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Queen Elizabeth II: Leibgardisten unerlaubt im Ukraine-Krieg

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Von: Annemarie Göbbel

Trotz glasklarem Veto haben sich vier Bewacher der Queen abgesetzt. Ein 19-Jähriger verließ seine Kaserne in Windsor, um gegen Putins Truppen in der Ukraine zu kämpfen.

London – Vier britische Soldaten sollen ihre Posten verlassen haben, um als Freiwillige dem ukrainischen Volk im Kampf gegen Russland beizustehen. Zu der Truppe zählt ein 19-Jähriger, der im Dienste von Queen Elizabeth II. steht. Die Soldaten haben geschworen, der britischen Königin zu dienen und die Befehle ihrer Offiziere zu befolgen. Diese Befehle sind glasklar und lauten: Geht nicht in die Ukraine.

Queen Elizabeth II: Leibgardisten unerlaubt im Ukraine-Krieg

Der junge Coldstream Guard hat laut „The Sun“ ein One-Way-Ticket nach Polen gebucht, um dort die Grenze in die Ukraine zu passieren. Eine Quelle des Boulevardblattes berichtet, dass der royale Bewacher anschließend die Kaserne in Windsor verließ, obwohl er den Befehl hatte, Queen Elizabeth II. (95) zu beschützen. Für seine Eltern hinterlegte er eine Nachricht, ehe er aufbrach. Der vermisste Junge ist einer von vier britischen Soldaten, die sich unerlaubt entfernt haben, um in der Ukraine als Freiwillige zu kämpfen.

Queen Elizabeth II. in einem gelb-weißen Kostüm schaut ernst (Symbolbild).
Queen Elizabeth II. in Sorge: Einer ihrer Mitarbeiter hat sich in die Ukraine abgesetzt (Symbolbild). © Steve Reigate/dpa

Das Verteidigungsministerium ist alarmiert, da es offenbar Befürchtungen gibt, dass weitaus mehr Soldaten in den Kampf gezogen sein könnten, darunter Reservisten und Beurlaubte, die noch nicht als vermisst gemeldet wurden.

Die Coldstream Guard bei der Geburtstagsparade Queen Elizabeths II.
Die Coldstream Guard bei der Geburtstagsparade Queen Elizabeths II. Einer der Bewacher hat sich abgesetzt (Symbolbild). © Paul Marriott/Imago

Ein Insider versucht die Motive der Männer zu erklären: „Man tritt nicht in die Armee ein, um mit Bärenfellmützen herumzustehen und zu marschieren. Man geht zur Armee, um zu kämpfen und Action zu sehen.“ Er vermutet, sie denken, dass sie da draußen etwas Gutes tun könnten. Es sei eine sehr fehlgeleitete Entscheidung, fügte er hinzu.

Queen Elizabeth II: Die Aktion sie „völlig unverantwortlich“ tobt ein ehemaliger General

Auch den Royals geht die Invasion und ihre menschlichen Dramen unter die Haut. Kate (40) und William (39) sagten beim Besuch im ukrainischen Zentrum, sie fühlten sich nutzlos. Thronfolger Prinz Charles (73) konnte kaum seine Tränen zurückhalten, als er auf Flüchtlinge traf. Queen Elizabeth versuchte, mit einer Spende ihren Beitrag zu leisten.

Ex-Armeechef General Lord Dannatt (71) bezeichnete die Absetzung der Soldaten als „völlig unverantwortlich“. Man könne sich die Kriege, in die man zieht, nicht aussuchen. „So sehr man ihre Motivation, helfen zu wollen, auch loben mag, so ist es doch völlig falsch, dies zu tun. Wenn sie gefangen genommen würden, würde das den Russen in die Hände spielen, die behaupten, britische Streitkräfte seien in die Ukraine eingedrungen, was überhaupt nicht stimmt“.

Die vier Soldaten haben sich selbst in große Gefahr gebracht. Ihnen blüht einige Zeit in einem Militärgefängnis wie Colchester, wenn sie jemals nach Hause zurückkommen. Berichten zufolge hat der 19-Jährige als Lebenszeichen ein Bild seiner Stiefel auf Snapchat gepostet.

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