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Prinz Philip: Für diese Sprüche bleibt er ewig unvergessen

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Von: Eva-Maria Moosmüller

Der Tod von Prinz Philip hat den Hochadel um eine echte Ikone ärmer gemacht. Besonders für seinen trockenen Humor und seine lockeren Sprüche wird der „Duke of Hazard“ in Erinnerung bleiben. 

Windsor – Das Vereinigte Königreich trägt Trauer, die Flaggen wehen auf halbmast. Prinz Philip (99, † 2021) hinterlässt eine Lücke im Hochadel, die nicht zu füllen ist. Seine lockeren Sprüche und sein bissiger Humor werden unvergessen bleiben.

Prinz Philip: Sein Humor und seine Sprüche bleiben unvergessen

Wenn es einer in den vergangenen Jahrzehnten geschafft hat, der oftmals etwas angestaubt wirkenden Aristokratie etwas mehr Lockerheit zu verleihen, dann war es Prinz Philip. Der Ehemann von Queen Elizabeth II. (94) bekam nicht zuletzt wegen seiner derben Sprüche und seines schwarzen Humors den Spitznamen „Duke of Hazard“ (dt.: Herzog der Gefahr) verpasst.

Wir erinnern uns mit einem lachenden und einem weinenden Auge an seine kultigsten Fauxpas und seine trockensten Witze zurück, für die er auch oftmals (berechtigterweise) ordentlich Kritik einstecken musste.

Prinz Philip sitzt auf einem Kutschbock und lacht.

Prinz Philip schoss mit seinen Witzen manchmal über das Ziel hinaus. Das britische Volk liebte ihn trotzdem. ©  dpa /epa PA Fiona Hanson

Als Prinz Philip 1967 einmal gefragt wurde, ob er gerne die Sowjetunion besuchen würde, entgegnete er: „Ich würde sehr gerne nach Russland reisen – obwohl die Bastarde meine halbe Familie umgebracht haben.“

Zu einem britischen Touristen in Ungarn sagte Philip: „Sie können noch nicht so lange hier sein, sie haben noch keinen Bierbauch.“

Den britischen Kultsänger Sir Tom Jones (80) fragte er, ob er mit Kieselsteinen gurgle.

Einen Parkplatzwächter, der den Prinzen nicht erkannt hatte, bezeichnete Philip als „hirnlosen Blödmann“.

„Wie schaffen sie es, die Einheimischen so lange vom Alkohol fernzuhalten, dass sie die Prüfung bestehen?“, wollte der Herzog von Edinburgh von einem Fahrlehrer aus Schottland wissen.

Den damaligen deutschen Bundeskanzler Helmut Kohl (87, † 2017) begrüßte er 1997 mit den Worten „Willkommen, Herr Reichskanzler“.

Einem 13-jährigen Jungen, der dem Prinzen bei einem Treffen erzählte, er wolle einmal Astronaut werden, riet er, vorher etwas abzuspecken.

„Also, wer hier steht unter Drogen? Er dort sieht so aus, als stünde er unter Drogen“, ließ Philip gegenüber einem 14 Jahre alten Mitglied eines Jugendclubs los.

Bei einem Besuch im australischen Cairns erkundigte sich der Prinzgemahl bei den dortigen Ureinwohnern, ob sie mit Speeren aufeinander werfen würden.

Seine Ehefrau Queen Elizabeth II. (94) soll er bei ihrer Krönung 1953 gefragt haben, wo sie die Krone her hatte.

Zu einem besonderen Kunstwerk aus Äthiopien hatte Philip einst auch eine eigene Meinung: „Das sieht wie etwas aus, was meine Tochter aus dem Kunstunterricht aus der Schule mitbringen könnte“. Seine Tochter, Prinzessin Anne (70), war damals ein Teenager.

Bei einem Empfang auf Schloss Windsor fragte Prinz Philip einen Journalisten, was er hier wolle. Dieser entgegnete, er sei eingeladen worden. Philip darauf: „Naja, sie hätten ja aber nicht kommen müssen.“

Ganz unverblümt erkundigte er sich bei einem Rollstuhlfahrer in einem Pflegeheim, ob Menschen manchmal über ihn stolpern würden.

Dem Ex-Diktator Alfredo Stroessner (93, † 2006) bestätigte der Herzog von Edinburgh bei einem offiziellen Besuch in Paraguay, dass er sich freue, in einem Land zu sein, das nicht vom Volk regiert werde.

„Sie haben es also geschafft, hier nicht gegessen zu werden?“, fragte Philip, vermeintlich besorgt, einen britischen Backpacker in Papua-Neuguinea.

Prinz Philip: Die schärfsten Entgleisungen in Buchform

Prinz Philips verbale Entgleisungen haben es sogar schon vor längerer Zeit in mehrere Bücher geschafft. Sammlungen wie „Royally Incorrect: Die besten Sprüche von Philip, Prinz Fettnapf“ oder „The Wicked Wit of Prince Philip“ werden vermutlich nach dem Tod des Duke von Edinburgh nochmal zu Verkaufsschlagern werden.

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