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Spanisches Königshaus nimmt Stellung: König Felipe wehrt sich gegen Corona-Skandal

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Von: Larissa Glunz

Ein neuer Eklat im spanischen Königshaus: König Felipes Schwestern Cristina und Elena setzen sich über die Regeln hinweg und lösen einen Corona-Skandal aus!

Madrid – Der Ruf der spanischen Monarchie hat über die Jahre erheblichen Schaden genommen. Juan Carlos (83) landete dank Affärengerüchten und Steuerschulden in den Schlagzeilen, Infantin Cristina (55) musste sich wegen Vorwürfen der Geldwäsche vor Gericht verantworten, ihr Mann Iñaki Urdangarin (53) verbüßt noch immer seine Haftstrafe. Nun machen Spaniens Royals mit einem Corona-Skandal von sich reden und ziehen damit den Zorn der Politiker und des Volkes auf sich. 

Spanisches Königshaus nimmt Stellung: König Felipe wehrt sich gegen Corona-Skandal

Im Zentrum des Skandals stehen Infantin Elena (57) und Infantin Cristina, die beiden Schwestern von König Felipe VI. (53). Das spanische Magazin „El Confidencial“ enthüllte in einem Bericht, dass die beiden bereits gegen das Coronavirus geimpft wurden. Elena und Cristina sollen die Corona-Impfung Anfang Februar erhalten haben, als sie ihren Vater, den ehemaligen Regenten Juan Carlos I., in den Vereinigten Arabischen Emiraten besucht haben. Seit August letzten Jahres hält sich Juan Carlos im Exil in Abu Dhabi auf.

Elena und Cristina haben sich somit nicht an die geltenden Regelungen gehalten, die zunächst eine Impfung von älteren Personen und systemrelevanten Berufsgruppen vorsehen. Mehrere spanische Politiker machten ihrem Ärger daraufhin auf den sozialen Plattformen Luft und missbilligten die verfrühte Impfung. Das Königshaus verweigerte auf Nachfrage des Magazins zunächst eine Stellungnahme, betonte jedoch später, dass König Felipe VI. nicht für die Handlungen seiner Schwestern verantwortlich sei und der Regent, Königin Letizia (48) sowie die Töchter Leonor (15) und Sofía (13) gegebenenfalls geimpft werden.

König Felipe VI. von Spanien im Anzug
Keine leichte Regentschaft: König Felipe VI. von Spanien musste schon einige Krisen bewältigen. © dpa/Maurizio Gambarini

Spanisches Königshaus nimmt Stellung: Debatte über Meinungsfreiheit

Nicht nur die Monarchie steht aktuell stark in der Kritik. Die Verurteilung des spanischen Rappers Pablo Hasél* (32) wegen Beleidigung der Monarchie und Verherrlichung von Terrorismus löste eine Diskussion über die Meinungsfreiheit in Spanien aus. Seine Festnahme hatte gewaltsame Proteste in Barcelona zur Folge. Hasél bezeichnete das Königshaus als „mafiöse Bande“ und nannte Juan Carlos einen „Mörder“ und „Parasiten“. *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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