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Prinz Harry: Kritik an Vater Charles wegen Beziehung zu Saudi-Milliardär

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Von: Luisa Billmayer

Prinz Harry hat in einem Zeitungsinterview Vorwürfe erhoben, die für seinen Vater Prinz Charles nicht leicht zu verdauen sein könnten.

London - Das Verhältnis zwischen Prinz Harry und dessen Vater Prinz Charles gilt seit Harrys Abkehr vom Königshaus als angeknackst. Vor allem das Interview, das der Prinz und seine Frau Meghan Oprah gegeben haben, und die Vorwürfe, die die beiden darin machten, dürften das Verhältnis belasten.

Prinz Harry: Kritik an Vater Charles wegen Beziehung zu Saudi-Milliardär

Nun soll der Konflikt eine neue Wendung bekommen haben. Wie die britische Boulevardzeitung The Sun berichtet, soll es um den saudischen Geschäftsmann Mahfouz Marei Mubarak bin Mahfouz gehen. Sowohl Harry als auch Charles stehen bzw. standen mit Mahfouz in Verbindung. Medienberichten zufolge soll er Prinz Harrys Wohltätigkeitsverein Sentebale mit 50.000 Britischen Pfund unterstützt haben. Auch an Charles Organisation The Prince‘s Foundation soll der saudische Milliardär hohe Summen gespendet haben. Prinz Charles verlieh dem Milliardär 2016 das sogenannte CBE (Most Excellent Order of the British Empire), eine hohe Auszeichnung, die für besondere Leistung in Kunst, Wissenschaft oder Wohlfahrt verliehen wird. Er soll insgesamt 1.5 Millionen Britische Pfund an royale Charity-Verbände gespendet haben.

Am Sonntag hat Harry in der britischen Zeitung The Sunday Times „Bedenken“ wegen der Spendenbeziehung zwischen seinem Vater und Mahfouz geäußert. Sich selbst sieht er jedoch nicht in der Schuld. Harry erklärte, er habe bereits 2015 seine Verbindung zu dem Spender beendet - weil er dessen Motiven nicht traue.

Prinz Harry vor seiner Abkehr vom Königshaus mit seinem Vater Prinz Charles. (Symbolbild)
Prinz Harry vor seiner Abkehr vom Königshaus mit seinem Vater Prinz Charles. (Symbolbild) © Steve Parsons/dpa

Prinz Harry: Seine Beschuldigung könnten dem zukünftigen König schaden

The Sun will von anonymen Quellen erfahren haben, Prinz Charles wolle „ein würdevolles Schweigen“ bewahren, weil er befürchte, ein öffentlicher Konflikt könne ihm schaden. Persönlich getroffen haben sich Vater und Sohn laut der Zeitung zuletzt vor rund acht Monaten. Harry war zur Beerdigung seines Großvaters Prinz Philip nach England gereist. Seit Harrys und Megans Umzug in die USA soll es nur noch wenige „angespannte“ Telefonate geben. Werden sie sich an Weihnachten sehen? Die Queen hat Harry zumindest nach England eingeladen.

Weiter will die Zeitung mit einem Freund von Prinz Charles gesprochen haben. Demnach sei der zukünftige König zutiefst schockiert und enttäuscht von Harrys Äußerungen zu den saudischen Spenden. „Es gibt Befürchtungen, dass diese Episode mit Mahfouz sogar ein Kapitel in Harrys Autobiografie werden könnte“, erzählte der Freund weiter.

„Dieser Angriff war schädlicher als die Angriffe auf Charles‘ Erziehungsfähigkeiten, weil er die Art und Weise, wie er seine Geschäfte führt, infrage stellte, was für den zukünftigen König viel schädlicher ist.“ Der Charles-Vertraute bezieht sich dabei auf eine Aussage, die Harry in einem US-Podcast gegeben hat. Er sei in die USA gezogen, um den „Kreislauf“ des „Schmerzes“ unter dem er als Kind gelitten habe zu brechen. Mit der Aussage „Er behandelte mich so, wie er selbst behandelt wurde“, kritisierte Harry nicht nur seinen Vater Charles, sondern auch die Queen und Prinz Philip. (lb) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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