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Prozess in Österreich: Prinz Ernst August von Hannover will offenbar in Berufung gehen

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Von: Larissa Glunz

Prinz Ernst August von Hannover wurde am Landgericht Wels einmal mehr verurteilt. Er will aber offenbar in Berufung gehen.

Update vom 26. März, 18:02 Uhr: Wie es scheint, will Prinz Ernst August von Hannover in Berufung gehen. Zumindest hat das eine Gerichtssprecherin aus Wels gegenüber der Bild-Zeitung bestätigt. Die nächste Instanz wäre das Oberlandesgericht Linz.

Update vom 23. März, 17:35 Uhr: Nach zehn Zeugen und knapp sieben Stunden Verhandlung erging das Urteil: Wegen verbaler und tätlicher Attacken auf Polizisten und ein Verwalter-Ehepaar im Zustand voller Berauschung erhielt der Welfenprinz zehn Monate Haft auf Bewährung. „Sie müssen nicht ins Gefängnis“, beruhigte ihn die Richterin. Dem Urenkel des letzten deutschen Kaisers hatten bis zu drei Jahre Haft gedroht. Die Verteidigung, die einen Freispruch gefordert hatte, und die Staatsanwaltschaft gaben keine Erklärung ab. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. (Mit Material der dpa)

Update vom 23. März, 11:38 Uhr: Der Prozess gegen Prinz Ernst August von Hannover ist in vollem Gange. Am Dienstagmorgen trat der 67-Jährige vor das Gericht in Wels und zeigte sich zunächst einsichtig: „Ich übernehme die Verantwortung, bedauere das Geschehene außerordentlich und bin bereit, für die Schäden aufzukommen“. Ernst August von Hannover bekannte sich jedoch nicht schuldig, ihm werden schwere Körperverletzung, Drohung, Nötigung und Widerstand gegen die Staatsgewalt vorgeworfen. Vor Gericht soll nun seine Schuld geklärt werden, zehn Zeugen werden aussagen. Am weiteren Prozess will der Prinz zum Schutz vor einer Corona-Ansteckung nicht persönlich teilnehmen. Er erklärte, dass er aufgrund einer früheren Krebserkrankung einer Hochrisikogruppe angehöre.

Prinz Ernst August von Hannover mit Mundschutz im Landgericht Wels
Prinz Ernst August von Hannover ist zu Beginn des Prozesses persönlich vor Gericht erschienen. © dpa/Fotokerschi.At/Werner Kerschbaum

Erstmeldung vom 22. März, 17:44 Uhr: Wels – Lange Zeit war es ruhig um Prinz Ernst August von Hannover (66), der „Skandalprinz“ zeigte sich nur selten in der Öffentlichkeit. Im letzten Sommer machte der deutsche Prinz schließlich mit einem Polizeieinsatz in Österreich von sich reden. Ein Vorfall, der nicht ohne Folgen blieb.

Prinz Ernst August von Hannover vor Gericht: Ihm droht jahrelange Haft

Prinz Ernst August von Hannover kann schon auf die ein oder andere Eskapade in seinem Leben zurückblicken. Der Ehemann von Prinzessin Caroline (64) geriet in der Vergangenheit mehrfach mit Journalisten aneinander, der Angriff auf einen Hotelier in Kenia führte zu einer Verurteilung wegen Körperverletzung. Vor einigen Monaten geriet er zum wiederholten Male mit dem Gesetz in Konflikt, jetzt muss sich Prinz Ernst August aufgrund mehrerer Zwischenfälle für sein Verhalten vor Gericht verantworten. Medienberichten zufolge wird dem Adeligen unter anderem Körperverletzung, Sachbeschädigung und Drohung vorgeworfen.

Prinz Ernst August von Hannover schaut zur Seite
Prinz Ernst August kennt das Innere eines Gerichtssaals, 2010 wurde er der einfachen Körperverletzung für schuldig befunden. © dpa/Peter Steffen

Prinz Ernst August von Hannover vor Gericht: Ausraster führen zu Anklage

Im Juli 2020 soll der Welfen-Prinz den Notruf gewählt haben, die Polizei fand den Adeligen daraufhin in seinem Jagdhaus in Grünau im Almtal (Oberösterreich). Nach Darstellung der Polizei soll Ernst August während des Besuchs der Beamten handgreiflich geworden sein. In einem Interview kurze Zeit später widersprach der Prinz allerdings dem Bericht der Polizei und behauptete, dass er selbst attackiert und stundenlang festgehalten worden sei. Anfang September wurde der Prinz kurzzeitig verhaftet, nachdem er eine Angestellte bedroht haben soll.

Die Verhandlung in Wels beginnt morgen und ist öffentlich, neben mehreren Zeugen wird auch ein psychiatrischer Sachverständiger vor Ort sein, der die Zurechnungsfähigkeit des Prinzen einschätzen soll. Im Falle einer Verurteilung droht Ernst August von Hannover eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren.

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