1. 24royal
  2. Weitere Adelshäuser

Royals bei den Olympischen Spielen: Charlène, Albert & Co. in sportlicher Mission

Erstellt:

Von: Eva-Maria Moosmüller

Im Hochadel finden sich zahlreiche Sportler, darunter auch Charlène und Albert von Monaco, die schon bei Olympischen Spielen angetreten sind. Sogar royale Goldmedaillengewinner gibt es!

Peking – In der chinesischen Hauptstadt finden vom 4. bis 20. Februar die XXIV. Olympischen Winterspiele statt. In der Vergangenheit fanden sich unter den Olympioniken auch schon so einige Royals. Unter anderem Fürst Albert II. (63), seine Ehefrau Charlène (44) oder König Felipe von Spanien (54) stellten ihre sportlichen Qualitäten für ihr Heimatland bei Olympia unter Beweis.

Prinzessin Haya bint al-Hussein

Prinzessin Haya bint al-Hussein beim Springreiten
Prinzessin Haya bint al-Hussein bei den Olympischen Spielen in Sydney © Pressefoto Baumann/Imago

Ehe die Tochter des verstorbenen jordanischen Königs Hussein I. (63, † 1999) 2004 den Emir von Dubai, Muhammad bin Raschid Al Maktum (72) heiratete, feierte sie große Erfolge als Springreiterin. Bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney konnte Haya bint al-Hussein (47) zwar keine Medaille holen, fungierte aber immerhin als Fahnenträgerin der jordanischen Mannschaft.

Captain Mark Phillips

Captain Mark Phillips reitet auf einem Pferd einen kleinen Hang hoch.
Captain Mark Phillips, Ex-Schwiegersohn der Queen, holte bei Olympia in München 1972 eine Goldmedaille. © Colorsport/Imago

Die Royal Family hat schon mehrere Olympioniken hervorgebracht. Captain Mark Phillips (73), der erste Ehemann von Prinzessin Anne (71), war Teil des britischen Nationalteams im Vielseitigkeitsreiten. Er vertrat sein Heimatland bei den Olympischen Spielen 1972 in München – und das überaus erfolgreich, denn er holte mit seiner Mannschaft die Goldmedaille! Die Liebe zum Reitsport war es übrigens auch, die Mark und Anne zusammengebracht hat. 1992 ließ sich das Paar jedoch scheiden.

Iñaki Urdangarin

Iñaki Urdangarin klatscht auf dem Handballfeld in die Hände und schaut konzentriert.
Iñaki Urdangarin gewann bei den Olympischen Spielen 2000 zum zweiten Mal Bronze mit den spanischen Handballern. © Sven Simon/Imago

Iñaki Urdangarin (54) nahm mit der spanischen Handballnationalmannschaft 1992, 1996 und 2000 an den Olympischen Spielen teil. Er durfte sich sogar gleich zweimal über eine Bronzemedaille freuen – 1996 in Atlanta und 2000 in Sydney. Danach begann für den Noch-Ehemann von Infantin Cristina (56) jedoch der große Abstieg. Wegen einer Korruptions-, Betrugs- und Steueraffäre wurde er 2018 zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Anfang des Jahres kam dann auch noch seine Affäre mit einer Kollegin ans Licht, was schließlich zum Ende seiner Beziehung mit Cristina führte.

König Harald V. von Norwegen

König Harald von Norwegen steht auf einem Boot und trägt eine Sonnenbrille (Symbolbild).
König Harald ist dem Segelsport auch noch im hohen Alter treu geblieben (Symbolbild). © PPE/Imago

Im norwegischen Palast finden sich so einige begeisterte Sportler, Familienoberhaupt König Harald V. (84) schaffte es sogar gleich dreimal zu Olympia. 1964, 1968 und 1972 nahm er als Segler an den Spielen teil. Dass die Olympischen Winterspiele 1994 im norwegischen Lillehammer stattfanden, war übrigens nicht zuletzt dem intensiven Einsatz des Regenten zu verdanken.

Altkönigin Sofía von Spanien

Sofía von Spanien steht auf einem Boot, ihre Haare sind vom Wind verweht (Symbolbild).
Sofía gehörte 1960 dem griechischen Segelteam an (Symbolbild). © PPE/Imago

Ehe Sofía (83) 1962 den damaligen spanischen Thronfolger Juan Carlos (84) heiratete, war sie noch als Prinzessin Sophia von Griechenland bekannt. Ihr Geburtsland vertrat sie 1960 bei den Olympischen Spielen in Rom als Mitglied des Segelteams.

Altkönig Konstantin II. Griechenland

Konstantin II. von Griechenland lächelt, hinter ihm steht seine Frau Anne-Marie (Symbolbild).
Konstantin von Griechenland segelte bei den Olympischen Spielen 1960 zu einer Goldmedaille (Symbolbild). © PPE/Imago

Wie seine Schwester Sofía war auch Konstantin II. (81) in jungen Jahren ein begeisterter und vor allem erfolgreicher Segler. Der letzte König der Hellenen ging ebenfalls 1960 bei den Olympischen Spielen in Rom an den Start und holte im Drachensegeln die Goldmedaille. Der Sport liegt ihm bis heute sehr am Herzen – Konstantin ist Ehrenpräsident der International Sailing Federation und Ehrenvorsitzender der ISAF Sailing Hall of Fame.

