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Großherzogin Maria Teresa: Berührt vom Schicksal dieser jungen Frauen

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Von: Larissa Glunz

Großherzogin Maria Teresa und Großherzog Henri von Luxemburg stehen nebeneinander (Symbolbild).
Großherzogin Maria Teresa konnte bei einem ihrer jüngsten Termine ihre Betroffenheit nicht verbergen (Symbolbild). © Christophe Morin/Imago

So emotional sieht man Großherzogin Maria Teresa selten. Die luxemburgische Landesmutter traf zwei junge Frauen mit einem ergreifenden Schicksal.

Luxemburg – Salwa Saedo und Hala Safil sind mit einer wichtigen Mission nach Luxemburg gereist. Sie haben den Völkermord an den Jesiden durch den Islamischen Staat (IS), der im August 2014 im Irak begann, überlebt und wollen nun auf die Folgen dieser schrecklichen Gräueltaten aufmerksam machen.

Großherzogin Maria Teresa: Berührt vom Schicksal dieser jungen Menschen

Um das Genozid-Verbrechen, das tausende Menschenleben forderte und die Entführung zahlreicher Jesiden zur Folge hatte, ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, suchten die beiden Frauen das Gespräch mit Großherzogin Maria Teresa – eine Begegnung, die allen Anwesenden sichtlich nahe ging.  

Während des Treffens diskutierte die 65-Jährige mit ihren Besuchern nicht nur über den Kampf um die internationale Anerkennung als Völkermord, mithilfe eines Virtual-Reality-Films befasste sich die Gattin von Großherzog Henri (66) zudem mit dem Schicksal der Überlebenden und den Auswirkungen der Jesidenverfolgung. Der Film ist Teil der immersiven Kunst-Ausstellung „Nobodyʼs Listening“, die die Geschichten der Opfer aufgreift und ihnen somit eine Stimme gibt. Der Direktor der Ausstellung, eine Koordinatorin des „Yazidi Survivor Network“ sowie der Präsident der Jesiden-Hilfsorganisation „Yazda“ begleiteten die beiden Aktivistinnen zu ihrem Termin mit Maria Teresa.

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Großherzogin Maria Teresa: Opfer des Genozids fordern Gerechtigkeit

Was sie mit ihrem Besuch in Luxemburg bezwecken wollen, erklärte Salwa Saedo dem Portal Delano: „Wir hoffen, dass die luxemburgische Regierung die irakische Regierung zu Prozessen gegen IS-Kämpfer drängt. Sie haben Verbrechen gegen uns begangen und wir wollen, dass diese Prozesse nach internationalen Standards abgehalten werden.“

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