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Prinz Ernst August von Hannover: Das Leben des „Skandalprinzen“

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Von: Larissa Glunz

Die Presse betitelt ihn wahlweise als „Prügelprinz“ oder „Pinkelprinz“: Prinzessin Carolines Ehemann Prinz Ernst August von Hannover sorgt immer wieder für Aufsehen.

Hannover – Prinz Ernst August von Hannover erblickte 1954 das Licht der Welt. Er ist der älteste Sohn des Oberhauptes vom Haus Hannover und übernahm diese Verantwortung nach dem Tod seines Vaters. Nach seiner Ausbildung zum Landwirt arbeitete er als Geschäftsmann und heiratete 1981 Chantal Hochuli. Gemeinsam haben die beiden zwei Söhne. 1997 trennte sich das Paar, woraufhin die Beziehung zwischen Ernst August und Prinzessin Caroline von Monaco bekannt wurde. Die beiden heirateten 1999, noch im selben Jahr kam die gemeinsame Tochter Alexandra zur Welt.

Sein Hang zu körperlichen Auseinandersetzungen machte den Prinzen deutschlandweit bekannt: Die Attacke auf einen Fotografen 1998 brachte ihm den Spitznamen „Prügelprinz“ ein. Mehrfach musste sich Ernst August wegen Körperverletzung vor Gericht verantworten. Bei der Expo 2000 wurde er abgelichtet, als er sich am türkischen Pavillon erleichterte. Seitdem nennt man ihn auch „Pinkelprinz“. 2004 übertrug er die Verantwortung für das Erbe an seinen ältesten Sohn.

Prinz Ernst August von Hannover: Seine Kindheit, Ausbildung und erste Ehe

Prinz Ernst August von Hannover kam am 26. Februar 1954 als ältester Sohn seines gleichnamigen Vaters und dessen Ehefrau Ortrud Prinzessin zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg in Hannover zur Welt. Sein offizieller Name lautet Ernst August Albert Paul Otto Rupprecht Oskar Berthold Friedrich-Ferdinand Christian-Ludwig Prinz von Hannover Herzog zu Braunschweig und Lüneburg Königlicher Prinz von Großbritannien und Irland. Die Familie besitzt außerdem die britische Staatsangehörigkeit: In seinem britischen Pass heißt Ernst August His Royal Highness, Ernest Augustus Guelph.

Nach seinem Schulabschluss machte der Prinz eine Ausbildung zum Landwirt, die er in England sowie in Kanada absolvierte. Später wurde er außerdem in der Wirtschaft und als Produzent für Tierdokumentationen tätig. 1981 gaben sich Prinz Ernst August und seine erste Ehefrau Chantal Hochuli das Ja-Wort. Mit der Schweizerin bekam er 1983 den Erstgeborenen Ernst August sowie zwei Jahre später einen zweiten Sohn namens Christian. Als sich Ernst Augusts Bruder Prinz Ludwig Rudolph nach dem Drogentod seiner Ehefrau das Leben nahm, bemühte sich das Oberhaupt der Welfen vergeblich um das Sorgerecht seines Neffen. 1997 folgte die Scheidung von Ernst August und Chantal.

Prinz Ernst August von Hannover im Anzug
Als „Skandalprinz“ landet Prinz Ernst August von Hannover immer wieder in den Schlagzeilen – und sogar vor Gericht. © Jochen Lübke/dpa

Prinz Ernst August von Hannover: Seine Beziehung zu Prinzessin Caroline von Monaco

Nachdem einschlägige Boulevardzeitschriften bereits einige Zeit lang über eine angebliche Beziehung zwischen Prinz Ernst August von Hannover und Prinzessin Caroline von Monaco berichtet hatten, heirateten die zwei Mitglieder des europäischen Hochadels am 23. Januar 1999. Zuvor mussten sich die beiden Ehepartner die Erlaubnis der britischen Krone, des französischen Staates sowie des monegassischen Fürsten Rainier III. einholen. Zum Zeitpunkt der Hochzeit war Caroline bereits schwanger und brachte am 20. Juli 1999 die gemeinsame Tochter Prinzessin Alexandra von Hannover zur Welt.

Nach ihrer Eheschließung bezogen Ernst August und seine zweite Frau eine Villa aus dem 18. Jahrhundert im französischen Le-Mée-sur-Seine, die sie zuvor ihrem gemeinsamen Freund Karl Lagerfeld abgekauft hatten. Außerdem bewohnten die beiden Carolines Haus in Monte-Carlo sowie Ernst Augusts Jagdschloss im österreichischen Gmunden. 2009 wurde über eine Trennung des Paares berichtet. Obwohl das Fürstentum diesen Gerüchten widersprach, wird seitdem über eine inoffizielle Trennung gemutmaßt.

Prinz Ernst August von Hannover: Er sorgt regelmäßig für Skandale

Über die Jahre wurde Prinz Ernst August von Hannover in den Medien vor allen Dingen durch sein feuriges Temperament bekannt. 1998 schlug er einen Fotografen vor dem Gut Calenberg mit seinem Regenschirm, woraufhin die Presse ihm den Spitznamen „Prügelprinz“ verpasste. 1999 soll er eine Reporterin durch einen Tritt verletzt haben. Ein Jahr später wurde Ernst August von Paparazzi dabei erwischt, wie er sich bei der Expo 2000 in Hannover am türkischen Pavillon erleichterte. Nun erhielt er außerdem den Beinamen „Pinkelprinz“.

Insbesondere mit der Boulevardzeitung Bild stand er seitdem auf Kriegsfuß. 2004 wurde Ernst August vor Gericht wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt, nachdem er einen deutschen Hotelier in Kenia verprügelt haben soll. Die Kontroversen des Prinzen wurden sowohl von deutschen Punkbands als auch in der Werbung aufgegriffen.

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