1. 24royal
  2. Niederlande
  3. Königin Máxima

Königin Máxima der Niederlande: Sie will keine Ungerechtigkeit mehr

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Eva-Maria Moosmüller

Königin Máxima bezieht immer gerne Stellung, wenn es um brisante Themen geht. Auch zur Frage der Lohnungleichheit hat die studierte Investmentbankerin einiges zu sagen.

Den Haag – Königin Máxima der Niederlande (49) gibt sich nicht nur mit rein repräsentativen Aufgaben zufrieden. Die Ehefrau von König Willem-Alexander (53) bringt sich auch immer gerne ein, wenn es Diskussionsstoff gibt, der die Niederländer beschäftigt. So auch kürzlich bei einem Online-Event, bei dem über die finanzielle Gleichstellung von Frauen und Männern gesprochen wurde.

Königin Máxima der Niederlande: Wichtige Rede zum Thema Lohngerechtigkeit

Bereits seit über zehn Jahren berät die niederländische Königin als Sonderbeauftragte den UN-Generalsekretär im Bereich finanzielle Inklusion und Entwicklung. Für ihren Einsatz in internationaler Entwicklungspolitik* wurde Máxima in der Vergangenheit sogar schon ausgezeichnet.

In ihrer Funktion als Sonderbeauftragte durfte sie nun kürzlich bei einer digitalen Veranstaltung der „Better Than Cash Alliance“ in Zusammenarbeit mit dem Kapitalentwicklungsfonds der Vereinten Nationen, der Weltbank und der Women‘s World Banking-Organisation in Erscheinung treten. Diskutiert wurde in der hochkarätigen Runde unter anderem über die Lohnungleichheit von Männern und Frauen. Die Königin bezog in ihrer Rede Stellung zu der Problematik und lieferte teils beunruhigende Zahlen.

Königin Máxima der Niederlande schaut besorgt.
Königin Máxima nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um wichtige Themen geht. © IMAGO / PPE

Königin Máxima der Niederlande: Fundierte Zahlen, Daten und Fakten

Die Regentin und Mutter von drei Töchtern erklärte: „Offen gesagt, der Ausblick ist ernüchternd. Laut UN-Women sind seit Beginn der Pandemie weltweit 47 Millionen mehr Frauen und Mädchen in die Armut abgerutscht. Das führt zu einer Gesamtzahl von 435 Millionen Frauen und Mädchen, die von weniger als 1,90 Dollar am Tag leben.“

Die anhaltende Corona-Krise sei mit dafür verantwortlich, dass sich die Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen nicht verringere: „Von Frauen geführte Firmen sind tendenziell kleiner, mit weniger finanziellen Ressourcen. Zahlen aus Afrika, Südostasien und Lateinamerika zeigen außerdem, dass Frauen ihre Einkommensquellen aufgrund des wirtschaftlichen Zusammenbruchs, verursacht durch Covid-19, schneller als Männer verloren haben.“

Wie das Portal „Royal Central“ berichtet, hob Königin Máxima aber auch die Hilfsbereitschaft der Regierungen hervor und gab am Ende einen positiven Ausblick. Digitale Technologien hätten die finanzielle Inklusion bereits gefördert und beschleunigt. „Wir wissen, was in den Bereichen Politik und Investition noch getan werden muss, um die Geschlechterungleichheit zu beenden. [...] Ich freue mich darauf, Sie alle auf der Reise in eine inklusive Welt für die Frauen von heute und morgen zu unterstützen“, beendete die Königin ihre Ansprache. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant