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Fürst Albert von Monaco: Wie stabil ist sein Thron? 

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Von: Annemarie Göbbel

Ein ferner Cousin des Fürsten von Monaco zweifelt die Erbfolge an. Er gibt an, der rechtmäßige Thronfolger Monacos zu sein. Zu Recht?

Monaco – Das dürfte Fürst Albert II. (63) ganz und gar nicht gefallen. Zwar gilt der Angriff nicht ihm persönlich, dennoch wird seit Jahren massiv an dem Thron gesägt, auf dem er sitzt. Louis de Causans (48) behauptet, der rechtmäßige Erbe des monegassischen Königshauses zu sein und hat den französischen Staat nun auf 351 Millionen Euro Entschädigung verklagt. Kann der Graf mit der immensen Schadensersatzforderung Erfolg haben?

Fürst Albert von Monaco: Wie sicher ist sein Thron? 

Als ob der derzeit alleinerziehende Vater der sechsjährigen Zwillinge Jacques und Gabriella nicht genug um die Ohren hätte. Die Gerüchte um eine Scheidung von Fürstin Charlène (43) reißen nicht ab. Die Fürstin verweilt seit Mai in ihrem Heimatland Südafrika und macht trotz des 10. Hochzeitstages und der Trennung von ihren Kindern keine Anstalten, in den Felsenstaat an der südfranzösischen Küste zurückzukehren.

Klimaschützer Fürst Albert II. erhält «Freiheitspreis der Medien» in Madrid (Symbolbild).
Fürst Albert II. von Monaco soll gestürzt werden, geht es nach einem entfernten Cousin. © Manu Fernandez/dpa

Fürst Albert II. hat es mit einem handfesten Skandal zu tun, bei dem es um Macht, viel Geld und eine Affäre seines Vorfahren geht. Ein Blick in die Geschichte zeigt schnell, dass es sich bei der atemberaubenden Forderung des Grafen Louis de Causans um eine Frage des Erbrechts und der Landesinteressen und nicht um eine gänzliche Spinnerei handelt.

Fürst Albert von Monaco: Schon seit Jahren wird die Thronfolge angezweifelt

Schon seit Jahren behauptet de Causans, der rechtmäßige Erbe des Fürstentums zu sein. Weil Louis II. von Monaco (78, † 1949) keine ehelichen Kinder hatte, adoptierte er im Jahr 1919 seine in Algerien geborene uneheliche Tochter Charlotte (79, † 1977). Diese entstammt einer Affäre mit einer Hostess und Kabarettistin Montmartres Marie-Juliette Louvet (63, † 1930). Charlotte verzichtete auf ihren Erbanspruch und überließ ihrem Sohn Rainier (81, † 2005) den Thron. Seit dem Tod seines Vaters Fürst Rainier ist Fürst Albert als ältester Sohn der Regent Monacos.

Graf Louis de Causans sieht sich seines Erbrechts beraubt, da nach dem Tode Louis’ II. Monacos Thron rechtmäßig an den nächsten männlichen Verwandten hätte gehen müssen. Das wäre Wilhelm Karl Herzog von Urach (63, † 1928), ein deutscher Vorfahr des Grafen, gewesen. Und so kommt de Causans zu seinem Standpunkt: Wäre Charlotte Louvet nicht adoptiert worden, würde er das monegassische Fürstentum heute regieren.

Fürst Albert von Monaco: Eine zweite Klage soll den Fürsten nun stürzen

Eine erste Klage des Grafen wurde 2019 abgewiesen. Nach dem Ersten Weltkrieg wollte Frankreich verhindern, dass der monegassische Thron an Deutschland fällt. Deswegen stimmte die französische Regierung der Adoption zu. Mit der Schadensersatzforderung an Frankreich holt Louis zum zweiten Schlag gegen Fürst Albert II. aus. Immerhin geht es um seine Familienehre, die wiederhergestellt werden will.

Gegenstand der aktuellen Klage ist laut „Le Parisien“ der Vorwurf an die Regierung Frankreichs, seine Vorfahren ausgeraubt zu haben. Er bezieht sich bei seiner Klagesumme offenbar auf das Vermögen Fürst Alberts, das etwa auf eine Milliarde Euro geschätzt wird.

Die Familiengeschichte Monacos ist gepflastert mit Skandalen. Angefangen bei Fürst Rainiers Ehefrau Gracia Patricia (52, † 1982), die als Grace Kelly zwar Glamour, aber auch Unruhe in das Königshaus brachte. Alberts Schwester Caroline von Monaco (64) annullierte ihre erste Ehe, seine jüngere Schwester Stéphanie (56) von Monaco verliebte sich in Leibwächter und Zirkusartisten und Fürst Albert selbst setzte zwei uneheliche Nachkommen in die Welt.

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