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Stephanie Gräfin von Pfuel: Legt sie gegen den Todesfahrer ihres Kindes Berufung ein?

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Von: Annemarie Göbbel

Stephanie Gräfin von Pfuel musste ihren geliebten Sohn Karl „Charly“ Bagusat begraben. Nun wurde das Urteil gegen den Unfallverursacher gesprochen. Geht sie in Berufung?

Berlin – Wie grausam muss es für eine Mutter sein, dem Unfallverursacher gegenüberzustehen, der ihren Sohn das Leben gekostet hat? Den schweren Gang zum Prozess wegen fahrlässiger Tötung hat Stephanie Gräfin von Pfuel (60) nun hinter sich gebracht. Das Urteil wurde in Berlin verkündet.

Stephanie Gräfin von Pfuel: Geht sie gegen den Todesfahrer ihres Sohnes in Berufung?

Ende März will Karl Bagusat (26, † 2021) die Straße überqueren, als er plötzlich von einem Mercedes angefahren wird. Der Fahrer, ein 25-jähriger Berliner, sei mit über 80 km/h auf der Straße unterwegs gewesen. Der Aufprall kostet Charly das Leben – mit nur 26 Jahren. Nun verkündete das Amtsgericht Tiergarten das Strafmaß gegen den Fahrer.

Stephanie Gräfin von Pfuel auf dem Weg zum Gericht im Prozess
Schwerer Gang: Stephanie Gräfin von Pfuel (rechts) auf dem Weg zur Gerichtsverhandlung © Christophe Gateau/dpa

Der 25-jährige Berliner wird wegen fahrlässiger Tötung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung verurteilt. Die Bewährungszeit umfasst drei Jahre. Dem Angeklagten werden zudem 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit auferlegt. Darüber hinaus wird der Angeklagte dem Grunde nach verurteilt, Schmerzensgeld zu zahlen. Eine Höhe der Summe wurde laut der Pressesprecherin des Berliner Amtsgerichts bisher nicht festgelegt. Auch das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. In den sieben Tagen nach der Urteilsverkündung besteht die Möglichkeit, Berufung einzulegen.

Stephanie Gräfin von Pfuel: Kann man als Mutter ein Urteil angemessen finden?

Alle Augen richten sich nun auf die Mutter, Stephanie Gräfin von Pfuel. Wird sie von dem Recht Gebrauch machen und Berufung einlegen? Findet sie das Strafmaß angemessen?

Eine eindeutige Stellungnahme gibt es nicht. Doch wie viele in einer ähnlichen Situation hat sicher auch die sechsfache Mutter auf den Tag gewartet, an dem sie dem Todesfahrer in die Augen blicken kann. Angeblich soll sie die Strafe angemessen finden. Ob sich das allerdings bestätigt, bleibt in der nachvollziehbar emotionalen Situation abzuwarten.

Stephanie Gräfin von Pfuel: Hatte bereits harte Schicksalsschläge zu verkraften

Stephanie Gräfin von Pfuel hat schon einige Schicksalsschläge hinnehmen müssen. Im Alter von sieben Jahren wurde ihre Tochter Amelie Bagusat (26), eines von vier Kindern aus ihrer zweiten Ehe mit dem Münchner Kaufmann Bernd-Harald Bagusat (78), bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt. Auch ihr ältester Sohn Karl entstammte dieser Verbindung. Im Oktober 2019 starb ihr ehemaliger Lebenspartner Hendrik te Neues (67, † 2019) durch Suizid. Nun musste sie ihren Sohn begraben.

Stephanie Gräfin von Pfuel und Sohn Charly posieren für Fotos beim Dreamball am in Berlin
Ein Bild aus glücklichen Tagen: Stephanie Gräfin von Pfuel mit ihrem Sohn Charly © Jörg Carstensen/dpa

Charly Bagusat hatte noch viel vor. Er war Jungunternehmer und gründete mit einem Freund die „PlusPeter GmbH“  – ein international agierendes Start-up, das Lernmanuskripte für Studenten liefert.

Stephanie Gräfin von Pfuel: Die Familie steht in der Trauer zusammen

Seine fünf Geschwister stehen zusammen. Wenige Wochen nach seinem schrecklichen Tod teilte die Gräfin ein Bild auf ihrem Instagram-Account, dass sie inmitten ihrer verbliebenen fünf Kinder zeigt und schrieb dazu rührende Worte: „Charly is an angel and we are Charly’s angels. We will love and miss you forever.“ Charly ist ein Engel und wir sind Charlys Engel. Wir werden dich immer lieben und dich immer vermissen.

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