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Prinz Andrew: Infos zu seiner Ehe mit Sarah Ferguson, seiner Familie und dem Epstein-Skandal

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Von: Eva-Maria Moosmüller

Prinz Andrew hat in seinem über 60-jährigen Leben für mehrere Skandale gesorgt. Als junger Mann war er für seinen ausschweifenden Lebensstil und zahlreiche Affären bekannt.

London – Am 16. November 2019 strahlte der britische Sender BBC ein Interview mit Prinz Andrew aus. In diesem Gespräch äußerte sich der Herzog von York ausführlich zu den Vorwürfen, die gegen ihn in Zusammenhang mit dem Skandal um den mittlerweile im Gefängnis ums Leben gekommenen Jeffrey Epstein erhoben wurden. Prinz Andrew bestritt alle ihm zur Last gelegten Verfehlungen, machte dabei jedoch keine besonders überzeugende Figur. Als Folge trat er nur drei Tage später von allen offiziellen Ämtern zurück und tritt seitdem nicht mehr als Repräsentant des englischen Königshauses auf.

Prinz Andrew: Seine Kindheit und Schulzeit

Als drittes Kind von Queen Elizabeth II. und Prinz Philip, nach Prinz Charles und Prinzessin Anne, kam Prinz Andrew am 19. Februar 1960 im Buckingham-Palast zur Welt. Am 08. April desselben Jahres wurde er vom damaligen Erzbischof von Canterbury, Geoffrey Fisher, ebendort getauft. Wie bei seinen Geschwistern übernahm auch bei ihm eine Gouvernante die ersten Jahre der Erziehung. Anschließend besuchte er die Heatherdown School im südenglischen Ascot. Ab 1973 setzte er, wie zuvor sein Vater und älterer Bruder Charles, seine schulische Ausbildung in Gordonstoun im nördlichen Schottland fort. An dieser Schule legte er 1979 seine A-Levels in den Fächern Geschichte, Englisch und Wirtschaft ab.

Prinz Andrew knöpft sich sein Sakko zu und schaut zur Seite.
Nach dem Epstein-Skandal hat sich Prinz Andrew weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. © dpa / Swen Pförtner

Prinz Andrew: Ausbildung und militärische Laufbahn

Im April 1979 trat Prinz Andrew in die Royal Navy ein und begann seine Ausbildung zum Kampfpiloten am Royal Naval College Flight. Er erwarb Lizenzen für das Fliegen mehrere Helikopter-Typen. 1982 kam es zum Ausbruch des Falklandkriegs zwischen Argentinien und England. Prinz Andrew nahm an Bord des Flugzeugträgers Invincible an den Kampfhandlungen teil. Er flog mehrere Einsätze auf Sea-King-Hubschraubern. Bei der Rückkehr der Invincible wurden er und seine Kameraden von einer jubelnden Menge und seinen Eltern in Portsmouth begrüßt.

Andrews militärische Laufbahn weist danach unter anderem die folgenden Stationen auf:

2001 schied er schließlich aus dem aktiven Militärdienst aus.

Prinz Andrew: Ehe und Familie

Nachdem Prinz Andrew als junger Mann Beziehungen zu mehreren als nicht-standesgemäß angesehenen Damen unterhalten hatte, unter anderem zu der US-amerikanischen Schauspielerin Koo Stark, heiratete er 1986 Sarah „Fergie“ Ferguson. Zu seiner Hochzeit verlieh ihm seine Mutter den Titel Herzog von York. Seine Frau durfte sich ab der Vermählung Herzogin von York nennen. Sein eigenes Wappen hatte Prinz Andrew bereits im Jahre 1963 erhalten. Fergie und Andrew bekamen zusammen zwei Töchter, Beatrice Elizabeth Mary und Eugenie Victoria Helena. Die Ehe von Prinz Andrew und Sarah Ferguson scheiterte jedoch schon bald und das Paar ließ sich im Mai 1996 scheiden.

Seine jüngere Tochter Eugenie machte Prinz Andrew durch die Geburt ihres Sohnes August Philip Hawke im Februar 2021 erstmals zum Großvater.

Prinz Andrew: Verstrickung in den Epstein-Skandal

Prinz Andrew war über Jahrzehnte eng mit dem US-Investmentbanker Jeffrey Epstein und dessen Partnerin Ghislaine Maxwell befreundet. Beide waren in einen großen Missbrauchsskandal verwickelt: Epstein und Maxwell unterhielten einen internationalen Prostitutionsring für die Vermittlung minderjähriger Mädchen zu Missbrauchszwecken. Die freundschaftliche Verbindung des Herzogs von York zu den beiden und seine, von Beobachtern als unangemessen wahrgenommene, Reaktion auf den Skandal führten schließlich zum Ende seiner sämtlichen repräsentativen Aufgaben für die britische Krone im Jahr 2019. Seither hat sich Prinz Andrew weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

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