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Prinzessin Märtha Louise: So lebt die Tochter von König Harald V.

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Prinzessin Märtha Louise
Märtha Louise, Prinzessin von Norwegen © Heiko Junge / dpa/NTB

Prinzessin Märtha Louise ist ausgebildete Physiotherapeutin. Allerdings ist sie mittlerweile als Geistheilerin tätig und seit 2019 mit dem Schamanen Durek Verrett liiert.

Oslo – Märtha Louise von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg kam am 22. September 1971 in Oslo zur Welt. Ihre Eltern sind der norwegische König Harald V. und Sonja von Norwegen. Daher trägt Märtha Louise den Titel einer Prinzessin von Norwegen. Ihr Bruder ist Kronprinz Haakon. Im Jahr 1990 wurde die Thronfolge im norwegischen Königshaus geändert. Seitdem können auch Frauen den Thron besteigen. Allerdings blieb Haakon in der Thronfolge vor seiner älteren Schwester.

Prinzessin Märtha Louise: Ausbildung und Karriere

Im Jahr 1990 machte Märtha Louise ihr Abitur und zog anschließend nach England. Dort schrieb sie sich an der Oxford University für ein Literaturstudium ein und trainierte zudem Springreiten. Von 1997 bis 2000 gehörte sie sogar der norwegischen Nationalmannschaft im Springreiten an.

Ihr Studium brachte die Tochter von König Harald jedoch nicht zum Abschluss. Stattdessen begann sie 1992 eine Ausbildung zur Physiotherapeutin, die sie 1997 erfolgreich abschloss. Im Jahr 2000 ließ sie sich zudem in der Rosen-Methode ausbilden. Dabei handelt es sich um eine von der US-Amerikanerin Marion Rosen entwickelte Methode, die Anspannungen mit Muskelentspannung zu lösen versucht.

Prinzessin Märtha Louise: Ihre Ehe und ihre Kinder

Im Mai 2002 heiratete Märtha Louise in Trondheim den Schriftsteller Ari Behn, mit dem sie seit 2001 verlobt war. Behn wurde nach der Eheschließung kein Titel verliehen und die Prinzessin von Norwegen verzichtete auf ihre Apanagen. Das Paar hat drei Töchter:

Wie Behn tragen auch die Kinder keine Titel. Im Jahr 2004 zog die Familie nach New York, kehrte aber ein Jahr später nach Norwegen zurück. Mit der Geburt ihrer Nichte Ingrid Alexandra im Januar 2004 und ihres Neffen Sverre Magnus im Dezember 2005 – die Kinder ihres Bruders Kronprinz Haakon und dessen Ehefrau Kronprinzessin Mette-Marit – rückte Märtha Louise in der norwegischen Thronfolge an die vierte Position.

Im Jahr 2007 gründete sie mit ihrer Freundin Elisabeth Nordeng das esoterische Zentrum „Astarte Education“. Dort wurden unter anderem Kurse in Handauflegen und in der Kommunikation mit Engeln angeboten. Zudem konnten sich interessierte Personen zu spirituellen Therapeuten ausbilden lassen.

Prinzessin Märtha Louise: Ihre Beziehung zum Schamanen Durek Verrett

Das Beschäftigungsfeld der Prinzessin von Norwegen wurde von den Medien und den Kirchenvertretern des Landes teilweise heftig kritisiert. Mit Nordeng brachte sie 2012 das Buch „Schutzengel begleiten dich“ heraus. „Astarte Education“ wurde 2014 in „Soulspring“ umbenannt und schließlich 2019 geschlossen.

Im Jahr 2016 trennten sich Märtha Louise und Ari Behn, die Scheidung wurde im Januar 2017 rechtskräftig. Das Paar einigte sich darauf, das Sorgerecht für seine Kinder zu teilen. Behn, der schon zuvor öffentlich über seine Depressionen gesprochen hatte, nahm sich am 25. Dezember 2019 das Leben.

Im Mai 2019 verkündete Märtha Louise, dass sie eine Beziehung mit dem US-Amerikaner Durek Verrett führt. Verrett ist ein selbsternannter Schamane, der unter anderem die Schauspielerinnen Gwyneth Paltrow und Selma Blair berät. Verrett und Märtha Louise leiten seitdem gemeinsam Seminare. Dabei wurde der Prinzessin von Norwegen auch von der norwegischen Königsfamilie vorgeworfen, dass sie ihren Titel zum Bewerben ihrer Tätigkeit als Geistheilerin verwendet. Daher verzichtet sie seit 2019 darauf, ihren Titel im Zusammenhang mit ihrer Arbeit zu nutzen.

Text von Alexander Kords

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