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Prinz Philip: Rätselraten um sein Testament – wer erbt sein Vermögen?

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Von: Annemarie Göbbel

Der Duke of Edinburgh hinterlässt mehrere Millionen. Politiker fordern die Offenlegung des Testaments, doch die Queen könnte auf Geheimhaltung bestehen.

London – Obwohl die britische Königsfamilie weitgehend die royalen Geschäfte wieder aufgenommen hat, ist die Trauer über den Verlust Prinz Philips (99, † 2021) ein ständiger Begleiter.

Doch einen Monat nach der Beisetzung auf Schloss Windsor werden Forderungen nach der Veröffentlichung des Testaments laut. Britische Politiker haben ihre Befürchtungen geäußert, der Nachlass des verstorbenen Prinzgemahls könnte geheim bleiben. Der Labour-Abgeordnete Lord Berkeley (81) hat laut „The Sun“ Palast und Richter nun um die Freigabe des Testaments gebeten.

Prinz Philip: Rätselraten um sein Testament. Wer erbt sein Vermögen?

Nichts spricht dagegen, die Formalien sind geklärt, die Sterbeurkunde weist die tatsächliche Todesursache aus, die Trauerfeier ging nach den Wünschen des Duke von Edinburgh vonstatten. Prinz Philip hat vieles zu Lebzeiten verfügt. So etwa den Ablauf und die musikalische Untermalung der Beerdigungszeremonie. Der Ehemann der Queen übergab seine geliebten Ponys und die Pferdekutsche in die Hände seiner 17-jährigen Enkelin, Lady Louise, die seine Leidenschaft zum Kutschenfahren teilte. Auch die beiden schwarzen Ponys, Balmoral Nevis und Notlaw Storm, hätte der Herzog ihr laut der britischen Dailymail vererbt.

Bei so viel Voraussicht wäre es ein Wunder, wenn Prinz Philip sich nicht um sein Testament gekümmert haben sollte. Der Herzog von Edinburgh soll ein geschätztes Vermögen von 30 Millionen britischen Pfund (rund 35 Millionen Euro) hinterlassen haben. Wem wird das nun zufallen? Der britischen Königin Elizabeth II. (95), seiner Ehefrau? Seinen Kindern? Seinen Enkel? Wird ein Teil gespendet? Diese Fragen sind derzeit offen.

Prinz Philip trägt Sakko, Hemd und Krawatte und winkt.

Prinz Philips Beerdigungszeremonie fand am 17. April auf Schloss Windsor statt. © Adrian Dennis/dpa

Prinz Philip: Müssen die Details seines Testaments offengelegt werden?

Aus dem Justizministerium (Ministry of Justice, MoJ) war auf Anfrage zu hören, dass die Vertreter einer verstorbenen Person beantragen können, dass ein Testament privat bleibt, wenn es „unerwünschte oder anderweitig unangemessen“ wäre es publik zu machen. Royale Experten vermuten, dass diese allgemeine Regelung auch auf die königliche Familie zutrifft. Dann könnte die Queen ihr Veto einlegen.

Die Gegenseite vertritt die Ansicht, dass eine Person des öffentlichen Lebens, wie Prinz Philip es war, zur testamentarischen Transparenz verpflichtet ist, um Betrug auszuschließen. Royale Experten schätzen die nach 73 Ehejahren verwitwete Monarchin jedoch so ein, dass sie von diesem Recht keinen Gebrauch machen wird. Der Buckingham Palast wurde bereits um einen Kommentar gebeten.

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