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Prinz Daniel von Schweden: So wurde aus dem Fitnesstrainer ein echter Prinzgemahl

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Von: Eva-Maria Moosmüller

Prinz Daniel von Schweden ist an Victorias Seite ein Liebling der Nation. Die sieben Millionen Schweden lieben die ganze Familie, machen sich um Daniels Gesundheit aber auch immer wieder Sorgen.

Stockholm – Prinz Daniel von Schweden (47) wurde am 15. September 1973 in Örebro unter dem Namen Olof Daniel Westling geboren. Er wuchs als Sohn des Beamten Olle Gunnar Westling (76), der die kommunale Sozialbehörde leitete und Ewa Kristina (76), einer Angestellten bei der schwedischen Post, auf. Daniel hat eine ältere Schwester namens Anna (50), mit der er gemeinsam mit den Eltern in der schwedischen Kleinstadt Ockelbo lebte.

Heute ist der ehemalige Fitnesstrainer der Ehemann von Kronprinzessin Victoria von Schweden (43) und trägt den vollen Namen und Titel Olof Daniel Westling Bernadotte, Prinz von Schweden, Herzog von Västergötland. Das Paar hat die gemeinsamen Kinder Prinzessin Estelle (9) und Prinz Oscar (4).

Ursprünglich erlernte Daniel den Beruf des Fitnesstrainers und führte sein eigenes Fitnessstudio, in dem er die Kronprinzessin kennenlernte. Die Liebe des Paares wurde jahrelang auf eine harte Probe gestellt, bevor es endlich zur Hochzeit kommen sollte.

Daniel ist bei den Schweden sehr beliebt, sorgte in der Vergangenheit wegen gesundheitlicher Probleme aber immer wieder für Sorgen beim Volk und seiner Familie. Er leidet an einer angeborenen Nierenfehlfunktion. 2009 spendete ihm sein Vater eine Niere.

Prinz Daniel von Schweden: Aus dem Fitnessstudio an den schwedischen Hof

Mittlerweile ist der ehemalige Fitnesstrainer als H.K.H. Prins Daniel, Seine Königliche Hoheit Prinz Daniel von Schweden, Herzog von Västergötland, ein angesehenes Mitglied der königlichen Familie von Schweden.

Kronprinzessin Victoria von Schweden mit ihrem Ehemann Prinz Daniel.

Er lässt Victoria strahlen: Prinz Daniel ist die große Liebe der schwedischen Kronprinzessin. © IMAGO / TT

Er wuchs allerdings als Bürgerlicher im schwedischen Ockelbo auf und besuchte das Gymnasium in Sandviken, das er 1991 mit dem Abitur abschloss. Sein Lieblingsfach war mit Abstand Sport und bereits damals zählten Basketball, Fußball, Eishockey, Golf, Ski und Motocross zu den Hobbys des heutigen Prinzen. Neben der Schule und nach dem Abschluss jobbte er in einem Altenheim.

Studiert hat Prinz Daniel von Schweden nicht, weil er nach dem Abitur die Aufnahmeprüfung zur Universität nicht bestanden hat. Stattdessen leistete er seinen Militärdienst im Hälsinge-Regiment in Gävle ab, arbeitete danach in einem Heim für behinderte Kinder und besuchte bis 1996 eine Gymnastik- und Sporthochschule in Stockholm. Dort absolvierte er eine Ausbildung zum Freizeitpädagogen und Fitnessberater.

Zunächst arbeitete er danach als Fitnesstrainer im Studio Master Training, 1999 wurde er dessen Teilinhaber und 2006 gründete er sein eigenes Fitnessunternehmen „Balance“, das er 2018 verkaufte.

Prinz Daniel von Schweden: Seine Liebesgeschichte mit Victoria

Das Fitnessstudio war auch der Ort, an dem Daniel seine zukünftige Ehefrau, Kronprinzessin Victoria vonSchweden, kennenlernte. Diese war 2000 nach ihrem Studium in den USA nach Schweden zurückgekehrt, hatte im Ausland ihre Magersucht besiegt und meldete sich im Fitnessstudio von Daniel an. Das Paar verliebte sich, hielt die Romanze zunächst aber geheim.

Auch nach der Bekanntgabe der Beziehung, die 2002 von einer schwedischen Zeitung öffentlich gemacht wurde, mussten Victoria und Daniel lange für ihre Liebe kämpfen. Daniels bürgerlicher Stammbaum und die Tatsache, dass er in der Schule in den Hauptfächern, vor allem Englisch, nur mittelmäßig abgeschnitten und nicht studiert hatte, ließen König Carl XVI. Gustaf (74) und die schwedische Regierung, die der Ehe eines Kronprinzen oder einer Kronprinzessin ebenfalls zustimmen muss, lange zweifeln.

Am 24. Februar 2009 war es dann aber endlich doch soweit: Kronprinzessin Victoria von Schweden und ihr Liebster Daniel Westling gaben ihre Verlobung bekannt und am 19. Juni 2010 folgte in der Stockholmer Kirche Storkyrkan die Traumhochzeit. Durch die Vermählung bekam Daniel seinen königlichen Titel und ihm wurde außerdem der Königliche Seraphinenorden verliehen, der höchste Verdienstorden des Königreichs Schweden.

Der ehemalige Fitnesstrainer war der erste Bürgerliche seit Jahrhunderten, der als Mann in die schwedische Monarchie und außerdem der erste gebürtige Schwede, der in die Bernadotte-Dynastie, das Adelsgeschlecht der schwedischen Königsfamilie, einheiratete. Königin Silvia (77) zum Beispiel war zwar ebenfalls eine Bürgerliche, allerdings keine Schwedin, sondern Deutsche.

Die Liebe von Victoria und Daniel wurde zwei Jahre nach der Hochzeit durch die Geburt des ersten Kindes gekrönt. 2012 brachte Victoria ihre Tochter, die den vollen Namen Prinzessin Estelle Silvia Ewa Mary trägt, zur Welt. 2016 folgte der Sohn Prinz Oscar Carl Olof. Die Familie lebt auf Schloss Haga in Solna.

Prinz Daniel von Schweden: Seine Gesundheit macht ihn zum Sorgenkind

Als Ehemann von Kronprinzessin Victoria, die als beliebtestes Mitglied des schwedischen Königshauses gilt, ist auch Daniel beim Volk sehr hoch angesehen. Er unterstützt seine Ehefrau bei ihren royalen Pflichten und begleitete sie zu repräsentativen Aufgaben im Namen der Krone.

Victoria repräsentiert das Königshaus zum Beispiel am schwedischen Nationalfeiertag, bei der Verleihung des Nobelpreises und anderen Feierlichkeiten. Seit 2001 vertritt sie Schweden auch bei offiziellen Besuchen im Ausland, bei denen auch Daniel hin und wieder dabei ist.

Gleichzeitig ist Prinz Daniel aber auch ein wenig das Sorgenkind der Schweden. Denn der Mann an der Seite der Thronfolgerin leidet seit seiner Geburt an einem Nierenfehler, durch den das Organ nicht hundertprozentig arbeitet. Im Jahr 2009, kurz nach der Verlobung mit Victoria, musste sich Daniel einer Nierentransplantation unterziehen. Das Spenderorgan kam von seinem Vater Olle Westling. Die Operation überstanden damals beide Männer gut.

Heute setzt sich Daniel – auch durch seine eigene Betroffenheit – besonders für Organspende sowie Sport- und Gesundheitsförderung ein.

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