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Königin Nūr von Jordanien: Herkunft, Familie, Ehe und Kinder

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Von 1978 bis 1999 war Nūr von Jordanien mit König Hussein I. verheiratet. Das Paar bekam vier Kinder. Nach dem Tod des Königs 1999 behielt Nūr ihren Titel.

Amman – Nūr von Jordanien kam am 23. August 1951 als Lisa Najeeb Halaby in Washington D. C. zur Welt. Die Großeltern ihres Vaters Najeeb Halaby stammten aus dem syrischen Aleppo und waren Ende des 20. Jahrhunderts in die USA ausgewandert. Najeeb Halaby war von 1961 bis 1965 Administrator der US-amerikanischen Bundesluftfahrtbehörde Federal Aviation Administration. Für dieses Amt wurde er vom damaligen Präsident John F. Kennedy ausgewählt. Zwischen 1969 und 1972 war er zudem Geschäftsführer der Fluglinie Pan Am.

Nūr von Jordanien: Hochzeit und vier Kinder

Lisa Halabys Mutter Doris Carlquist hatte schwedische Wurzeln. Lisa Halaby hat zwei jüngere Geschwister namens Christian und Alexa. Die spätere Königin von Jordanien besuchte mehrere Schulen in New York und Kalifornien. Ihren Abschluss machte sie an der Concord Academy in Massachusetts. Danach studierte sie bis 1974 Architektur und Stadtplanung an der Princeton University. Anschließend zog sie nach Australien, wo sie für eine Stadtplanerfirma tätig war. Nach einem Jahr reiste sie durch den arabischen Raum und nahm schließlich einen zeitlich begrenzten Job bei Arab Air in Amman an.

Königin Nur sitzt auf einem Sessel anlässlich der Veröffentlichung ihre Memoiren
Königin Nūr von Jordanien © Gustavo_Cuevas /dpa

Nachdem ihr Vertrag mit Arab Air ausgelaufen war, begann Lisa Halaby, als Direktorin für Anlagenplanung und -design bei Alia Airlines zu arbeiten. Bei einer Zeremonie auf dem Queen Alia International Airport lernte sie 1977 Hussein I., den damaligen König von Jordanien, kennen. Dieser befand sich zu dieser Zeit in Trauer um seine Ehefrau Alia al-Hussein, die 1977 bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen war.

Halaby und Hussein I. verlobten sich 1978 und heirateten am 15. Juni 1978 in Amman. Halaby konvertierte dafür zum Islam und hieß fortan Nūr al-Hussein. Durch die Eheschließung mit dem Monarchen wurde sie zur Königin von Jordanien. Hussein I. hatte aus früheren Ehen bereits acht Kinder, die somit zu Nūrs Stiefkindern wurden. Hussein I. und Nūr von Jordanien bekamen vier weitere Kinder, nämlich:

Hamza wurde 1999 Kronprinz von Jordanien. Dann jedoch entließ ihn sein Halbbruder, König Abdullah II., aus diesem Amt. Stattdessen ernannte der König seinen eigenen Sohn Abdullah II. bin al-Hussein zum Kronprinzen.

Nūr von Jordanien: Witwe mit 47 Jahren

Weil Nūr von Jordanien einen syrischen Großvater hat, wurde sie vom jordanischen Volk nicht als Fremde, sondern als Heimkehrerin betrachtet. Als Königin von Jordanien lag es ihr besonders am Herzen, die Wirtschaft des Landes voranzubringen und die Rolle der Frau in der jordanischen Gesellschaft zu stärken. Zudem gründete sie 1979 die King Hussein Foundation. Ihr gehören die Noor Al Hussein Foundation sowie acht Institute an, die sich speziellen Themen widmen. Dazu zählen beispielsweise das Nationale Zentrum für Kunst und Kultur und das Institut für Familiengesundheit.

Auf internationaler Ebene übernahm Nūr verschiedene Aufgaben in Organisationen, die sich unter anderem um den Umweltschutz kümmern. So ist sie beispielsweise Patronin der Weltnaturschutzunion. Am 7. Februar 1999 starb Hussein I. in Amman. Sein ältester Sohn Abdullah wurde sein Nachfolger und dessen Ehefrau Rania zur Königin von Jordanien. Als Witwe von Hussein I. behielt Nūr dennoch ihren königlichen Titel. Seitdem lebt sie abwechselnd in Amman, ihrer Geburtsstadt Washington D.C. und London. Sie ist weiterhin für verschiedene internationale Stiftungen tätig.

Von Alexander Kords

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