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Marie von und zu Liechtenstein beigesetzt: Emotionaler Moment rührt zu Tränen

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Von: Annemarie Göbbel

Ein schwerer Gang für die Fürstenfamilie von Liechtenstein: In einer bewegenden Trauerfeier hat sie Fürstin Marie die letzte Ehre erwiesen.

Update vom 28. August, 15:45 Uhr: Fürstin Marie von und zu Liechtenstein hat ihre letzte Reise angetreten. Freunde, Familie und Bekannte versammelten sich in der St. Florin Kathedrale in Vaduz, um von der Landesmutter Abschied zu nehmen. Die 81-Jährige ist nach einem Schlaganfall am 21. August gestorben. Während des Gottesdienstes, den Erzbischof Wolfgang Haas (73) leitete, wurden das Leben der Fürstin sowie ihre Nächstenliebe und Gottesfurcht gewürdigt.

Trauerfeier für Fürstin Marie von und zu Liechtenstein
Abschied von Fürstin Marie von und zu Liechtenstein © Information und Kommunikation der Regierung, Tatjana Schnalzger/Imago

Für den emotionalsten Moment der Beerdigung sorgten die Enkel von Fürstin Marie. In Erinnerung an ihre Großmutter wandten sich sieben ihrer insgesamt 15 Enkelkinder mit Fürbitten an die Trauergemeinschaft. Welch großen Stellenwert die Familie im Leben von Fürst Hans-Adams (76) Ehefrau einnahm, machte Prinz Alfons (20) deutlich: Sie „hat ihr Leben der Familie gewidmet, die ihr immer eine Quelle der Freude war.“ Fürstin Marie wurde im engsten Familienkreis in der Fürstengruft der Kathedrale beigesetzt.  

Trauergemeinde bei der Trauerfeier von Fürstin Marie von und zu Liechtensein
Fürst Hans-Adam (m.) trauert um seine geliebte Ehefrau Marie. © Information und Kommunikation der Regierung, Tatjana Schnalzger/Imago

Erstmeldung vom 28. August, 11:54 Uhr: Vaduz – Das Fürstenhaus Liechtenstein ist in großer Trauer: Fürstin Marie von und zu Liechtenstein ist nach einem Schlaganfall im Alter von 81 Jahren gestorben. In einer intimen Trauerfeier erweist ihr die Fürstenfamilie nun die letzte Ehre.

Marie von und zu Liechtenstein: So läuft ihre Beisetzung ab

Aus Platzgründen werden nur geladene Gäste zur Trauerfeier gebeten. Der Gottesdienst in der Kathedrale St. Florin, der um 14:00 Uhr beginnt, wird jedoch auf dem Landeskanal (TV) und www.landeskanal.li (via Livestream) übertragen, bevor die Verstorbene in der fürstlichen Gruft südlich der Kathedrale zur letzten Ruhe gebettet wird.

Marie von und zu Liechtenstein: Mehrtägige Staatstrauer

In enger Absprache mit dem Fürstenhaus von Liechtenstein hatte die Regierung seit Sonntag, dem 22. August, eine siebentägige Staatstrauer erlassen.

Während der Staatstrauer waren alle öffentlichen Gebäude in den Landesfarben und den Farben des Fürstenhauses beflaggt. Die Bevölkerung war zudem ersucht worden, ihre Privatgebäude gemäß dem Traueranlass zu beflaggen. Fahnen waren auf halbmast zu setzen, sollte das nicht möglich sein, waren sie mit einem Trauerflor zu versehen. Auf Wunsch des Fürstenhauses sollten nicht alle Veranstaltungen und Feierlichkeiten abgesagt, aber mit Zurückhaltung und Respekt durchgeführt werden. Denkbar war zum Beispiel eine Schweigeminute oder die Anpassungen des Programms.

Fürstin Marie und Fürst Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein stehen nebeneinander.
Fürst Hans-Adam und Fürstin Marie © Yoan Valat/dpa

Marie von und zu Liechtenstein: Die Hinterbliebenen

1940 wurde die spätere Fürstin Marie in Prag als Gräfin Kinsky von Wchinitz und Tettau geboren. 1945 musste sie mit ihrer Familie aus der damaligen Tschechoslowakei fliehen. In Deutschland fanden sie ein neues Zuhause. Marie studierte, machte ihr Diplom und verliebte sich in den Erbprinzen Hans-Adam von und zu Liechtenstein (76). Gräfin Marie und Hans Adam II. gaben sich am 30. Juli 1967 das Jawort. Nach dem Tod seines Vaters wurde der damalige Kronprinz 1989 zum Staatsoberhaupt. Vier Kinder entstammen der glücklichen Ehe und das Fürstenpaar durfte sich über 15 Enkelkinder freuen. Thronfolger ist Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein (53). Die Fürstin hinterlässt eine große Lücke im Leben der Hinterbliebenen.

Marie von und zu Liechtenstein: Ihr Bruder starb vor einem Jahr

Erst im vergangenen Jahr musste die Fürstin ihren Bruder Ferdinand Graf Kinsky von Wchinitz und Tettau (86, † 2020) verabschieden, der einer Covid-Erkrankung erlegen war. Nun reißt ein Schlaganfall Fürstin Marie aus dem Leben. Zu Lebzeiten engagierte sie sich in sozialen Projekten. Unter anderem war sie die Ehrenpräsidentin des Liechtensteinischen Roten Kreuzes und Präsidentin des Vereins für Heilpädagogische Hilfe.

Marie von und zu Liechtenstein: Gedenkmessen für die Verstorbene

Auch im Nachklang zur Trauerfeier kann der verstorbenen Landesmutter gedacht werden, das sind die Termine, wie sie vom Fürstenhaus bekannt gegeben wurden: Sonntag, der 5. September 2021 sowie Sonntag, der 3. Oktober 2021 jeweils um 9:30 Uhr.

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