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Fürst Rainier III.: Alles über sein Leben und seine Liebe zu Gracia Patricia

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Fürst Rainier III. genoss auch international hohes Ansehen. Sein Leben nach dem frühen Tod seiner Frau Gracia Patricia war von Krankheit und zunehmender Schwäche gekennzeichnet.

Monaco – Am 18. September 1982 fand die Trauerfeier und anschließende Beisetzung von Gracia Patricia, der Ehefrau von Fürst Rainier III. statt. Die Trauergemeinde von 800 Gästen, darunter zahlreiche Prominente aus aller Welt, hatte sich in der Kathedrale Notre-Dame-Immaculée versammelt. Gracia Patricia war nach einem tragischen Autounfall verstorben. Fürst Rainier sollte sich von diesem Schicksalsschlag nie wieder erholen.

Fürst Rainier III.: Herkunft, Kindheit und Ausbildung

Fürst Rainier III. erblickte am 31. Mai 1923 in Monaco das Licht der Welt. Er war das Kind von Pierre Grimaldi, dem Herzog von Valentinois, und seiner Gemahlin, der legitimierten Erbprinzessin Charlotte von Monaco. Der volle Name des Prinzen lautete Louis Henri Maxence Bertrand Rainier Grimaldi.

Seine schulische Ausbildung absolvierte der junge Rainier zunächst auf den beiden englischen Internaten St Leonards-on-Sea bei Hastings und Stowe School in Buckinghamshire. Anschließend besuchte er das Schweizer Internat Le Rosey, an dem er 1939 sein Abitur machte. Er studierte dann an der Hochschule von Montpellier und an der Pariser Ecole libre de science politique.

Gracia Patricia mit Fürst Rainier III. von Monaco
Rainier und Gracia Patricia waren bis zum Tod der Fürstin 1982 verheiratet. ©  Granata Images/Imago

Fürst Rainier III.: Thronbesteigung und erste Jahre der Herrschaft

Erbprinzessin Charlotte, verzichtete 1944 zugunsten von Rainier auf den Thron. So konnte er als Fürst Rainier III. am 9. Mai 1949 in Nachfolge seines zuvor regierenden Großvaters, Fürst Louis II. von Monaco, den monegassischen Thron besteigen. Anders als beispielsweise die Könige von England oder der skandinavischen Länder führte Fürst Rainier III. das Land von Anfang an als aktiver Regent und nahm viel Einfluss auf Politik und Wirtschaft.

Fürst Rainier III.: Eheschließung mit Grace Kelly und Familiengründung

Nur ein Jahr nachdem sie sich kennengelernt hatten heirateten Fürst Rainier III. und die US-amerikanische Schauspielerin Grace Kelly im April 1956. Nach ihrer Eheschließung ließ sich die Hollywood-Größe als Fürstin Gracia Patricia ansprechen. Diese Hochzeit war ein bedeutender Wendepunkt im Lebenslauf von Rainier, aber auch für die Entwicklung Monacos: Das kleine Land avancierte zu einem beliebten Ferienort der High Society und profitierte von einem lang anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung.

Das Ehepaar bekam drei Kinder:

Die Ehe verlief skandalfrei und endete 1982 tragisch durch den tödlichen Autounfall von Gracia Patricia.

Fürst Rainier III.: Sein Leben nach dem Tod von Gracia Patricia

Fürst Rainier III. setzte in den 80er-Jahren den Ausbau der monegassischen Wirtschaft erfolgreich fort. Unter anderem trieb er die folgenden Projekte voran:

Während der 90er-Jahre verschlechterte sich der Gesundheitszustand von Rainier kontinuierlich. Er musste sich 1994 einer Bypass-Operation und sechs Jahre später drei Eingriffen an seiner Lunge unterziehen.

Im März 2005 erkrankte Fürst Rainier III. an einer Lungenentzündung, die sich trotz Krankenhauseinweisung verschlimmerte. Ende März erfolgte die Verlegung auf die Intensivstation. Da er seine Amtsgeschäfte nicht mehr ausüben konnte, übertrug er diese auf seinen Sohn Albert. Am 6. April 2005 verstarb Fürst Rainier III. im Alter von 81 Jahren. Die Trauerfeier fand am 15. April 2005 in der Kathedrale von Monaco statt. Zahlreiche gekrönte Häupter, unter anderem Juan Carlos I. von Spanien und Königin Silvia von Schweden, nahmen von dem beliebte Sympathieträger Abschied.

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