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Prinz Masahito von Japan: Wissenswertes über den Onkel von Kaiser Naruhito 

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Prinz Masahito bei der Ausstellungseröffnung „Kyoto-Tokio von Samurais zu Mangas“
Prinz Masahito ist der Bruder des emeritierten Kaisers von Japan (Symbolbild). © Bruno Bebert/dpa 

Masahito ist der Bruder des emeritierter Tennō Akihito – und damit der Onkel des derzeitigen Kaisers Naruhito. Seit Jahrzehnten fungiert er als Repräsentant des Kaiserhauses.

Tokio - Der japanische Prinz Masahito, auch bekannt als Prinz Hitachi, kam am 28. November 1935 im Kaiserpalast von Tokio zur Welt. Nach seinem älteren Bruder Akihito war er der zweitgeborene Sohn und das sechste Kind seiner Eltern Hirohito und Kōjun. Sein Titel als Kind lautete Prinz Yoshi. Grundschule und Oberschule besuchte er in der Gakushuin-Universität in Tokio. Um ihn vor den amerikanischen Bombenangriffen zu schützen, wurde er im Jahr 1944 zusammen mit seinem älteren Bruder, dem damaligen Kornprinzen, nach Nikkō evakuiert.

Prinz Masahito von Hitachi: Ausbildung und Heirat

In den Jahren von 1947 bis 1950 erhielten er und seine Geschwister Privatunterricht durch eine amerikanische Lehrerin. Auf diese Weise erlernte er die englische Sprache und erhielt erste Einblicke in die westliche Kultur. Nach der Schulzeit entschied sich Masahito für ein Studium der Chemie an der Gakushuin-Universität, das er im Jahr 1958 erfolgreich abschloss. An ein weiteres Studium schloss sich im Jahr 1969 die Übernahme als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der „Japanischen Stiftung für Krebsforschung“ an.

Während seines Studiums an der Gakushuin-Universität lernte Masahito seine zukünftige Ehefrau Hanako kennen. Nach Bekanntgabe der offiziellen Verlobung folgten am 30. September 1964 die Hochzeitsfeierlichkeiten. Im Zuge der Heirat wurde Masahito der Titel Prinz Hitachi erteilt und die Erlaubnis, einen neuen Zweig der kaiserlichen Familie gründen zu dürfen. Kinder hat das Ehepaar keine. Gemeinsam leben sie seit Dezember 1976 in einem Palast in Tokio. Prinz und Prinzessin Hitachi zeigen ein großes öffentliches Engagement und sitzen verschiedensten wohltätigen und künstlerischen Organisationen vor.

So ist Masahito unter anderem Präsident der „Japanischen Gesellschaft zur Erhaltung der Vögel“ und der „Japanischen Gesellschaft für behinderte Kinder“. Als Ehrenpräsident der „Japanischen Stiftung für Krebsforschung“ kommt er seinem persönlichen Interesse an der Erforschung von Krebs nach. Im Jahr 1999 führte ihn eine Auslandsreise nach Heidelberg. Dort hielt er einen Vortrag vor dem Krebsforschungszentrum und trug sich in das Goldene Buch der Stadt ein.

Masahito und sein Anspruch auf den japanischen Chrysanthementhron

Seit seiner Inthronisierung ist Naruhito der 126. Kaiser von Japan. Gemeinsam mit seiner Frau Masako hat er eine gemeinsame Tochter Aiko. Aufgrund ihres Geschlechts wird sie nie die Kaiserin von Japan werden können, Frauen sieht der Chrysanthementhron seit einem Gesetz aus dem Jahr 1947 nicht vor. Sollte Aiko einem Bürgerlichen das Jawort geben, muss sie die Kaiserfamilie verlassen und als Privatperson auf sämtliche Privilegien verzichten. Seit dem 1. Mai 2019 gilt für die Thronfolge im japanischen Kaiserhaus folgende Rangfolge:

Bis zur Geburt von Prinz Hisahito am 6. September 2006 war die Thronfolge lange Zeit ungeklärt. Zwischen Traditionalisten und Reformern war bereits eine Diskussion darüber entbrannt, ob eine mögliche Gesetzesänderung auch Frauen in der Thronfolge berücksichtigen könnte. Mehr als 80 Prozent der japanischen Bevölkerung hatten sich mit diesem Vorhaben einverstanden erklärt. Sollte Prinz Hisahito aus irgendeinem Grund keine männlichen Nachkommen zeugen, steht das japanische Kaiserhaus ohne eine Gesetzesänderung vor dem Aus. Denn Masahitos Ehe mit Prinzessin Hanako bleib kinderlos.

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