Noch mehr spannende Adels-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Infantin Cristina von Spanien

Cristina von Spanien sitzt neben ihrer Mutter Sofía, die klatscht (Symbolbild).
Cristina von Spanien tat es ihrer Mutter Sofía gleich und reiste mit dem Segelteam zu den Olympischen Spielen (Symbolbild). © CordonPress/Imago

Nicht nur ihre Mutter Sofía trat bei Olympia in Erscheinung, auch Infantin Cristina selbst nahm schon aktiv an dem sportlichen Großereignis teil. Bei den Sommerspielen 1988 in Seoul gehörte sie dem spanischen Segelteam an und durfte bei der Eröffnungsfeier die Flagge ihres Landes tragen.

Prinzessin Anne

Prinzessin Anne sitzt auf einem Pferd und springt über ein Hindernis.
Prinzessin Anne mit ihrem Pferd Goodwill bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal © Colorsport/Imago

Die einzige Tochter von Queen Elizabeth II. (95) hat ihr Leben, wenn sie nicht gerade im Dienst der Krone gebraucht wird, voll und ganz den Pferden verschrieben. Wie ihr erster Ehemann Mark Phillips schaffte es Prinzessin Anne sogar zu den Olympischen Spielen. 1976 trat sie als Vielseitigkeitsreiterin mit der britischen Mannschaft in Montreal an. Ihre Tochter Zara sollte es ihr 36 Jahre später in London gleichtun.

König Felipe VI. von Spanien

Felipe von Spanien als Fahnenträger
Felipe war bei der Eröffnung der Olympischen Spiele 1992 in Barcelona der Fahnenträger der spanischen Mannschaft. © DyD Fotografos/Imago

Die Leidenschaft für den Segelsport, der in der Familie von Felipe (54) eine lange Tradition hat, färbte auch auf den heutigen Regenten ab. Vier Jahre nach seiner Schwester Cristina vertrat er bei den Olympischen Sommerspielen 1992 Spanien im Segeln und erreichte einen respektablen sechsten Platz. Bei der Eröffnungszeremonie des Events, das damals passenderweise in Barcelona stattfand, fungierte Felipe auch als Fahnenträger.

Fürst Albert II. von Monaco

Albert von Monaco trägt einen Helm und setzt eine Schutzbrille auf.
Albert von Monaco bei den Olympischen Winterspielen 1988 © Sven Simon/Imago

Fürst Albert (63) ist nicht nur als Oberhaupt der monegassischen Fürstenfamilie, sondern auch als Bobfahrer bekannt. Er ging gleich bei fünf aufeinanderfolgenden Olympischen Spielen an den Start – 1988 in Calgary, 1992 in Albertville, 1994 in Lillehammer, 1998 in Nagano und 2002 in Salt Lake City. Durchschlagende Erfolge konnte er allerdings nie einfahren. Seine erfolgreichste Platzierung erreichte er 1988 im Zweierbob, als er mit Gilbert Bessi (63) den 25. Rang belegte. Bereits seit 1994 ist der Ehemann von Fürstin Charlène übrigens Vorsitzender des Nationalen Olympischen Komitees von Monaco.

Zara Tindall

Zara Tindall trägt einen Reithelm und umarmt ihre Mutter Prinzessin Anne.
Zara Tindall wurde ihre Silbermedaille von ihrer Mutter Prinzessin Anne überreicht. © Mary Evans, Paul McFegan/Imago

Die Enkelin von Queen Elizabeth II. ist, wie viele weitere Mitglieder der Royal Family, schon immer eine echte Pferdenärrin. Zara Tindall (40) wurde der Reitsport somit förmlich in die Wiege gelegt. 2012 trat sie in Fußstapfen ihrer Eltern Prinzessin Anne und Mark Phillips und nahm an den Olympischen Spielen in London als Vielseitigkeitsreiterin teil. Zara holte mit der Mannschaft die Silbermedaille, die ihr bei der bewegenden Zeremonie von ihrer eigenen Mutter überreicht wurde. Schon 2004 und 2008 wollte die inzwischen dreifache Mutter bei Olympia starten, sie musste ihre Teilnahme jedoch beide Male absagen, da ihr Pferd sich verletzt hatte.

Fürstin Charlène von Monaco

Charlène von Monaco steht mit Badekappe in einem Schwimmbecken und schaut über ihre Schulter (Symbolbild).
Charlène von Monaco feierte 2000 in Sydney ihr Olympia-Debüt (Symbolbild). © Gallo Images/Imago

Bevor Charlène zur Fürstin von Monaco wurde, war sie über die Grenzen ihrer südafrikanischen Heimat als Schwimmerin bekannt. Unter ihrem Geburtsnamen Charlene Wittstock feierte sie einige beachtliche Erfolge und krönte ihre Karriere mit der Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney. Mit der 4x100-Meter Lagenstaffel erschwamm sie dort sogar einen tollen fünften Platz. Dass sie rund zehn Jahre später die Ehefrau des monegassischen Regenten sein würde, daran hatte sie damals vermutlich noch keinen Gedanken verschwendet, als sie aus dem Becken stieg. 

Auch interessant