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König Hussein I.: Das Leben des früheren Regenten Jordaniens 

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König Hussein I Bin Talal von Jordanien anlässlich seines Besuches in Kopenhagen Dänemark
König Hussein I. Bin Talal von Jordanien anlässlich seines Besuches in Kopenhagen/Dänemark - © Imago

Zwölf Kinder mit vier Frauen hatte Hussein I., der einstige König von Jordanien. Sein ältester Sohn Abdullah wurde nach seinem Tod 1999 zu seinem Nachfolger.

Amman – Hussein bin Talal kam am 14. November 1935 in Amman zur Welt. Sein Großvater Abdallah ibn Husain I. war zu dieser Zeit König von Jordanien. Hussein ging am Victoria College in Alexandria zur Schule. 1951 wechselte er an die Harrow School in England. Im Juli 1951 wurde Abdallah ibn Husain I. bei einem Attentat in Jerusalem erschossen. Hussein, der auch anwesend war, wurde ebenfalls getroffen, überlebt die Attacke jedoch.

Zum Nachfolger von Abdallah ibn Husain I. wurde sein Sohn Talal, der Vater von Hussein. Weil Talal jedoch als schizophren galt, wurde er nach 13 Monaten zum Abdanken gezwungen. Sein Nachfolger wurde sein Sohn, der somit im August 1952 als Hussein I. zum König von Jordanien wurde. Allerdings kam der damals 16-Jährige seiner Aufgabe noch nicht nach, da er zunächst die Royal Military Academy Sandhurst im englischen Sandhurst besuchte. Die Regierungsgeschäfte übernahmen der Premierminister und die Vorsitzenden des Senats und des Repräsentantenhauses. Im Mai 1953 machte Hussein I. seinen Abschluss und bestieg daraufhin offiziell den Thron.

König Hussein I.: Erste Ehe mit Toni Gardiner

Im April 1955 heiratete Hussein I. zum ersten Mal. Seine Frau war Scharifa Dina bint Abd al-Hamid, die er 1952 in London kennengelernt hatte. Zu dieser Zeit besuchte sie das Girton College der University of Cambridge, um einen Bachelor of Arts zu erwerben. Dina brachte am 13. Februar 1956 Prinzessin Alia bint Hussein zur Welt, die somit die erste Tochter des Königs von Jordanien war. Hussein I. und Dina ließen sich 1957 scheiden.

Im Jahr 1961 begannen in Jordanien die Dreharbeiten für den Film „Lawrence von Arabien“. Jordanische Soldaten traten in dem Film als Komparsen auf, weshalb Hussein I. zuweilen am Set auftauchte. Dabei lernte er die Engländerin Toni Gardiner kennen, die die Dreharbeiten als Assistentin begleitete. Das Paar begann eine Beziehung und heiratete im Mai 1961, wodurch Gardiner zu Prinzessin Muna al-Hussein wurde. Das Ehepaar bekam vier Kinder, und zwar:

Hussein I.: Seine Ehen Nummer drei und vier

Hussein I. und Prinzessin Muna ließen sich im Dezember 1971 scheiden. Muna behielt allerdings den Titel als Prinzessin von Jordanien. Hussein I. heiratete im Dezember 1972 seine dritte Frau Alia Baha ad-Din Tuqan. Mit ihr bekam er zwei Kinder, nämlich:

Dazu kommt die 1973 geborene Abir Muhaisen, die das Paar 1976 adoptierte. Im Februar 1977 starb Königin Alia beim Absturz eines Hubschraubers in Amman. Nach ihr ist der Queen Alia International Airport in Amman benannt.

Während der Trauerzeit freundete sich Hussein I. mit Lisa Najeeb Halaby an, die er im Juni 1978 heiratete. Sie wurde dadurch zu Königin Nūr al-Hussain. Mit ihr bekam der König von Jordanien vier weitere Kinder, und zwar:

Am 7. Februar 1999 starb Hussein I. an einem Non-Hodgkin-Lymphom, einer Krebserkrankung des Lymphsystems. Obwohl sein Bruder Hassan ibn Talal seit 1965 Kronprinz war, bestieg Husseins erstgeborener Sohn Abdullah den Thron.

Von Alexander Kords

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