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Kaiser Naruhito eröffnet Olympia: Wo war seine Frau Masako?

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Von: Annemarie Göbbel

In abgespeckter aber feierlicher Version wurden die Olympischen Spiele vor weitgehend leeren Rängen von Kaiser Naruhito eröffnet. Ehefrau Masako war nicht an seiner Seite. Wo war die Kaiserin?

Tokio – Die 32. Olympischen Spiele sind mit einem Jahr Verspätung vor nur 1.000 geladenen Ehrengästen in einer feierlichen Zeremonie von Japans Kaiser Naruhito (61) eröffnet worden. Eine Person wurde jedoch schmerzlich an der Seite des Herrschers vermisst. Wo war Kaiserin Masako (57) in dieser besonderen Stunde?

„Willkommen in Japan, willkommen in Tokio“, begrüßte Organisationschefin Seiko Hashimoto (56) die Gäste aus aller Welt. Ein Gänsehaut-Moment, den die ehemalige weibliche Olympionikin und mit sieben Teilnahmen auch Rekordhalterin, was die Anzahlen der Teilnahmen betrifft, sichtlich ergriffen genoss. Sie fasste den Gedanken von Olympia in einem Satz zusammen: „Diese Momente werden für immer ein Schatz für Sie sein.“

Kaiser Naruhito eröffnet Olympia: Wo war Masako?

Noch vor dem Einmarsch der Athleten hatten sich alle Anwesenden, darunter auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (43) und die amerikanische First Lady Jill Biden (70), im olympischen Stadion zu einer Schweigeminute erhoben, in der an die Opfer der Corona-Pandemie gedacht wurde. Danach liefen die 205 Teams aus allen teilnehmenden Nationen sowie die Flüchtlingsmannschaft ins fast leere Stadion ein. Auch IOC-Präsident Thomas Bach (67) betonte die Ausnahmesituation in seiner Begrüßungsrede. Langsam wurde auch den Letzten klar, dass die Kaiserin sich nicht etwa verspätete, sondern nicht erscheinen würde.

Kaiser Naruhito und IOC Präsident Thomas Bach eröffnen die Olympischen Sommerspiele in Tokio
Wo ist Kaiserin Masako? Kaiser Naruhito ud IOC Präsident Thomas Bach eröffnen die Olympischen Sommerspiele in Tokio © JB Autissier/Imago

Kaiser Naruhito eröffnet Olympia: Emotionale Momente trotz skurriler Situation

Die Begründung ihrer Abwesenheit ist einfach und gleichzeitig politisch relevant. Trotz der Verschiebung finden die Spiele inmitten der vierten Welle der Corona-Pandemie statt, viele Japaner hätten sich einen besseren Zeitpunkt für Olympia gewünscht. Dass die Spiele mit Teilnehmern und Teilnehmerinnen aus aller Welt trotz steigender Fallzahlen während der Pandemie in der Millionenstadt Tokio stattfindet, wird in Japan durchaus skeptisch gesehen. Im Vorfeld der Spiele war es auch zu Protesten gekommen.

Um das Programm der Eröffnungsfeier* hatten die Gastgeber auch deshalb ein großes Geheimnis gemacht. Die japanischen Organisatoren erinnerten im Programm fulminant an die Olympischen Sommerspiele in Tokio 1964. Modernste Technik ließ den Himmel über dem Stadion aufleuchten.

Am Ende der gut dreieinhalbstündigen Zeremonie erklärte Japans Kaiser Naruhito die Spiele offiziell für eröffnet. Kaiserin Masako fiel es zu, der Zeremonie aus Rücksicht auf die Organisatoren, die versuchten, eine Corona-Ausbreitung zu verhindern, fernzubleiben.

Kaiser Naruhito eröffnet Olympia: Kaiserin Masakos Abwesenheit zeigt Solidarität

Sie verpasste zwar die emotionalen Momente und das olympische Gänsehaut-Feeling der hoch motivierten Athletinnen und Athleten, die auf diesen besonderen Moment hinfiebern. Die Geste Kaiserin Masakos war aber sicher dazu geeignet, die japanische Bevölkerung zu beruhigen und um Solidarität mit denen zu zeigen, die auch gerne bei der Eröffnung dabeigewesen wäre.

Zum krönenden Abschluss trotz fehlendem royalem Glanz entzündete Tennisstar Naomi Osaka (23) die olympische Flamme. „Ohne Zweifel die größte sportliche Errungenschaft und Ehre, die ich jemals in meinem Leben haben werde“, verbreitete die Gewinnerin von vier Grand-Slam-Turnieren später in ihren Social Media Kanälen in diesen Moment. „Ich finde keine Worte, um die Gefühle zu beschreiben, die ich jetzt gerade empfinde.“ *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.DIGITAL.

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