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Reaktion auf Vorwürfe: Queen Elizabeth II. plant drastische Änderungen

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Von: Larissa Glunz

Wie kann die britische Krone die aktuelle Krise bewältigen? Diese Frage bereitet auch Queen Elizabeth II. Kopfzerbrechen, tatenlos herumsitzen will die Regentin nicht.

London – Der vielfach diskutierte TV-Auftritt von Herzogin Meghan (39) und Prinz Harry (36) hat Spuren hinterlassen, vor allem ein Thema beherrscht noch immer die Schlagzeilen: Das Herzogspaar warf der britischen Königsfamilie Rassismus vor.

Reaktion auf Vorwürfe: Queen Elizabeth II. plant drastische Änderungen

Im Interview schockierte Meghan mit der Aussage, dass ein Mitglied der Königsfamilie vor der Geburt von Söhnchen Archie (1) Bedenken wegen der Hautfarbe des Kindes geäußert habe. Von wem die rassistische Bemerkung stammte, behielt das Herzogspaar allerdings für sich. Harry kritisierte im Laufe des Gesprächs mit Oprah Winfrey (67) zudem, dass niemand in seiner Familie sich gegen die „koloniale Untertöne“ in der Berichterstattung über seine Frau gewehrt habe. Nachdem ihre Beziehung zu Prinz Harry bekannt geworden war, wurde Herzogin Meghan von der Presse öffentlich kritisiert und attackiert.

Bei einem darauffolgenden Auftritt dementierte Prinz William die Rassismus-Vorwürfe, vom Tisch ist das Thema damit aber noch lange nicht. Der Palast ließ in seiner offiziellen Stellungnahme bereits verkünden, dass die angesprochenen Probleme sehr ernst genommen werden. Diesen Worten sollen nun auch Taten folgen. Nach Informationen der „Mail on Sunday“ will Queen Elizabeth II. (94) nun wohl einen wichtigen Schritt in Richtung Moderne gehen. 

Queen Elizabeth II. blickt zur Seite.

Queen Elizabeth II. hat während ihrer Regentschaft schon so manche Krise überwunden. © dpa/Victoria Jones

Reaktion auf Vorwürfe: Britisches Königshaus soll vielfältiger werden

Insidern zufolge umfasst der Plan der britischen Monarchin unter anderem die Einstellung eines Diversity-Experten, der die Vielfalt im Königshaus fördern soll. Die Angestellten des Buckingham-Palastes, des Clarence House und des Kensington-Palastes sollen zudem an „Zuhören und Lernen“-Übungen teilnehmen und sich weiterbilden. Das Königshaus wolle sich hierfür mit Einzelpersonen und Unternehmen zusammentun, um verschiedene Meinungen einholen zu können. Minderheiten und ihre Rechte sollen gestärkt werden. Eine anonyme Quelle betonte gegenüber der „Mail on Sunday“, dass sich das Königshaus im Klaren darüber sei, dass „noch mehr getan werden muss“. Es gebe zwar bereits Richtlinien, Verfahren und Programme, jedoch ließen die gewünschten Fortschritte noch auf sich warten.

Der Aufschrei nach Meghans und Harrys schweren Anschuldigungen hat dem Palast vermutlich nochmals vor Augen geführt, dass Handlungsbedarf besteht und eine Reform der Krone notwendig ist.

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