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Königin Letizias Fleur-de-Lys-Diadem: Alles zu Wert, Stil und Geschichte des Kopfschmucks 

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Königin Letizia steht lächelnd neben König Felipe.
Königin Letizia trug das Fleur-de-Lys-Diadem unter anderem bei der Krönung von Japans Kaiser Naruhito. © PPE/Imago

Das Fleur-de-Lys-Diadem ist das wohl beeindruckendste Schmuckstück der spanischen Königsfamilie. Bekannt ist der traditionsreiche Kopfschmuck auch unter dem Namen La Buena.

Madrid – Königin Letizias Fleur-de-Lys-Diadem war ursprünglich ein Hochzeitsgeschenk. König Alfonso XIII. überreichte es einst seiner Gemahlin Prinzessin Victoria Eugenie von Battenberg – besser bekannt als die spanische Königin Ena. Diese trug die prächtige Tiara zum ersten Mal bei ihrer Hochzeit im Jahr 1906. Damals hatte das Fleur-de-Lys-Diadem noch eine geschlossene Form, wie eine Krone. Im Jahr 1910 ließ Königin Ena sie aber umarbeiten. Seitdem ist sie an der Rückseite offen und wie ein Haarreif zu tragen.

Königin Letizias Fleur-de-Lys-Diadem: Besetzt mit 500 Diamanten

Gefertigt hat das große, symbolträchtige Diadem der Madrider Juwelier Ansorena. Drei große Fleur de Lys (dt.: Lilien) stehen im Mittelpunkt der Tiara, die auch liebevoll La Buena (dt.: Die Gute) genannt wird. Die Blumenornamente bilden das traditionelle Symbol des Hauses Bourbon ab.

500 Diamanten sollen es insgesamt sein, die auf La Buena um die Wette funkeln. Darunter befinden auch zahlreiche rund geschliffene Diamanten, die das Hauptmotiv bilden. Unterstützt werden sie in ihrer Wirkung durch viele kleinere Exemplare. Eingearbeitet sind die funkelnden Edelsteine in eine Fassung aus Platin.

Königin Letizias Fleur-de-Lys-Diadem: Nur vier Angehörigen des spanischen Hochadels trugen es

Vermutlich hat man sich für dieses Edelmetall entschieden, weil es leichter ist als Gold, aber mindestens ebenso wertvoll. Der Wert des All-diamond-Diadems ist nahezu unschätzbar. Zum immensen Materialwert kommt der große ideelle Wert. Auch der erlauchte Kreis derer, die das Diadem bisher trugen, macht es so kostbar. Nur vier Angehörigen des spanischen Hochadels war es vorbehalten:

Obwohl das spanische Königshaus viele Diademe besitzt, schmückte sich Königin Ena auffallend gern mit der Fleur-de-Lys-Tiara. Als am 14. April 1931 die Republikaner die Wahlen in Spanien gewannen, ging König Alfonso XIII. mit seiner Familie ins Exil. Mit im Gepäck natürlich: La Buena.

Zwei weitere spanische Königinnen besaßen das prachtvolle Hochzeitsgeschenk an Königin Ena

Königin Ena verlieh die Tiara nicht. Nur für ihre Schwiegertochter machte sie eine Ausnahme: Die Gräfin von Barcelona Maria Mercedes trug das funkelnde Diadem anlässlich der Krönung von Queen Elizabeth II. im Jahr 1953.

Als Königin Ena im Jahr 1969 starb, ging die Tiara auf ihren Sohn über. Da das Fleur-de-Lys-Diadem laut Enas Testament ausschließlich Königinnen vorbehalten war, durfte es erst Jahre später die Ehefrau von Ex-König Juan Carlos tragen. Acht Jahre nach der Thronbesteigung schmückte sich Sofía mit der Kostbarkeit bei einem Staatsbesuch der schwedischen Royals. Danach hat sie La Buena häufig zu besonderen Anlässen getragen. Wie es Tradition ist, ging das Diadem zur Krönung ihres Sohnes Felipe im Jahr 2014 an dessen Frau Letizia über. Diese trägt das Diadem bei wichtigen Staatsbesuchen.

Von Heike Waskow

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