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Das Brautkleid von Kronprinzessin Victoria: Alle Infos zu Stil und Design

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Victoria und Daniel von Schweden bei ihrer Hochzeit
Kronprinzessin Victoria bezauberte bei ihrer Hochzeit mit einem Kleid von Pär Engsheden. © Janerik Henriksson / dpa

Bei ihrer Hochzeit mit Daniel Westling fiel das schlichte, aber elegante Brautkleid von Kronprinzessin Victoria auf. Infos über Stil, Designer und ein „hidden detail“.

Stockholm – Am 19. Juni 2010 gab Kronprinzessin Victoria von Schweden ihrem ehemaligen Fitnesstrainer Daniel Westling das Jawort. Die Zeremonie fand im Dom zu Stockholm statt. Auffällig war dabei das schlichte, aber elegante Brautkleid, das Victoria trug.

Das Brautkleid von Kronprinzessin Victoria: Stil, Design und Material

Anders als die meisten ihrer Adelskolleginnen hatte sich Kronprinzessin Victoria eine Garderobe im sogenannten Sleek Look ausgesucht. Das glatte wie schlanke Erscheinungsbild des Kleides bestach weniger durch Applikationen oder andere Elemente, sein Charme beruhte vielmehr auf der Schlichtheit der Mittel. Dazu trugen der cremefarbene Ton, der weit ausgeschnittene Kragen und bewusst gewählte Accessoires bei.

Das Kleid zeichnete sich durch gerade Linien und kurze Ärmel aus. Die aus Seidensatin gefertigte Robe fiel durch ihren Carmen- beziehungsweise U-Boot-Ausschnitts aus dem üblichen Rahmen. Der daraus resultierende schulterfreie Aspekt gewährte der Öffentlichkeit mehr Einblicke, als dies bei royalen Kleidern allgemein üblich ist.

Kronprinzessin Victoria: Brautkleid mit geschickt platzierten Accessoires

Zum Gesamtbild trugen weitere sorgsam gewählte Elemente bei. Etwa der traditionelle schwedische Hochzeitsschleier, der bereits vor über drei Jahrzehnten seinen ersten öffentlichen Auftritt erlebt hatte, genauer gesagt am 19. Juni 1976. An diesem Tag trug Kronprinzessin Victorias Mutter Königin Silvia den Schleier bei ihrer Vermählung mit König Carl Gustaf. Exakt 34 Jahre später griff Victoria das Motiv auf. Gleiches galt für das Kamée-Diadem in Victorias Haar. Ein passendes Kamée-Armband rundete die Sache ebenso ab wie die präsentierten Kamée-Ohrringe.

Als weiterer Blickfang fungierte die fünf Meter lange Schleppe. Aufgrund ihres Ausmaßes und Gewichts musste sie die meiste Zeit getragen werden. Ein Angestellter des Königshofs übernahm diese Aufgabe und achtete somit auf den reibungslosen Ablauf des Stockholmer Hochzeitzeremoniells.

Kronprinzessin Victoria: Brautkleid in persönlichem Design

Der Entwurf von Kronprinzessin Victorias Brautkleid stammt von dem schwedischen Designer Pär Engsheden. Die Arbeiten an seiner berühmtesten Kreation begannen lange vor der eigentlichen Trauung. Erste Skizzen des Hochzeitskleids entstanden bereits ein Jahr vor dem Gang zum Traualtar. Victoria war in alle Entwurfsstadien involviert, brachte Wünsche, Ideen und Vorstellungen ein. Kein ungewöhnliches Vorgehen, denn die Kronprinzessin bezeichnet Pär Engsheden als ihren „Lieblingsdesigner“. Entsprechend kann man von einem Vertrauensverhältnis zwischen Victoria und dem gebürtigen Göteborger Modemacher sprechen.

Das Brautkleid von Kronprinzessin Victoria: Was ist es wert?

Trotz zahlreicher Spekulationen gibt es keine konkreten Zahlen zum Wert des Kleides. Angaben zu monetären Aufwendungen für Hochzeiten und artverwandten Feierlichkeiten werden vom schwedischen Hof nicht öffentlich lanciert. Ein wesentlicher Grund dürfte das geltende Recht sein: Die Kosten für Kronprinzessin Victorias Kleid samt der Zeremonie werden nicht vom Adel, sondern von den Steuerzahlern beglichen. Um Diskussionen und eventuelle Querelen zu vermeiden, hält sich das schwedische Königshaus bedeckt. Seriösen Schätzungen zufolge kostet das Hochzeitskleid der Prinzessin eine sechsstellige Summe.

Kronprinzessin Victorias Brautkleid birgt ein Geheimnis

Ein interessanter Bestandteil der Robe kam mit Verspätung ans Licht. Im Rahmen einer Ausstellung, die die Brautkleider der schwedischen Royals zum Inhalt hatte, gestand Pär Engsheden den Einsatz einer blauen Schleife in Kronprinzessin Victorias Kleid. Die genaue Platzierung der sorgsam vernähten Schleife ist bis heute unbekannt und markiert demzufolge ein textiles „Staatsgeheimnis“. Nur die betreffenden Personen kennen den Aufenthaltsort des „hidden detail“, des „versteckten Details“.

Mit der Platzierung einer blauen Schleife griff die schwedische Thronfolgerin eine althergebrachte und bis heute befolgte Tradition auf. Demnach soll eine Braut an ihrem Hochzeitstag mindestens vier Dinge bei sich tragen:

Die Liste ist je nach Kulturkreis um beliebige Gegenstände erweiterbar. Die Farbe Blau symbolisiert das Sakrament der Treue. Daher tragen viele Bräute ein (unsichtbares) blaues Strumpfband. In der Hochzeitsnacht geht es in der Regel in den Besitz des Bräutigams über. Entgegen dem landläufigen Brauchtum entschied sich Prinzessin Victoria gegen ein Strumpfband und stattdessen für eine blaue Schleife – mit bis dato unbekanntem Aufenthaltsort.

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