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Mako Komuro: Ihr Abschied von der Krone stellt die Monarchie infrage

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Von: Annemarie Göbbel

Die frühere Prinzessin Mako war enorm starkem Druck in der japanischen Kaiserfamilie ausgesetzt. Trotz ihrer Abreise nach New York wird die Kritik an der Krone immer lauter.

Tokio – Die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung bei der ehemaligen Prinzessin Mako (30) vor ihrer umstrittenen Heirat im Oktober hat einmal mehr deutlich gemacht, welch starkem Druck Frauen in der japanischen Kaiserfamilie ausgesetzt sind. Immer lauter wird die Kritik an der bestehenden Monarchie. Der Fall der ehemaligen Prinzessin ist nur der jüngste in einer Reihe von psychischen Problemen im Palast.

Mako Komuro: Ihr Abschied von der Krone stellt die Monarchie infrage

„Es ist, als ob es (innerhalb der kaiserlichen Familie) keine Menschenrechte gäbe“, sagt die klinische Psychologin Sayoko Nobuta (75) bei Kyodo News. „Der Kaiser ist das Symbol Japans und die Monarchie ist ein Symbol des Patriarchats. Daher ist die Diskriminierung von Frauen in der kaiserlichen Familie am stärksten ausgeprägt“, fährt sie fort und fügt hinzu, dass ein solches Umfeld intelligenten Frauen das Überleben schwer mache.

Prinzessin Mako und ihr Freund Kei Komuro hatten bereits 2017 ihre Heiratsabsichten öffentlich bekundet (Symbolbild).
Der Fall der Mako Komuro, Japans ehemaliger Prinzessin sorgt nachhaltig für Kritik an der Monarchie (Symbolbild). © Kyodo News/Imago

In einem ungeheuerlichen Akt hatte Prinzessin Mako auf ihren Titel und jede kaiserliche Familienzugehörigkeit verzichtet, um ihren Studienfreund Kei Komuro (30) zu heiraten. Die ihr zustehende Abfindung in Höhe von 1.100.000 Euro schlug sie aus. Nachdem sie ihren Reisepass in Tokio beantragt und erhalten hatte, kehrte das Paar dem Kaiserpalast den Rücken, um seinem neuen Leben in New York entgegenzufliegen.

„Für die ehemalige Prinzessin Mako war die Flucht ihr Hauptziel, und ich glaube, sie wählte Komuro als den Mann, der ihr dabei helfen konnte“, schätzt die Psychologin. Denn das Leben am Hof machte sie krank, auch wenn sie sich dabei in guter Gesellschaft befand.

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Ihre Tante Kaiserin Masako (58) kämpft seit langem mit einer stressbedingten Krankheit, die mit dem Druck zusammenhängt, einen männlichen Erben zu zeugen, während die frühere Kaiserin Michiko (87), die Mutter des amtierenden Kaisers Naruhitos (61), nach der Thronbesteigung ihres Mannes im Jahr 1989 monatelang nicht mehr sprechen konnte, weil sie von Wochenzeitschriften beschimpft wurde. Beide Frauen hatten vor der Heirat keinen royalen Status.

Hochzeitsbild von Kronprinz Akihito und Michiko Shoda
Am 10. April 1959 heiratete Kronprinz Akihito Michiko Shoda, die erste Bürgerliche, die in die kaiserliche Familie einheiratete. © Uig/Imago

Nach dem japanischen Gesetz über das kaiserliche Haus von 1947 sind Frauen nicht berechtigt, den Thron zu besteigen. Weibliche Mitglieder der kaiserlichen Familie müssen zudem den Haushalt verlassen, wenn sie einen Bürgerlichen heiraten. Es wurde sogar laut über Adoption nachgedacht, als eine Änderung der Thronfolge zu erwägen. Kaiser Naruhitos und Kaiserin Masakos einziges Kind ist mit Prinzessin Aiko (20) eine Tochter, die vor Kurzem die Volljährigkeit erreicht hat.

In Zeiten des Internet-Bashings sind die Lasten, die die junge Frau zu tragen hat, sicher nicht leichter geworden. Als Prinzessin Aiko länger der Schule fern blieb und ein Gewichtsverlust erkennbar war, löste das wilde Spekulationen aus. Alle Augen sind nun auf sie gerichtet.

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