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Queen Elizabeth II.: Folgt nun der Umbruch im britischen Königshaus?

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Von: Annemarie Göbbel

Die britische Königin hat scheinbar genug vom royalen Schweigen. Der Streit um den Namen „Lilibet“ bringt sie zum Bruch mit einem ehrenwerten Grundsatz.

London – Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Königin Elizabeth II. (95) hat scheinbar genug von royalen Grundsätzen, die dem britischen Königshaus mehr Ärger einbringen, als nötig. Die Zeiten, in denen der Palast über jeden Skandal hinweglächelt und sich in vornehmes Schweigen hüllt, bis Gras über den Zwist gewachsen ist, sind für sie vorbei. Sie will künftig „Stellung beziehen“ und hat ihre Mitarbeiter laut britischer Medien entsprechend gebrieft.

Die offen ausgetragenen Streitigkeiten zwischen den drei Parteien, dem britischem Königshaus, den Ex-Senior Royals Prinz Harry (36) und Herzogin Meghan (39) und der Presse hatte nach dem Streit um den Namen „Lilibet“ seinen Gipfel erreicht. Spekulationen und Gerüchte hatten seit dem Ausstieg der Sussexes als Senior Royals die Medienberichte bestimmt. Kein Wort zum Skandalinterview, zu Prinz Harrys laufenden Outings und Anschuldigungen in der Netflix-Serie, die wortlos mit einem Lächeln der königlichen Familie quittiert wurden, als wäre nichts geschehen. Am Ende drohte der frischgebackene Vater, ihr Enkelkind Prinz Harry, die BBC zu verklagen, weil Palastmitarbeiter Gerüchte gestreut hatten. Cut. Die Königin dürfte es gründlich sattgehabt haben, keine Stellung beziehen zu können.

Queen Elizabeth II.: Klare Worte statt Vorwürfe weglächeln

Die Queen mit breitem Lächeln in Hellgrün beim Pferderennen in Ascot 2018
Königin Elizabeth II. hat keine Lust mehr auf Weglächeln © Steve Parsons/dpa

Dabei ist Haltung zu zeigen eine der größten Stärken dieser Königin. Werden künftig „Unwahrheiten“ über die königliche Familie in der Öffentlichkeit verbreitet, sollen sie richtig gestellt werden. Klare Worte. Die Queen habe ihr Höflinge angewiesen, jegliche Aussagen zu korrigieren, die falsch dargestellt werden würden. Das gelte für alle hochrangigen Royals und privaten Gespräche.

Queen Elizabeth II.: Wieder ein Richtungswechsel zum richtigen Zeitpunkt

Wieder einmal zeigt Elizabeth II. damit ihr untrügliches Gespür für die Situation. Wenn ein royaler Grundsatz mehr Schaden anrichtet, als nutzt, ist die Queen auch zu neuen Taten bereit, auch wenn es einen harten Bruch mit dem royalen Grundsatz „Nie beschweren, nie erklären“* bedeutet.

Schon einmal hat die Monarchin einen harten Kurswechsel angeordnet. Als die Trauer und Wut über die Umstände, die zu Prinzessin Dianas (36, † 1997) Tod führten, nicht abreißen wollte, zeigten die Royals – vorbei am strengen Protokoll – ihren Schmerz, Emotion und Anteilnahme am tragischen Tod Lady Dianas. Mit ihrem entschlossenen Schritt rettete sie die Monarchie, die vom britischen Volk wie nie zuvor infrage gestellt wurde. Die Mitglieder des Königshauses traten vor den Palast und würdigten das Blumen-Meer und die Trauerbekundungen, die für die verstorbene „Prinzessin der Herzen“ abgelegt worden waren. Die Zeit der unnahbaren Royals war damit endgültig vorbei. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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