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König Abdullah II. bin al-Hussein: Alles über sein Leben, seine Ehe und seine Familie

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Abdullah II. bin al-Hussein, der König von Jordanien spricht im EU-Parlament in Straßburg
Abdullah II. bin al-Hussein, der König von Jordanien © Philipp von Ditfurth / dpa

Bevor Abdullah II. König von Jordanien wurde, verfolgte er eine militärische Laufbahn. Als Regent sorgt er für politische Stabilität in seinem Land.

Amman – Abdullah II. bin al-Hussein wurde am 30. Januar 1962 in Amman geboren. Sein Vater Hussein I. war zu dieser Zeit König von Jordanien. Seine Mutter ist Prinzessin Muna al-Hussein, die damalige Ehefrau von Hussein.

König Abdullah II. bin al-Hussein: Familie und Geschwister

Abdullah hat insgesamt elf Geschwister, wobei acht von ihnen den Ehen seines Vaters mit anderen Frauen entstammen. Nach Abdullah brachte Muna drei weitere Kinder zur Welt, nämlich:

Als erstgeborener Sohn seines Vaters befand sich Abdullah eigentlich an erster Stelle der Thronfolge. Allerdings bevorzugte Hussein I. einen erwachsenen Kronprinzen und ernannte daher 1965 seinen Bruder Hassan ibn Talal zu seinem potentiellen Nachfolger.

Abdullah besuchte nach seinem Schulabschluss 1980 die Royal Military Academy Sandhurst in Großbritannien. Die Militärakademie verließ er als Leutnant und diente ein Jahr lang in der britischen Armee. Im Jahr 1982 absolvierte er ein Spezialstudium in Nahostpolitik am Pembroke College der University of Oxford. 1983 kehrte er nach Jordanien zurück und trat der dortigen Armee bei.

König Abdullah II. bin al-Hussein: Ehe und Kinder mit Rania

Im Januar 1993 traf Abdullah bei einer Party, die seine Schwester Aisha organisiert hatte, die Palästinenserin Rania Al-Yassin. Abdullah und Rania verliebten sich Hals über Kopf und nur zwei Monate später verlobte sich das Paar. Am 10. Juni 1993 heirateten die beiden und bekamen zwei Söhne und zwei Töchter:

König Abdullah II. bin al-Hussein: Militärische Karriere

Abdullah stieg im jordanischen Militär immer weiter auf. So erreichte er die folgenden Ränge:

Abdullah II. bin al-Hussein: Stabilisator der jordanischen Politik

Am 7. Februar 1999 starb Abdullahs Vater Hussein I. Wenige Tage vor seinem Tod hatte er veranlasst, dass Abdullah ihm auf dem Thron folgen sollte. Dadurch wurde Abdullah II. bin al-Hussein zum König von Jordanien. Seine Frau ernannte er im März 1999 zu Königin von Jordanien.

Als Regent brachte Abdullah II. bin al-Hussein Reformen auf den Weg, die für einen ökonomischen Boom in seinem Land sorgten. Allerdings hatte die jordanische Wirtschaft stark unter der 2008 einsetzenden weltweiten Rezession zu leiden. Zudem hatte der Arabische Frühling, der 2010 begann, auch Auswirkungen auf Jordanien. Im Januar 2011 forderten Protestierende die Absetzung des Premierministers Samir ar-Rifa’i. Abdullah II. setzte daraufhin Rifa’i und sein Kabinett ab und beauftragte Maruf al-Bachit mit der Bildung einer neuen Regierung. Nachdem es zu weiteren Protesten gekommen war, änderte Abdullah II. die Wahlgesetze.

Seitdem wählt nicht der König von Jordanien, sondern das Parlament den Regierungschef und das Kabinett. Sowohl in seinem Land als auch international ist Abdullah II. dafür anerkannt, dass er die jordanische Politik stabil hält und den Dialog mit Vertretern anderer Religionen pflegt. Für seine Errungenschaften wurde er von vielen Staaten ausgezeichnet. Unter anderem ist er Träger der Sonderstufe des Großkreuzes des Bundesverdienstkreuzes und des Groß-Sterns, des Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich.

Von Alexander Kords

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