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Queen Elizabeth II.: Was wird geschehen, wenn die britische Monarchin stirbt?

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Von: Annemarie Göbbel

„London Bridge is down“ ist das Code-Wort im Todesfall von Queen Elizabeth II. Was dann passieren, sieht eine geheime Liste vor, die jetzt in die Medien gelangt ist.

London – Die britische Königin ist 95 Jahre alt und erfreut sich bester Gesundheit, was hoffentlich noch viele Jahre so bleibt. Doch schon seit den 60er-Jahren gibt es Basis-Pläne, die regeln, was in dem traurigen Fall zu passieren hat. „The Guardian“ beschrieb die Liste 2017 als „minutiös geplant“ mit „geheimnisvollen und sehr spezifischen“ Details. Exakt diese Liste, die die ersten zehn Tage nach dem Tod der Monarchin festlegt, gelangte jetzt in die Öffentlichkeit.

Queen Elizabeth II.: Geheimplan für den Tod der Königin durchgesickert

Hört Premierminister Boris Johnson (57) irgendwann die Worte „London Bridge is down“, weiß er, dass seine Königin Elizabeth II. für immer ihre Augen zugetan hat. Was dann folgt, ist Operation London Bridge, der Plan, der alles bedenkt, was in der traurigen Stunde zu geschehen hat. Wie soll der Tod der Regentin wem bekannt gegeben werden? Keine Institution von der Kirche bis zur britischen Armee dürfen übergangen werden. Was ist bei der offiziellen Trauer und dem Staatsbegräbnis zu beachten? So traurig der Anlass, es gilt, Chaos zu vermeiden.

Die Krone der britischen Königin Elizabeth wird zur Eröffnung des Parlaments in London getragen
Die Krone Queen Elizabeths II. wurde feierlich zur Eröffnung ins Parlament in London getragen © Imago

Die grundlegenden Pläne, die vom Guardian enthüllt wurden, sind seit 2017 bekannt. Auch, dass das Regelwerk jedes Jahr mehrfach modifiziert wird. Einige wichtige Entscheidungen wurden von der Königin selbst getroffen, wie auch ihr im April verstorbener Ehemann Prinz Philip (99, † 2021) viele Einzelheiten seiner Beerdigungszeremonie im Vorfeld festgelegt hat. Die vollständige Liste, die jedes kleinste Detail auflistet, wurde jetzt von Online-Magazin „Politico“ enthüllt.

Queen Elizabeth II.: Das sehen die neuesten Details der geheimen Liste vor

Neu seien die Details über mögliche Corona-Bedingungen, zudem gebe es genaue Vorschriften für das Verhalten des Regierungsapparats in den sozialen Netzwerken. Der Todestag Queen Elizabeths wird in der vorliegenden Fassung als „D-Day“ („Death Day“) bezeichnet. Die Tage bis zur geplanten Beisetzung werden als „D-Day+1“ (dem Tag nach dem Todesfall) bis „D-Day+10“ aufgeführt.

Was passiert als Erstes nach Feststellung des Todes? Sobald die Regierung informiert ist, meldet die britische Nachrichtenagentur PA den Tod der Queen in einer Eilmeldung, und der Palast veröffentlicht eine offizielle Benachrichtigung. Alle öffentlichen Gebäuden sollen die Fahnen auf halbmast senken. Bis dahin sollen nicht mehr als zehn Minuten vergangen sein.

Queen Elizabeth II.: Wer spricht nach ihrem Tode zur Öffentlichkeit

Premierminister Boris Johnson obliegt es, als Erster Stellung zu beziehen. Die königliche Familie gibt die Pläne für die Beisetzung bekannt, die nach etwa zehn Tagen stattfinden soll. Salutschüsse und eine nationale Schweigeminute werden die Menschen verstummen lassen. Thronfolger Prinz Charles (72) bleibt nicht viel Zeit für die Trauer um seine Mutter. Der Premierminister tritt seinen Weg zur Audienz mit dem neuen König an. Um 18 Uhr Ortszeit wird vom neuen König eine Ansprache an sein Volk erwartet. Der erste Gedenkgottesdienst findet in der Londoner Kathedrale St. Paul’s statt. 

Queen Elizabeth II.: Wenig Zeit zur Trauer für den künftigen Thronfolger

Am ersten Tag nach dem Tod der Königin tritt um 10 Uhr der Beitrittsrat im St. James‘ Palace zusammen, um Charles zum neuen Herrscher zu proklamieren. Um 15:30 Uhr werden der Premierminister und das Kabinett eine Audienz beim neuen König abhalten. Die Minister werden angewiesen werden, ohne Ehepartner zu erscheinen. An „D-Day+2“ soll der Sarg der Königin, die auf Schloss Windsor lebte und die Geschäfte führte, in den Buckingham Palast überführt werden. Nur einen Tag später an „D-Day+3“ wird Prinz Charles zu einer Reise nach Schottland und Irland aufbrechen. Für „D-Day+7“ ist die Reise nach Wales vorgesehen.

Prinz Philip blickt auf seine Frau Queen Elizabeth II. während den Flitterwochen
Im Tode werden sie wieder vereint sein. Hier ein Bild von Prinz Philip seiner Frau Queen Elizabeth II. während ihrer Flitterwochen © Imago

Was und wie von den Social Media Accounts berichtet wird, sieht das Reglement ebenfalls vor. Die staatlichen Social-Media-Accounts werden als Profilbild das Behördenwappen verwendet und die Banner werden auf Schwarz gesetzt sein. Twitter Texte und Retweets müssen freigegeben werden.

Queen Elizabeth II.: Hier wird sie zur letzten Ruhe gebettet werden

Die Trauerzeremonie in der Londoner Kathedrale Westminster Abbey wird vorbereitet. Die Verantwortlichen wissen, was sie ihrer Königin schuldig sind und haben die Planung zur Beisetzung auf Schloss Windsor sicher schon in der Schublade. Queen Elizabeth II. wird schließlich auf Schloss Windsor in der kleinen König-Georg-VI.-Gedenkkapelle, neben ihrem Mann Prinz Philip die letzte Ruhe finden.

Die britische Monarchin ist eine hochgeschätzte und ausgesprochen beliebte Persönlichkeit. Der Sicherheitschef der Stadt muss seinen Apparat in den Tagen gut im Griff haben, denn mit „beispiellosen Menschenmengen und Reisechaos“ ist laut Politico zu rechnen. Es könnten Hunderttausende werden, die von der Königin Abschied nehmen wollen.

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