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Kaiserin Masako von Japan: Wissenswertes über die Ehefrau von Kaiser Naruhito

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Von: Eva-Maria Moosmüller

Kaiserin Masako tauschte ihre Karriere als selbstbestimmte Diplomatin gegen ein streng reglementiertes Leben an der Seite ihres Mannes im Kaiserpalast von Tokio.

Tokio – Masako Owada (57) kam am 09. Dezember 1963 in Tokio zur Welt. Als Tochter eines Diplomaten und Richters war sie bereits in jungen Jahren an das Reisen gewöhnt. Ihre Kindergartenzeit verbrachte Masako in Moskau, ihre Schulzeit in Tokio, ihren Abschluss machte sie in Belmont (USA) – Notendurchschnitt 1,0. Ihr Studium der Wirtschaft an der renommierten Harvard Universität schloss sie mit magna cum laude ab.

Zurück in Japan begann sie ein Studium der Rechtswissenschaft. Doch schon bald sollte sie dem Ruf ins japanische Außenministerium folgen, in dessen Auftrag sie in den Jahren von 1988 bis 1990 Internationale Beziehungen an der Universität Oxford studierte. Im Rahmen ihrer Arbeit als Diplomatin traf Masako auf hochrangige Köpfe der Weltpolitik und übersetzte bei wichtigen Vertragsverhandlungen. Ideale Voraussetzungen für eine zukünftige Kaiserin von Japan.

Kaiserin Masako von Japan: Ihr Weg ins japanische Kaiserhaus

Klug, schön, begabt und mit einer vielversprechenden Karriere vor sich, traf Masako im Oktober 1986 erstmals auf den damaligen japanischen Kronprinzen Naruhito (61). Er war sofort angetan von der 22-Jährigen und ließ weitere Treffen arrangieren. Sowohl Masakos Eltern als auch das Kaiserliche Hofamt standen einer Ehe zunächst kritisch gegenüber. Als gebildete Karrierefrau schien Masako zu selbstbestimmt für den von steifen Traditionen geprägten Lebensstil im Kaiserpalast Tokio. Insgesamt lehnte sie zwei seiner Anträge ab und zog zunächst ein Studium in Oxford einer Vermählung vor. Allen Widrigkeiten zum Trotz gab Masako ihrem Kronprinzen schließlich am 09. Juni 1993 das Jawort und trat dem Kreis der royalen Familie bei.

Kaiserin Masako von Japan sitzt neben ihrem Mann Kaiser Naruhito in einem Auto und lächelt.
Masako hatte eigentlich eine Karriere als Diplomatin angestrebt. Heute ist sie Kaiserin von Japan. © IMAGO / AFLO

Doch schon ihr traditionelles Hochzeitsgewand erwies sich mit 14 Kilogramm sinnbildlich als schwere Bürde und mit dem Eintritt ins Kaiserhaus sollte sich ihr Leben schlagartig und nachhaltig verändern. Die zukünftige Kaiserin von Japan hatte eine Karriere als Diplomatin gegen ein von strenger Hofetikette, Dauerbeobachtung und Unterordnung geprägtes Leben eingetauscht.

Kaiserin Masako von Japan: Ihr neues Leben im Kaiserpalast

Kaiserhaus, Volk und Medien erwarteten nach der Hochzeit gespannt die Geburt eines männlichen Thronfolgers. Doch Masako wurde lange Zeit nicht schwanger. Acht Jahre sah sie sich dem permanenten und steigenden Druck der Öffentlichkeit ausgesetzt. Ohne Pause wurde darüber spekuliert, warum es mit dem Nachwuchs nicht klappen wollte und ob es womöglich an gesundheitlichen Problemen liegen könnte. Als Masako schlussendlich doch noch schwanger wurde, war die Freude umso größer. Nach einer zuvor erlittenen Fehlgeburt schenkte sie schließlich am 01. Dezember 2001 Prinzessin Aiko (19) das Leben.

Weitere Kinder bekam das japanische Kaiserpaar nicht und es stellte sich die Frage, wer in Zukunft wohl den Platz auf dem Chrysanthementhron einnehmen würde, denn eine weibliche Besetzung sieht die japanische Erbfolge bis heute nicht vor. Von Masako fiel eine große Last ab als Fumihito (55), der jüngere Bruder des Kaisers, Vater eines Sohnes wurde und damit die Erbfolge im japanischen Kaiserhaus doch noch ohne Probleme sicherte.

Dem steigenden Druck, der wachsenden Kritik und der Angst zu versagen war Masako auf Dauer nicht gewachsen. 2004 zog sie sich zurück und wurde wegen „stressbedingter Anpassungsstörungen“ behandelt. Lange Zeit zog sie sich komplett aus der Öffentlichkeit zurück. Nach der Abdankung Kaiser Akihitos (87) übernahm Naruhito am 01. Mai 2019 die Kaiserwürde und Masako wurde Kaiserin von Japan. Mit der Zeit trat sie wieder mehr in Erscheinung und unterstütze ihren Ehemann bei seinen Aufgaben. Kaiser Naruhito achtet aber bis heute sehr auf den Gesundheitszustand seiner Frau und legt besonderen Wert darauf, seine bessere Hälfte nicht zu überfordern.

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