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König Harald erhielt Morddrohungen: Dieses Urteil erwartet den Täter

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Von: Eva-Maria Moosmüller

Das norwegische Königshaus wurde in diesem Jahr mit schockierenden Morddrohungen gegen König Harald V. konfrontiert. Jetzt ist das finale Urteil gegen den Täter gefallen.

Oslo – Man mag sich nicht vorstellen, wie es König Harald (84) und der norwegischen Königsfamilien ergangen sein muss, als der Regent von einem Unbekannten in einer E-Mail mit dem Tode bedroht wurde. In einem Berufungsverfahren ist nun kürzlich das finale Urteil gegen den Absender der Nachricht gesprochen worden.

König Harald erhielt Morddrohungen: Dieses Urteil erwartet den Täter

Einem Mann aus Østfold war vorgeworfen worden, im vergangenen März eine E-Mail an das norwegische Königshaus geschickt zu haben, in der er untere anderem schilderte, dass er König Harald V. umbringen wolle. „Ich möchte so viele Menschen wie möglich töten und noch ein bisschen mehr. […] Der König hat seine letzte Rede gehalten“, zitiert Dagbladet aus der erschütternden Nachricht. Der Norweger habe außerdem seine eigene Familie, einen Polizisten und Kinder bedroht, berichtet die Zeitung unter Berufung auf die Nachrichtenagentur NTB.

Königin Sonja und König Harald stehen nebeneinander, sie hält mit einer Hand ihren weißen Hut fest (Symbolbild).
An Königin Sonja und König Harald gingen die Morddrohungen kaum spurlos vorüber (Symbolbild). © Tomi Hänninen/Imago

König Harald hatte zu Beginn des Jahres mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Nach einer Knie-Operation musste er sich längere Zeit aus der Öffentlichkeit zurückziehen und wurde in seinem Amt von seinem Sohn Kronprinz Haakon (48) vertreten. Sich zusätzlich mit nervenaufreibenden Morddrohungen auseinandersetzen zu müssen, war in dieser Zeit sicherlich alles andere als leicht.

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König Harald erhielt Morddrohungen: Staatsanwaltschaft legte Berufung ein

Der Absender der Drohnachricht an den Monarchen war in einem ersten Gerichtsverfahren im Sommer freigesprochen worden – obwohl er viele der ihm vorgeworfenen Taten eingeräumt hatte.

Nachdem die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt hatte, fiel kürzlich das finale Urteil des Berufungsgerichtes Borgarting in Oslo. Der Täter wird in eine psychiatrische Klinik zwangseingewiesen. „Obwohl die an den Palast gesendeten E-Mails so gestaltet sind, dass der Absender möglicherweise psychisch krank ist, deutet nichts darauf hin, dass die Drohung nicht ernsthaft beabsichtigt ist. Die Tatsache, dass eine Person möglicherweise psychisch krank ist, ist keine Garantie dafür, dass die [angedrohten] Maßnahmen nicht durchgeführt wird“, heißt es in der Urteilsbegründung.

König Harald steht vor mehreren Personen und schaut ernst (Symbolbild).
König Harald wurde in einer schockierenden E-Mail an den Palast mit dem Tode bedroht (Symbolbild). ©  Marius Simensen/Imago

Die norwegischen Royals können nun als wieder aufatmen und sich, ohne beunruhigende Gedanken und Sorgen, auf eine entspannte Weihnachtszeit im Osloer Königspalast freuen.

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