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Prinz Philip: Die Sterbeurkunde klärt die tatsächliche Todesursache

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Von: Annemarie Göbbel

Der Tod von Prinz Philip wurde nun von Sir Huw Thomas, dem Chef des königlichen medizinischen Haushalts und dem Leibarzt der Königin, offiziell bestätigt.

Windsor – Queen Elizabeth II. (95) war an seiner Seite, als Prinz Philip im Alter von 99 Jahren am 9. April für immer die Augen schloss. Der letzte Schritt ist nun getan, die Sterbeurkunde soll nun die wirkliche Todesursache bestätigen, die auf dem Totenschein angegeben war.

Prinz Philip sei, so hieß es in der Todesmeldung, auf Schloss Windsor im Beisein der Queen in seinen Privaträumen „friedlich eingeschlafen“, so das offizielle Statement des Buckingham Palastes. Was das im Detail bedeutet berichtet der Chef des medizinischen Haushalts und persönlichen Leibarzt der Queen, Sir Huw Jeremy Wyndham Thomas (63) in den offiziellen Akten gegenüber People. Der Duke von Edinburgh starb – trotz eines Krankenhausaufenthalts im Vorfeld – an Altersschwäche. Doch was bedeutet das konkret?

Der Begriff „Altersschwäche“ wird als Formulierung akzeptiert, wenn ein Patient „in hohem Alter“, also über 80 Jahre alt ist und über einen langen Zeitraum von Ärzten betreut wurde, berichtet der britische „The Telegraph“. In geschwächtem Zustand kann im hohen Alter schon der Ausfall eines Organs die anderen theoretisch schnell zu Fall bringen, so lässt sich die Ursache auf medizinischen Seiten nachlesen.

Prinz Philip: Die Sterbeurkunde klärt die tatsächliche Todesursache

Prinz Philip trägt Sakko, Hemd und Krawatte und winkt.
Prinz Philips Beerdigungszeremonie fand am 17. April auf Schloss Windsor statt. © Adrian Dennis/dpa

Prinz Philip, der im Juni 100 Jahre alt geworden wäre, hatte in den letzten Jahren zunehmend mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, was dazu geführt hatte, dass er sich im August 2017 von seinen öffentlichen Aufgaben zurückgezogen hatte. Traditionelle Auftritte an der Seite der Monarchin wie den Gottesdienst am Ostersonntag, hatte er spontan abgesagt. Danach wurde bekannt, dass sich Prinz Philip einer Hüftoperation unterzogen hatte. Inzwischen mehren sich Stimmen, die sagen, dass sich auch die Queen zurückziehen will und sogar einen Umzug plant.*

Im Januar 2019 hatte das hochbetagte beliebte Mitglied der royalen Familie zudem einen Autounfall, der dazu führte, dass er freiwillig seinen Führerschein abgab. Im Dezember 2020 wurde er wegen einer „Vorerkrankung“ ins Krankenhaus eingeliefert, so hieß es damals seitens des Palastes.

Prinz Philip: In den letzten Jahren war der Duke zunehmend angeschlagen

Richtig erholt hat sich Prinz Philip seitdem nicht mehr. Am 16. Februar wurde er erneut ins King Edward VII Krankenhaus eingeliefert, zur Beobachtung, wie es hieß. Er hätte sich „unwohl gefühlt“ und werde „wegen einer Infektion behandelt“, so der offizielle Wortlaut des Buckingham-Palastes. Doch es wurde mit 28 Tagen Prinz Philips bisher längster Aufenthalt in einem Krankenhaus.

Zurück in Schloss Windsor wurde er bis zu seinem Tod von Sir Huw Thomas betreut. Sir Thomas wurde bereits 2005 zum Arzt des königlichen Haushalts berufen. Seit 2014 ist er dort Chef und der persönliche Arzt von Königin Elizabeth II.. Bei den Neujahrsehrungen 2021 war er zum Knight Commander of the Royal Victorian Order (KCVO) erhoben worden. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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