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Seitenhieb gegen Queen Elizabeth: Prinz Harry trotzt mit offenem Brief

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Von: Anna Lehmer

Queen und Prinz Harry.
Prinz Harry wurden alle Ehrentitel aberkannt, nun schießt er gegen Queen Elizabeth in einem offenen Brief. © Julian Simmonds/dpa/The Daily Telegr via PA Wire

Seine Oma hat ihm alle militärischen Titel weggenommen, jetzt trotzt Prinz Harry der Queen. In einem offenen Brief lässt er seinem Ärger freien Lauf.

London - Prinz Harry war Soldat aus Leidenschaft. Zehn Jahre war er im Militärdienst tätig, kämpfte in Afghanistan und steigerte damit sein Ansehen in der britischen Bevölkerung. Er war seit 25 Jahren das erste Mitglied der königlichen Familie im Fronteinsatz und schreckte auch vor Kampfeinsätzen nicht zurück. 2015 verkündete er dann seinen Austritt aus der Armee, doch er blieb auch in den Folgejahren dem Militär verbunden. Umso schmerzvoller war der Verlust für ihn, als ihm seine Oma, die Queen, alle militärischen Titel aberkannt hat. Auch sämtliche königliche Schirmherrschaften wurden ihm entzogen, sodass Harry nur noch der Prinzentitel blieb. Ein Ärgernis für den 37-Jährigen, das er jetzt in einem Brief ausgedrückt hat.

Prinz Harry verpasst Queen Elizabeth einen Seitenhieb

Die Aberkennung aller Titel hat sich Prinz Harry selbst zuzuschreiben. Nachdem Herzogin Meghan (40) und Prinz Harry (37) den Rückzug von all ihren royalen Pflichten und damit den „Megxit“ verkündeten, zog Queen Elizabeth II. am 12. Februar die Konsequenzen. Seitdem befindet sich das britische Königshaus im ständigen Klinsch. Harry und Meghan wanderten in die Vereinigten Staaten aus und führten ein Leben fernab des royalen Trubels. Das Skandalinterview mit Oprah Winfrey setzte dem Streit die Krone auf, seitdem werfen sich die Parteien schlimme Dinge vor. Auch jetzt nutzte Prinz Harry die Gelegenheit, um seiner Oma einen Seitenhieb zu verpassen. In einem offenen Brief an die Familie des verstorbenen Soldaten Nathan Hunt zeigt Harry, wie tief ihn der Entzug der militärischen Titel getroffen hat.

In den zehn Jahren als Soldat flog Prinz Harry als Co-Pilot sogar Einsätze in Afghanistan.
In den zehn Jahren als Soldat flog Prinz Harry als Co-Pilot sogar Einsätze in Afghanistan. © dpa / John Stillwell, Pa Wire

Familie von verstorbenem Soldaten bittet Prinz Harry um Hilfe

Prinz Harry und Nathan Hunt († 39) waren 2008 in Afghanistan stationiert. Nach dem Tod des Soldaten wandte sich die Familie des Verstorbenen verzweifelt an den Herzog von Sussex, da sie seine Hilfe benötigte. Derek Hunt (70) und seine Frau Maria (68) fordern die Aufnahme des Namens ihres Sohnes ins britische Denkmal der Streitkräfte, das „National Armed Forces Memorial“. Denn obwohl Nathan Hunt zum Zeitpunkt seines Todes als diensthabender Offizier diente, habe man im Ministerium entschieden, dass sein Name nicht verewigt werden soll. Wie die britische Zeitung Mirror berichtet, hatte sich Nathan 2018 das Leben genommen. Er soll unter posttraumatischen Störungen gelitten haben, ausgelöst durch den Einsatz im Krieg.

Prinz Harry hat „tiefstes Mitgefühl“ für Familie – dennoch kann er nicht helfen

Derek und Maria Hunt erzählten in einem Interview mit der Sunday People, dass Harry in seinem Antwortschreiben der Familie dafür dankt, dass sie ihm geschrieben hat. Er würde ihren Einsatz ehren, mit dem sie das Gedenken an Nathan aufrecht erhalten wollen. Dennoch könne er ihnen nicht helfen.

Ich habe tiefstes Mitgefühl für das, was Ihre Familie durchmacht. Und ich wünschte, ich könnte Ihnen helfen – wäre ich noch in derselben Position, die ich einst hatte.

Prinz Harry in seinem offenen Brief an die Hinterbliebenen des Soldaten Nathan Hunt

Ein Seitenhieb gegen die Queen? Möglich, denn schließlich war es seine Oma, die ihm all die Möglichkeiten genommen hat, um der Familie des Verstorbenen zu helfen und sich für Nathan Hunts Ehre einzusetzen.

Prinz Harry ehrt verstorbenen Soldaten mit offenem Brief

Im weiteren Verlauf des Briefes schreibt Harry, dass es ihm eine Ehre war, an der Seite vieler außergewöhnlicher Männer und Frauen zu dienen. Er sei stolz darauf, Nathan als einen von ihnen kennengelernt zu haben. Nathan würde ihm als „Held“ in Erinnerung bleiben und sein Engagement und sein Dienst seien „unvergänglich“. Der Vater des Verstorbenen zeigte sich tief berührt. Er habe nie mit einer Antwort gerechnet, umso tröstender sei deshalb der persönliche Brief des Prinzen. „Ich weiß, dass er in Großbritannien eine schwere Zeit hinter sich hat, aber das ist mir egal. Aus dem Brief geht hervor, dass Harry die Streitkräfte immer noch am Herzen liegen, und wenn es ihm möglich wäre, würde er seinen Einfluss geltend machen, damit Nathans Name auf dem Denkmal erscheint“, so Derek Hunt. *24royal.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA (ale)

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