1. 24royal
  2. Großbritannien

Prinz Harry: Darum kämpft er so vehement gegen Fake News im Netz

Erstellt:

Von: Annemarie Göbbel

Kaum ein Thema treibt Prinz Harry so um, wie Falschmeldungen im Netz und den Schaden, den sie anrichten. Kein Wunder, er selbst hat bittere Erfahrungen machen müssen.

Montecito – Der Herzog von Sussex ist einer von 15 Beauftragten, die im Auftrag des Aspen-Instituts in Washington, D.C. eine sechsmonatige Studie über die digitale „Lawine von Fehlinformationen“ durchgeführt haben. Das Ergebnis präsentierte Prinz Harry (37) kürzlich auf der Archewell-Webseite. Das Team hat eine „Liste mit 15 spezifischen Empfehlungen für Verantwortliche im öffentlichen, privaten und gemeinnützigen Sektor“ erstellt.

Prinz Harry: Darum kämpft er so vehement gegen Fake News im Netz

Im Bericht fordern Prinz Harry und seine Mitstreiter unter anderem „mehr Transparenz und Offenlegung in den sozialen Medien“ und „Ideen, um den Zusammenbruch des Lokaljournalismus und die Erosion vertrauenswürdiger Medien aufzuhalten“.

Prinz Harry trägt einen dunklen Anzug und schaut, als blicke er in sich hinein (Symbolbild).
Prinz Harry verfolgt konsequent sein Netzwerk-Thema (Symbolbild). © Lev Radin/Imago

In weiteren Punkten des Berichts fallen Phrasen wie „Verbesserung des Bürgerdialogs“ und „Widerstand gegen das Ungleichgewichts der Informationsmacht“ sowie eine „Rechenschaftspflicht für „Superverbreiter“ von Online-Lügen“. Das ist weder neutral noch sachlich formuliert.

Beides ist nicht sein Antrieb. Das spiegeln auch seine Aussagen beim Wired-Online-Event wider, zu dem Prinz Harry als Redner zum Thema „Internet-Lügenmaschine“ geladen war. Dort zeigte der zweifache Vater, wie ernst er Fehlinformationen und Medienmanipulation nimmt. Man spürt es unwillkürlich: Für ihn ist das etwas Persönliches.

Noch mehr spannende Adels-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Prinz Harry: Seine Abneigung gegen Fake News festigt sich in seiner Kindheit

„Ich habe schon sehr früh gelernt, dass die Anreize für das Publizieren nicht unbedingt mit den Anreizen für die Wahrheit übereinstimmen“, sagte Harry. „Sie [die britische Presse] haben erfolgreich faktenbasierte Nachrichten in meinungsbasierten Klatsch verwandelt - mit verheerenden Folgen“, fügte er hinzu.

Er kenne die Geschichten nur zu gut. Er habe seine Mutter [Prinzessin Diana (36, † 1997)] durch den selbst geschaffenen Irrsinn verloren und er sei natürlich entschlossen, die Mutter seiner Kinder nicht durch Ähnliches zu verlieren.

Der Vorstoß des Herzogs zur Bekämpfung von Fake News könnte allerdings für Aufsehen sorgen, da er und Herzogin Meghan (40) auch schon häufiger beschuldigt wurden, fragwürdige Aussagen gemacht zu haben. 

Fakt ist: Prinz Harry drohte der BBC mit rechtlichen Konsequenzen, nachdem sie berichtet hatten, er hätte Queen Elizabeth II. (95) nicht um Erlaubnis gebeten, seine Tochter Lilibet zu nennen.

Auch interessant