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Akihito von Japan: Wissenswertes über den emeritierten Kaiser

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Japans abgedankter Kaiser Akihito trägt einen dunklen Anzug (Symbolbild).
Akihito dankte im April 2019 ab und überließ den Thron seinem Sohn Naruhito (Symbolbild). © kyodo /dpa

Bis zu Akihitos Abdankung im April 2019 galt die kaiserliche Devise „Frieden überall“. Bis heute gilt er als volksnah und wird von seinen Untertanen verehrt.

Tokio - Akihito ist emeritierter Kaiser von Japan und wurde am 23. Dezember 1933 in Tokio geboren. Er kam als fünftes Kind und ältester Sohn seiner Eltern Kaiser Hirohito und Kaiserin Kōjun zur Welt und wurde außerhalb des Palastes von Hofbeamten erzogen. Die Bombenangriffe des Zweiten Weltkrieges machten seine Evakuierung notwendig. Während der Besatzungszeit erhielt er Unterricht durch eine amerikanische Privatlehrerin, die ihm die englische Sprache und die westliche Kultur und Lebensweise näherbrachte. Als erster japanischer Kaiser überhaupt besuchte Akihito eine Universität, studierte Volkswirtschaftslehre, Politikwissenschaft und Meeresbiologie.

Am 10. April des Jahres 1959 heiratete er die bürgerliche Michiko Shōda und brach mit einer 1.500 Jahre alten Tradition, die besagte, dass die Hauptfrau des Kaisers nur dem Erbadel entstammen dürfe. Zum 125. Kaiser von Japan wurde er am 7. Januar 1989 ausgerufen. Am 30. April 2019 dankte er ab und übergab den Chrysanthementhron im Kaiserpalast an seinen ältesten Sohn Naruhito.

Akihito von Japan: Seine Ehe und seine Nachkommen

Akihito und Michiko Shōda hatten sich im Sommer 1957 auf einem Tennisplatz kennengelernt und wurden nach der offiziellen Verlobung am 10. April 1959 im Rahmen einer traditionellen Zeremonie verheiratet. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Im Februar 1960 kam Kaiser Naruhito zur Welt, im November 1965 Kronprinz Fumihito von Akishino und im April 1969 Prinzessin Sayako Kuroda.

Da Akihito selbst unter der Erziehung durch Hofbeamte und der damit verbundenen Abwesenheit seiner Eltern sehr gelitten hatte, brach er mit einer weiteren Tradition und zog seine Kinder selbst groß. Mit Mako, Kako, Aiko und Hisahito komplettieren vier Enkel die kaiserliche Familie und sichern die Thronfolge im japanischen Kaiserhaus. Diese berücksichtigt bis zum heutigen Tag nur männliche Thronerben. Am 10. April feierten der emeritierte Kaiser von Japan und seine Frau Michiko ihren 60. Hochzeitstag. Impressionen einer glücklichen Ehe zeigt das YouTube-Video.

Kaiser Akihito und Kaiserin Michiko haben drei gemeinsame Kinder:

Akihito von Japan: Nahbar und vom Volk verehrt

Während seiner Regentschaft war Akihitos Auftreten stets von Zurückhaltung und Bescheidenheit geprägt. Auch wenn er als Kaiser ein streng vom Hofzeremoniell bestimmtes und zurückgezogenes Leben zu führen hatte, genoss er bei seinem Volk hohes Ansehen. Für gewöhnlich zeigte er sich seinem Volk nur an zwei Tagen im Jahr: an seinem Geburtstag am 23. Dezember und zum Neujahrsfest am 2. Januar. Sein erster Auslandsbesuch führte Akihito im Jahr 1953 nach London, wo er der Krönung von Queen Elizabeth II. beiwohnte.

Gemeinsam mit Kaiserin Michiko bereiste er Japan, gab sich volksnah und besuchte während seiner Regentschaft weitere 57 Länder. Er mahnte zu Toleranz und Frieden und war zur Stelle, als 2011 der Tsunami mit all seinen katastrophalen Folgen über das Land hereinbrach. Nach Krebserkrankung und Herzoperation dankte Akihito im Alter von 85 Jahren ab und trägt nun im Ruhestand den Titel emeritierter Kaiser von Japan.

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