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Stéphanie von Nassau: Das ist das Leben der adligen Belgierin in Luxemburg

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Von: Jasmin Pospiech

Stéphanie von Nassau wurde 1984 als Stéphanie von Lannoy in Belgien geboren und entstammt dem bekannten flämischen Uradelsgeschlecht.

Colmar-Berg – Stéphanie von Nassau kam am 18. Februar 1984 in Ronse in Belgien als Gräfin Stéphanie Marie Claudine Christine de Lannoy zur Welt. Sie entstammt dem flämischen Uradelsgeschlecht der Lannoy und ist das jüngste von insgesamt acht Kindern. Ihre Eltern waren Philippe de Lannoy und Alix de Lannoy. Stéphanie wuchs zusammen mit ihren Geschwistern in der belgischen Provinz Hennegau auf, wo die Familie Lannoy ein Gut in Anvaing besitzt.

Stéphanie von Nassau: Kindheit, Ausbildung und Arbeit

Die spätere Erbgroßherzogin von Luxemburg besuchte zunächst die Grundschule Sancta Maria in Ronse und danach das französische Collège Sainte-Odile sowie das Institut de la Vierge Fidèle in Brüssel, wo sie im Jahr 2002 ihren Abschluss machte. Anschließend folgte ein Auslandsjahr in Moskau, bevor Stéphanie an der Université catholique de Louvain Germanistik und deutsche Philologie an der Freien Universität Berlin studierte. Nach dem Studium blieb die Gräfin eine Zeitlang in Berlin, wo sie ein Praktikum in der belgischen Botschaft (genauer: bei der Agence Wallonne à l‘Exportation absolvierte. Nach ihrer Rückkehr in ihr Heimatland war sie bei einer Investmentgesellschaft tätig.

Stéphanie von Nassau hat die doppelte Staatsbürgerschaft

Stéphanie von Nassau ist seit dem Jahr 2012 mit dem luxemburgischen Erbgroßherzog Guillaume von Nassau verheiratet. Durch diese Ehe wurde die belgische Gräfin automatisch zur Erbgroßherzogin von Luxemburg. Guillaume ist der älteste Sohn von Henri von Luxemburg und Maria Teresa von Luxemburg und wird eines Tages das Amt des Staatsoberhauptes von seinem Vater übernehmen.

Erbgroßherzog Guillaume und seine Frau, Erbgroßherzogin Stéphanie von Luxemburg.
Seit 2012 ist Stéphanie mit ihrem Mann, Erbgroßherzog Guillaume von Luxemburg, verheiratet. © dpa/Fredrik von Erichsen

Kurz vor der Eheschließung mit Guillaume erkannte das luxemburgische Parlament Stéphanie in einem Eilverfahren die Staatsbürgerschaft zu: Im Gegensatz zu anderen Ländern führt eine Heirat mit einem Luxemburger nicht automatisch zur Erlangung der Staatsangehörigkeit.

Aktuell besitzt Stéphanie von Nassau noch sowohl die belgische als auch die luxemburgische Staatsbürgerschaft; sie hat aber betont, dass sie als künftige Großherzogin nicht von der doppelten Staatsbürgerschaft Gebrauch machen wolle. Die belgische Gräfin spricht mehrere Sprachen fließend, so natürlich Belgisch, aber auch Französisch, Deutsch, Englisch, Russisch und Niederländisch. Darüber hinaus arbeitet sie daran, ihre Sprachkenntnisse im Bereich des Luxemburgischen zu verbessern, um sich auch auf ihre späteren repräsentativen Aufgaben als Monarchin des Landes vorzubereiten.

Stéphanie von Nassau: Ehefrau und Mutter eines Sohnes

Stéphanie von Nassau ist neben ihrem sozialen Engagement und ihren beginnenden repräsentativen Tätigkeiten als Erbgroßherzogin von Luxemburg außerdem Ehefrau und Mutter. Am 28. April 2012 verlobte sie sich mit Guillaume von Nassau, dem sie nur wenige Monate später das Jawort gab: Am 19. Oktober 2012 traten die beiden vor den Standesbeamten und ließen sich nur einen Tag später in der Kathedrale unserer lieben Frau in Luxemburg vom bekannten Erzbischof des Landes, Jean-Claude Hollerich, kirchlich trauen.

Es dauerte bis zum Dezember 2019, bis bekannt wurde, dass das royale Ehepaar ein Kind erwartet. Am 10. Mai 2020 war es dann so weit: Der erste gemeinsame Sohn von Stéphanie und Guillaume von Luxemburg erblickte in Luxemburg-Stadt das Licht der Welt. Er wurde auf den Namen Charles Jean Philippe Joseph Marie Guillaume getauft. Entsprechend der luxemburgischen Thronfolge steht der kleine Charles als Enkel von Staatsoberhaupt Henri von Nassau nach seinem Vater Guillaume auf Platz Zwei: Er wird also eines Tages dieses wichtige Amt erben und antreten, sofern er nicht wie sein Onkel Louis auf den Thron verzichtet.

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