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Das Brautkleid von Königin Letizia: Wissenswertes zu Stil, Design & Preis

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Kronprinz Felipe von Spanien und seine Braut Letizia posieren nach ihrer Trauung.
Felipe von Spanien und seine wunderschöne Braut Letizia © Boris Roessler/dpa

Königin Letizias Brautkleid hob sich deutlich von den Kleidern ab, die für gewöhnlich auf royalen Hochzeiten zu bewundern sind.

Madrid – Königin Letizia, geboren als Letizia Ortiz Rocasolano, gab ihrem Felipe, damals noch Kronprinz, am 22. Mai 2004 das Ja-Wort. Es war die erste royale Hochzeit, die je in der Almudena-Kathedrale in Madrid stattfand und zudem die erste königliche Eheschließung nach fast 100 Jahren in der spanischen Hauptstadt. Die Hochzeit kam für die Öffentlichkeit recht überraschend, denn Letizia und Felipe hatten gerade einmal sechs Monate zuvor ihre Verlobung bekannt gegeben. Felipe verkündete die bevorstehende Heirat während einer Pressekonferenz im Zarzuela-Palast.

Davor verbrachten die beiden nur heimlich Zeit miteinander. Kennengelernt hatte sich das Paar auf einer Dinner-Party eines gemeinsamen Freundes. Die Spanierin war als Nachrichtensprecherin bereits vor ihrer Verlobung mit Felipe ein bekanntes Gesicht im Land.

Das Brautkleid von Königin Letizia: Elegante Kreation von Manuel Pertegaz

Die Königin von Spanien erschien vor dem Altar in einem langen, elfenbeinfarbenen Kleid aus Seide von Manuel Pertegaz, dessen Schnitt ungewöhnlich für ein royales Brautkleid war. Sofía von Spanien war es, die Pertegaz als Designer für das Hochzeitskleid ihrer Schwiegertochter vorgeschlagen hatte. Er entwarf bereits Kleidungsstücke für Ikonen wie Audrey Hepburn und Jacqueline Kennedy Onassis.

Das Kleid für Letizia stellte ihn vor eine Herausforderung, denn es musste in der farbenprächtigen und aufwändig verzierten Almudena-Kathedrale herausstechen. Die Braut durfte in all der Pracht des Gotteshauses keineswegs untergehen. So entwarf Pertegaz eine Robe, die allein schon durch ihre Struktur auffiel. Anders als die leichten, weich fallenden Kleider, auf die Prinzessin Madeleine oder Prinzessin Sofia von Schweden setzten, erschien es etwas fester im Stoff und weniger wallend. Hinzu kam ein Stehkragen, der eigentlich ebenfalls völlig untypisch für royale Brautkleider ist.

Königin Letizias Brautkleid: Im Geheimen gefertigt und fein bestickt

Eindeutig aufwendig gefertigt, erschien Königin Letizias Hochzeitskleid dennoch nicht übertrieben im Design. Versehen war es mit feinen Stickereien in Gold und Silber. Diese zeigten unter anderem Lilien und Weizenähren – beides Details vom Wappen des Fürsten von Asturien. Diesen Titel hatte König Felipe VI. zu dieser Zeit inne.

Letizia und Felipe von Spanien gehen bei ihrer Hochzeit nebeneinander aus der Kirche.
Die Schleppe von Letizias Brautkleid war mehr als vier Meter lang. © Gustavo Cuevas/dpa

Das Kleid der Königin von Spanien war schmal geschnitten und ging in eine mehr als vier Meter lange Schleppe über. Sie ließ sich nicht vom Brautkleid abnehmen, sondern war fest damit verbunden. Hinzu kamen unten leicht ausgestellte Ärmel, die ebenfalls mit Lilien und Ähren bestickt waren. Manuel Pertegaz arbeitete nur nachts an dem Kleid, um sicherzugehen, dass bis zum Tag der Trauung niemand einen Blick darauf erhaschen konnte. Der Preis von Letizias Hochzeitskleid betrug angeblich rund mehr als 6,5 Millionen Euro.

Königin von Spanien: Über royale Leihgaben und Geschenke sowie öffentliche Kritik an ihrem Kleid

Königin Letizia kombinierte ihr Hochzeitskleid mit der Preußischen Tiara, die schon ihre Schwiegermutter Sofía bei ihrer Vermählung mit Juan Carlos I. getragen hatte. Weitere royale Trägerinnen waren unter anderem:

Hinter der Tiara setzte ein fast drei Meter langer Schleier aus Tüll an, der wiederum ein Geschenk ihres Ehemanns war. Auch er war mit Stickereien, die Lilien und Weizenähren zeigten, versehen. Das Hochzeitskleid der Königin von Spanien spaltete die Meinungen, da es sich optisch deutlich von den Kleidern anderer royaler Bräute abhob. Designer Paco Rabanne äußerte sich besonders kritisch. In seinen Augen war das Kleid falsch geschnitten. Er bemängelte unter anderem, dass Letizia aufgrund der sehr langen Schleppe Probleme beim Laufen gehabt hätte und sich einige Male umdrehen musste, um diese hinter sich herzuziehen. Letizia selbst ließen diese und andere kritische Worte unberührt.

Von Sophie Neumärker

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