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Prinzessin Madeleine von Schweden: Alles zu ihrer Familie, ihrer Herkunft und ihrem sozialen Engagement

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Von: Eva-Maria Moosmüller

Madeleine von Schweden ist nicht nur Prinzessin und Ehefrau von Christopher O’Neill, sondern auch dreifache Mutter und in Sachen Wohltätigkeit vielseitig engagiert.

Miami – Prinzessin Madeleine von Schweden wurde am 10. Juni 1982 auf Schloss Drottningholm auf der Insel Lovön in Ekerö als drittes Kind von König Carl XVI. Gustaf (74) und Königin Silvia von Schweden (77) unter dem vollen Namen Madeleine Thérèse Amelie Josephine, Prinzessin von Schweden, Herzogin von Hälsingland und Gästrikland geboren.

Sie ist die jüngere Schwester von Kronprinzessin Victoria (43) und Prinz Carl Philip (41). Nach der Geburt von Prinz Carl Philips und Prinzessin Sofias (36) drittem Kind (Frühjahr 2021), wird sie auf die achte Stelle der schwedischen Thronfolge rücken.

Ihr kompletter Titel lautet Hennes Kungliga Höghet Madeleine, Prinsessa av Sverige, Hertiginna av Hälsingland och Gästrikland, auf Deutsch Ihre Königliche Hoheit Madeleine, Prinzessin von Schweden, Herzogin von Hälsingland und Gästrikland.

Die Prinzessin ist begeisterte Reiterin. Unter dem Decknamen Anna Svensson nahm sie sogar bereits an Turnieren im Springreiten teil.

Prinzessin Madeleine von Schweden: Ihre Jugend und Ausbildung

Prinzessin Madeleine von Schweden wuchs gemeinsam mit ihrer älteren Schwester KronprinzessinVictoria und ihrem älteren Bruder Prinz Carl Philip auf Schloss Drottningholm auf. Dort genossen die drei Königskinder eine familiäre, von der Öffentlichkeit abgeschiedene Kindheit.

1985 kam Madeleine in Västerled in die Vorschule und ab 1989 besuchte sie – wie auch ihre älteren Geschwister vor ihr – die Grundschule Smedslättsskoland in Bromma. Danach ging sie auf die Carlssons Schule in Östermalm und machte schließlich 2001 auf dem Enskilda Gymnasium das Abitur.

Nach dem Abschluss studierte die Prinzessin Englisch in London und 2002 nahm sie weitere Kurse wie Rechtswissenschaften und Architektur hinzu. Mit Praktika sammelte sie Erfahrung in diesen Berufsfeldern und ab 2003 studierte sie in ihrer Heimat an der Universität Stockholm Kunstgeschichte, Geschichte und Ethnologie.

2006 schloss sie ihr Studium ab und schrieb sich danach für einen Masterstudiengang in Organisationsmanagement und Führungsqualitäten ein. Um sich auf ihre internationale Humanitätsarbeit, die Madeleine schon damals anstrebte, vorzubereiten, absolvierte sie 2006 außerdem ein Praktikum bei UNICEF in New York.

Prinzessin Madeleine von Schweden mit ihrem Ehemann Christopher O’Neill.

Mit dem Geschäftsmann Christopher O’Neill hat Prinzessin Madeleine ihr privates Glück gefunden. © IMAGO / TT

Prinzessin Madeleine von Schweden: Vom Liebespech zu ihrem Traumprinzen

Mit dem schwedischen Rechtsanwalt Jonas Bergström (42) war Prinzessin Madeleine von 2002 bis 2010 gut acht Jahre lang liiert und die Hochzeit war bereits geplant. Im Juni 2009 hatte sich das Paar verlobt, doch zu einer königlichen Vermählung sollte es nicht mehr kommen. Im April 2010 gab das schwedische Königshaus die Auflösung der Verlobung bekannt, nachdem Bergström die Prinzessin betrogen hatte.

Stattdessen fand Prinzessin Madeleine schließlich ihr Glück in dem britisch-amerikanischen Unternehmer Christopher O’Neill (46), mit dem sie sich am 25. Oktober 2012 verlobte. Da der Geschäftsmann keine schwedische Staatsangehörigkeit hat, gehört er offiziell nicht zur königlichen Familie. Trotzdem ist er nach Möglichkeit aber bei den Feierlichkeiten dabei, zu denen auch Madeleine anreist. Das Paar heiratete am 08. Juni 2013 in der Schlosskirche des königlichen Schlosses in Stockholm, lebt aber mittlerweile in Miami.

Dort zieht es auch die drei gemeinsamen Kinder groß. Prinzessin Leonore Lilian Maria, Herzogin von Gotland (6), kam am 20. Februar 2014 in New York zur Welt. Prinz Nicolas Paul Gustaf, Herzog von Ångermansland (5), folgte am 15. Juni 2015 im schwedischen Danderyd, wo am 09. März 2018 auch Nesthäkchen Prinzessin Adrienne Josephine Alice, Herzogin von Blekinge (2), geboren wurde.

Christopher O’Neill hat, ebenso wie Madeleine durch ihre Mutter Königin Silvia, deutschsprachige Wurzeln. Die Mutter des Unternehmers, Eva Maria Walter (81), ist gebürtige Österreicherin und auch Christopher kann Deutsch sprechen. Wenn sich das Paar belauscht fühlt oder nicht möchte, dass jemand eine Unterhaltung mitbekommt, wechseln Madeleine und Christopher gern ins Deutsche.

Prinzessin Madeleine von Schweden: Ihre Arbeit für die Königsfamilie

Einen Großteil ihrer Zeit investiert Prinzessin Madeleine in ihre Wohltätigkeitsarbeit. Besonders die von ihrer Mutter Königin Silvia gegründete „World Childhood Foundation“ liegt ihr am Herzen. Für diese setzt sie sich auch von den USA aus ein.

Oft verwendet sie bei ihrer Arbeit gar nicht ihren Prinzessinnentitel, um nicht die ganze Presse auf sich zu ziehen und um die Aufmerksamkeit stattdessen auf die Aufgaben der Organisation zu lenken.

Auch fördert die dreifache Mutter die Stiftung „Min Stora Dag“ („Mein Großer Tag“), durch die kranken Kindern Wünsche erfüllt werden. Des Weiteren setzt sie sich für den Schutz von Kindern vor Missbrauch und Gewalt ein.

Prinzessin Madeleine von Schweden: Rechtsstreit mit der Presse

Dass Madeleine lieber im Hintergrund bleibt, zeichnete sich bereits in ihrer Jugend ab, in der sie vor allem durch ihre Schüchternheit auffiel. Vor Fotografen hatte sie als Kind Angst, wie sie einmal verriet. Bis heute steht sie nicht besonders gerne im Rampenlicht.

Anfang der 2000er Jahre wurden von Medien Fotomontagen von Madeleine und Prinz William (38) in Umlauf gebracht und auch in anderen Situationen musste sich die schwedische Prinzessin schon öfter mit der Presse und Reportern auseinandersetzen. So verklagte sie den Sonnenverlag der Mediengruppe Klambt wegen zahlreicher wahrheitswidriger Berichte über ihr Privatleben. Ihr wurde eine Summe von 400.000 Euro zugesprochen, die bis dato höchste erstrittene Summe in einem Presserechtsstreit in Deutschland.

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