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Prinzessin Sofia von Schweden – Vom Reality-TV an den Königshof

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Von: Eva-Maria Moosmüller

Sofia von Schweden ist im Königshaus angekommen. Trotz Reality-TV-Vergangenheit und Bikini-Fotos ist sie eine echte Prinzessin geworden und strahlt an Prinz Carl Philips Seite.

Stockholm – Prinzessin Sofia von Schweden (36) wurde am 06. Dezember 1984 in Danderyd in Schweden als Sofia Kristina Hellqvist geboren. Sie ist die Ehefrau von Prinz Carl Philip von Schweden (41), den sie 2015 heiratete. Seit der Hochzeit trägt sie den vollen Titel Sofia Kristina Bernadotte, Prinzessin von Schweden, Herzogin von Värmland.

Vor ihrem Leben als Prinzessin arbeitete sie als Model und war in einem Reality-TV-Format zu sehen. Sofia trägt auch zwei Tattoos: einen Schmetterling rechts auf dem Brustkorb und einen Stern im Nacken.

Prinzessin Sofia von Schweden: Ihr bürgerliches Leben vor der Beziehung mit Prinz Carl Philip

Prinzessin Sofia von Schweden wuchs als bürgerliches Mädchen in Schweden auf. Ihr Vater Erik Oscar Hellqvist (72) ist Däne, ihre Mutter Marie Britt Rotman (63) stammt aus Schweden. Ab ihrem sechsten Lebensjahr wohnte Sofia mit den Eltern und ihren beiden Schwestern im knapp 2.000-Seelen Dorf Älvdalen.

Nach ihrem Schulabschluss studierte sie Rechnungswesen mit EDV-Anwendung in New York und spezialisierte sich während des Studiums auf den Bereich Business Development. Außerdem besuchte sie an der Universität in Stockholm Kurse zu den Themen Kinder-Kommunikation, Kinder- und Jugendwissenschaft und Ethik sowie einen Kurs über die UN-Konvention über die Rechte der Kinder.

Prinzessin Sofia von Schweden: Freizügige Fotos und TV-Auftritte

Während ihrer Hochschulbildung ließ sich die spätere Prinzessin in Stockholm nieder, wo sie zunächst als Kellnerin und Glamour-Model arbeitete. Als sie gerade einmal 20 Jahre alt war, stand sie für freizügige Fotos für das Männermagazin „Slitz“ vor der Kamera, das in Schweden und Finnland erscheint. Kurz danach war sie außerdem in der Reality-Show „Paradise Hotel“ zu sehen, in der Single-Kandidaten gemeinsam ein Hotel bewohnen. Sofia schaffte es sogar bis ins Finale der Sendung.

Eben jener TV-Auftritt in Kombination mit ihren Bikinifotos war es, der vielen Schweden sauer aufstieß, als sich Sofia und Prinz Carl Philip 2010 zum ersten Mal öffentlich als Paar zeigten. Die schwedischen Medien sammelten altes Foto- und Videomaterial der zukünftigen Prinzessin und erklärten sie als nicht gut genug für ihren Prinzen. Auch in den sozialen Medien brach ein Sturm an Hass-Kommentaren über das Paar los. Sofia litt damals sehr unter diesem Cyber-Mobbing.

Prinzessin Sofia mit Sohn Alexander und Ehemann Prinz Carl Philip von Schweden.

Prinzessin Sofia hat sich vom freizügigen Model zur echten Vorzeige-Mama gemausert. © IMAGO / TT

Prinzessin Sofia von Schweden: Harte Kritik an ihrer Wohltätigkeitsarbeit

Die negativen Stimmen sprachen darüber hinaus nicht nur ihre Beziehung mit dem Prinzen an, sondern auch Sofias Wohltätigkeitsarbeit. Bereits 2010 hatte sie gemeinsam mit Frida Vesterberg die Stiftung „Project Playground“ gegründet, die benachteiligte Kinder in Südafrika in Bereichen der Bildung und der psychologischen Gesundheit fördert und unterstützt. Damals war die Beziehung mit Carl Philip gerade erst bekannt geworden und böse Zungen bezeichneten die Initiative als Sofias Versuch, ihren Ruf aufzubessern – obwohl das Projekt bereits lange vorher geplant gewesen war.

Jahre später sprach die Prinzessin über den Schmerz wegen dieser Hass-Kommentare. Damals habe es sie tief getroffen, dass durch die Gerüchte der gute Zweck und die harte Arbeit ihrer Kollegen in den Schatten gestellt worden war.

Prinzessin Sofia und Prinz Carl Philip von Schweden: Das royale Traumpaar

Aller Kritik und allen Hatern zum Trotz, ist aus Sofia und Carl Philip ein Traumpaar des schwedischen Königshofes geworden, das in Schweden bei Veranstaltungen gern gesehen wird.

2009 hatten sich die beiden über gemeinsame Freunde kennengelernt. Wie Prinz Carl Philip später einmal verriet, soll es Liebe auf den ersten Blick gewesen sein. 2010 wurde die Beziehung öffentlich und im Juni 2011 bezog das Paar gemeinsam ein Anwesen auf der schwedischen Insel Djurgården. Die Verlobung folgte am 27. Juni 2014 und ein Jahr später, am 13. Juni 2015, fand die Hochzeit in der königlichen Schlosskapelle in Stockholm statt.

Zehn Monate nach der Vermählung, am 19. April 2016, kam dann auch schon der erste Sohn des Paares, Prinz Alexander Erik Hubertus Bertil von Schweden, Herzog von Södermanland (4) zur Welt. Am 31. August 2017 folgte Prinz Gabriel Carl Walther von Schweden, Herzog von Dalarna (3). Im Dezember 2020 gab das Königshaus bekannt, dass Sofia und Carl Philip 2021 ein drittes Kind erwarten.

Prinzessin Sofia von Schweden: Titelentzug für ihre Kinder

Obwohl Prinz Carl Philips offizieller Titel Seine Königliche Hoheit Carl Philip, Prinz von Schweden, Herzog von Värmland lautet und auch Sofia das Prädikat Ihre Königliche Hoheit vor ihrem Namen trägt, wurde bei ihren Söhnen rückwirkend auf den Titel verzichtet. Im Oktober 2019 gab der königliche Hof bekannt, dass König Carl XVI. Gustaf (74) sowohl Prinz Carl Philips und Prinzessin Sofias als auch PrinzessinMadeleines (38) und Christopher O’Neills (46) Kindern den Titel „Königliche Hoheit“ entzogen habe.

Somit gelten diese fünf der bis jetzt sieben Enkel des Königs nicht mehr als Mitglieder des Hofes, sondern als Privatpersonen. Das bedeutet, das sie zwar weiterhin zur Königsfamilie gehören, allerdings später keine Aufgaben des Hofes oder des Staatsoberhauptes übernehmen müssen. Auch das dritte Kind von Sofia und Carl Philip wird nicht mehr als Königliche Hoheit geboren werden.

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