren Verlobungsring sehr und trägt ihn auch nach ihrer Eheschließung häufig zu vielen verschiedenen Gelegenheiten. Obwohl dieses Stück, genau wie der sehr ähnliche Verlobungsring von Sarah Ferguson, dem Stil der damaligen Epoche entspricht, wirkt er mit schlichter Kleidung kombiniert heute zeitlos.

Der Hochzeitsschmuck von Lady Di: Der Wert der einzelnen Stücke

Lediglich für den Verlobungsring sind präzise Preisangaben öffentlich zugänglich. Der Ring wurde vom Londoner Juwelierhaus Garrard entworfen und hergestellt, das damals dem britischen Königshaus als Hoflieferant beziehungsweise -juwelier diente. Als Prinz Charles den Ring für seine zukünftige Frau kaufte, kostete er rund 28.000 Pfund Sterling, was heute umgerechnet etwa 32.000 Euro entspricht. Diana selbst hatte den Saphirring aus einer Kollektion von Ringen ausgewählt, die ihr vorgelegt wurden.

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