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Die legendäre Kelly Bag – benannt nach Fürstin Gracia Patricia

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Die Kelly Bag ist eine der bekanntesten Handtaschen der Welt. Das klassische Design und nicht zuletzt ihre Namensgeberin Grace Kelly machten sie zu einem begehrten Luxusartikel.

Paris – Die Luxus-Modemarke Hermès stellte im Jahr 1935 ein Taschen-Design vor, das zum Kultobjekt werden sollte. Die später als Kelly Bag bekannt gewordene Handtasche zeigt sich in einer klassischen, zurückhaltenden Trapezform mit funktionaler Handhabung. Ursprünglich war sie Teil einer Kofferkollektion.

Die Kelly Bag: Entstehung und Geschichte der Luxus-Handtasche

In den 1930er-Jahren war das Pariser Modehaus Hermès für seine Entwürfe von Reiterzubehör bekannt und auf Gepäck spezialisiert. 1935 stellte Robert Dumas, damaliger Leiter des Unternehmens, mit der Kelly Bag als „Petit Sac Haut à Courroies“ eine kompakte Ergänzung zur Reisetaschenkollektion vor. Zunächst verkaufte sich das Modell nur moderat, blieb jedoch dauerhaft im Sortiment.

Zu ihrer heutigen Bekanntheit und zu ihrem Namen trug die Schauspielerin Grace Kelly bei. Am 5. Januar 1956 verkündete sie ihre Verlobung mit Fürst Rainier III. von Monaco. In der Hand trug sie die „Petit Sac Haut à Courroies“ von Hermès. Die Verlobungsfotos – und damit auch die Tasche – verbreiteten sich weltweit. Im Herbst 1956 reiste Grace Kelly, die durch ihre Ehe inzwischen zu Fürstin Gracia Patricia von Monaco geworden war, schwanger durch die USA. Gerüchten zufolge soll sie ein schwarzes Krokodilleder-Modell der Hermès-Handtasche benutzt haben, um ihren Babybauch zu verdecken. Angeblich schaffte es ein solches Foto auf das Cover des US-Magazins „Life“. Ein solches Titelbild existierte jedoch tatsächlich nie.

Dessen ungeachtet wurde das Designerstück zunehmend mit Grace Kelly in Verbindung gebracht. Der Hersteller reagierte und benannte die Luxus-Handtasche 1977 offiziell in Kelly Bag um.

Gracia Patricia mit der nach ihr benannten Kelly Bag (Symbolbild)
Gracia Patricia, alias Grace Kelly, mit der nach ihr benannten Kelly Bag (Symbolbild) © Leemage/Imago

Die Kelly Bag: Alle Infos zum Design

Das Design der Kelly Bag weist deutlich auf seine Geschichte hin: Es erinnert mit seiner Trapezform und dem rechteckigen Boden an einen klassischen Koffer. Nach oben hin verjüngt sich die Form hin zu einem Überschlag, der sich mit dem charakteristischen Verschluss weit aufklappen lässt. So sind eine optimale Übersicht über den Inhalt sowie ein einfacher Zugriff gewährleistet.

Die Herstellung erfolgt in zwei Versionen:

Des Weiteren ist der bogenförmige Henkel charakteristisch für die Kelly Bag. Er ist über zwei Metallringe flexibel mit dem Überschlag verbunden. Öffnet man die Tasche, klappt er sich nach hinten. Der Verschluss ist mit einem Schloss versehen, zu dem jedem Modell der Luxus-Handtasche ein passender Schlüssel inklusive Etui beiliegt. Dieses ist mit einem Lederriemen an der Tasche befestigt, der sich wiederum um die Griffe schlingen lässt.

Die Kelly Bag: Das macht die Luxus-Handtasche so begehrt

Die Luxus-Handtasche ist nicht ohne Weiteres einfach so im Laden zu bekommen. Sie lässt sich ausschließlich in einem Hermès Store bestellen, wobei teilweise sehr lange Wartezeiten in Kaufen genommen werden müssen. Jedes Exemplar ist ein Unikat, das nach Bestellung von Hand gefertigt wird. Das Leder ist frei wählbar, ebenso die Farbe. Während des Herstellungsprozesses wird etwa die Struktur des Leders exakt miteinbezogen, um die einzelnen Parts optimal zur Geltung zu bringen. Die Fertigung übernehmen ausschließlich speziell ausgebildete Täschner.

Die Kelly Bag: Preise und Varianten

Hermès bietet eine Reihe von Lederarten für die Kelly Bag an – darunter exotische Sorten wie Schlange oder Büffel. Das Innenfutter wird stets aus Ziegenleder gefertigt. Neben den Leder-Handtaschen bringt Hermès regelmäßig Sondermodelle aus anderen Materialien auf den Markt. So gibt es etwa ein Modell aus Seidenschals. Je nach verwendetem Material kostet eine Kelly Bag zwischen 5.000 und 85.000 Euro.

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